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Berlin: Polizei wertet massenhaft Handydaten aus um Autobrandstifter zu fassen

Um die Serie von Autobrandstiftungen in Berlin in den Griff zu bekommen hat die Polizei über Jahre hinweg massenhaft Handydaten kontrolliert und ausgewertet. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft spricht in diesem Zusammenhang von einer Nutzung "in erheblichem Maße".

Die Auswertung der Handydaten fand in verschiedenen Stadtbezirken statt. Deshalb sei auch die Handynutzung von einer hohen Zahl unbeteiligter Bürger überwacht worden. Nach Angaben von Internetaktivisten sei dies auch nach Fällen von geringer Sachbeschädigung erfolgt.

Dokumente belegen eine Auswertung der Handydaten von 13 Funkzellen sowie Mobilfunk-Sendestationen. Überprüft wurden die Nummern der Anrufer und des Angerufenen sowie deren Gesprächsdauer. Die Daten wurden in der vom Bundesverfassungsgericht gekippten Vorratsdatenspeicherung erfasst.


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WebReporter: Teffteff
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Polizei, Berlin, Handy, Daten, Kontrolle, Überwachung
Quelle: www.tagesspiegel.de

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.01.2012 09:30 Uhr von erw
 
+16 | -2
 
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moment mal woher bekommen die denn die befugnisse? vor jahren haben uns politologen und andere leute gewarnt, wir sollen den anfängen wehren, die polizei wird sich sonst immer mehr an befugnissen holen wollen. wir leben nciht in den usa... und sowas würde ich als befugnisüberschreitung interpretieren.
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20.01.2012 09:48 Uhr von Seimensim
 
+12 | -3
 
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Armes Armes Deutschland, es ist schlimmer wie in der DDR.
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20.01.2012 09:49 Uhr von jaycee78
 
+9 | -18
 
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Sinn der Ueberwachung: Es geht bei dieser Aktion gegen linke Brandstifter, die manchmal auch ungezielt Kleinwagen abfackeln. Unbeteiligte haben kaum was von der Polizei zu befuerchten.

Wegen der vielen Anschlaege halte ich das fuer verhaeltnismaessig. Die Alternative waere eine Ausgangssperre und Hunderte Polizisten mehr auf den Strassen von Berlin.
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20.01.2012 09:50 Uhr von Randall_Flagg
 
+10 | -15
 
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Ich bin auch gegen Überwachung und so eine Scheiße, aber bei so etwas ist es vollkommen gerechtfertigt.
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20.01.2012 09:55 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
+0 | -4
 
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"Unbeteiligte haben kaum was von der Polizei zu be: fuerchten."

Also haben sie etwas zu befuerchten?

Handy-Strahlung ist schädlich.

[ nachträglich editiert von Sag_mir_Quando_sag ]
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20.01.2012 09:58 Uhr von Schinkenspalter
 
+13 | -3
 
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1984: lässt grüßen... ekelhaft!
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20.01.2012 10:00 Uhr von usambara
 
+9 | -2
 
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@jaycee78: Bei den über 500 Bränden gab es ganze 6 Bekennerschreiben durch Linksradikale.
http://netzpolitik.org/...


[ nachträglich editiert von usambara ]
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20.01.2012 10:02 Uhr von vmaxxer
 
+9 | -2
 
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Jaja: Da sieht man es mal wieder. Man schafft eine Möglichkeit und schwups wird sie im großen Stil verwendet und alle unter Generalverdacht gestellt.

Gebt dem Staat nicht mehr Mittel als unbedingt nötig ist, unsere freiheit ist ein sehr empfindliches Pflänzchen.
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20.01.2012 10:08 Uhr von erw
 
+9 | -0
 
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egal, ob links, rechts, oben oder unten: die sollen unsere personenbezogenen daten lassen und konventionelle arbeit leisten wie sonst auch! da gibt es keine polizeistaat-pluspunkte, nur weil es um kriminelle geht.
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20.01.2012 11:05 Uhr von dajus
 
+1 | -6
 
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Datenschutz: hin oder her.
Wo ist das Problem?
Wenn die Polizei mein Bewegungsprofil ansieht, werden die echt gelangweilt sein und weitersuchen.
Wennman durch solche Methoden einen Straftäter schneller fasst, ist es doch eine gute Sache!

Erinnert euch doch mal an den LKW Fahrer, der als Serienmörder unterwegs war. Es stellte sich heraus, dass man ihn viel schneller hätte Dingfest machen können, wenn man die Daten aus den Toll collect Brücken hätte auswerten dürfen. Dies hätte vielleicht mindestens einer Frau das Leben gerettet.
Doch der Datenschutz ist in diesem Moment nur Täterschutz.

Deshalb bin ich auch für die Fußfessel bei entlassenen Kinder fi.....
Jede Bewegung wird aufgezeichnet. Der Träger der Fußfessel ist sich dessen dauernd bewußt. Wenn etwas dann noch passieren sollte, kann man ihn in kürzester Zeit festnehmen.

Ich bin dafür, dass der Datenschutz massiv eingeschränkt wird, zum Wohle des Opferschutzes!
Ich bin aber dagegen, einfach auf das Geratewohl überall rumzuschnüffeln, um kleinste Verfehlungen ahnden zu können. ( nen runtergeladenen Film, kopierte Musik...)
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20.01.2012 11:22 Uhr von sagnet23
 
+6 | -1
 
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@dajus: Nettes Beispiel dass mit dem LKW- Fahrer.
Glaubst du wirklich dass der Staat auf Dauer nur Daten auswertet um Straftäter zu erwischen?
Glaubst du wirklich allen Ernstes dass es gerechtfertigt ist jeden zu überwachen nur um möglicherweise durch puren Zufall mal einen Täter zu erwischen?
Die Datenbanken die da aufgebaut werden sollen, z. Bspl. Bewegungprofile: Möchtest du wirklich dass der Staat dir sagen kann wo du letztes Jahr mit deinem Auto überall gewesen bist? und wo du dich durch welche Funkzelle bewegt hast? und mit wem du wie lange telefoniert hast?
Und komm mir nicht mit der alten "ich habe nichts zu befürchten" Nummer, due brauchst mit deinen Bewegungsdaten nur mal in ein Profil reinpassen, schon bist du am Haken, und je technikgläubiger die Polzisten werden um so schwieriger wird es dann die unschuld zu beweisen (Ja u.U. must DU ein Alibi vorweisen, was dir nicht möglich sein wird bei deinen Tollen Bewegungsprofilen)
Und dann kommt nicht nur die Polizei: als nächstes werden sich BKA, BND und MAD die Datenbanken anschauen, und dann?

ich habe den Eindruck dass hier viele nicht kapieren worum es geht: Der Staat behauptet die Eingriffe in die Privatsphäre diene nur der Verbrechensbekämpfung und das wäre die einfachste und preiswerteste Methode:
STIMMT NICHT: Diese Methode kostet unser aller Freiheit.
Und wer behauptet, dass Demokratie und Freiheit zum Nulltarif zu haben sind, der muß verdammt hohl sein. Beides: Demokratie und Freiheit sind ein verdammt hohes Gut und und nicht zu Nulltarif erhältlich.
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20.01.2012 13:57 Uhr von ArrowTiger
 
+2 | -1
 
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@jaycee78: -- "Es geht bei dieser Aktion gegen linke Brandstifter, die manchmal auch ungezielt Kleinwagen abfackeln."

Dein rechtsnationales Empfinden mag durch eine solche Vermutung ja beruhigt werden. Fakt ist jedoch, daß selbst die Profis der Polizei hierzu keinerlei Hinweise haben, und darüber hinaus auch nicht von politisch motivierten Taten ausgehen. Zumal von den Tätern z.B. auch keine Unterschiede gemacht werden, ob es sich um teure Wagen oder "Schrottschüsseln" handelt, die sie in Brand stecken.

Am ehesten dürften derzeit wohl gelangweilte und frustrierte Jugendliche als Täter infrage kommen.
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20.01.2012 14:11 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
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Barrie Trower über Handies: http://www.youtube.com/...
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20.01.2012 14:41 Uhr von Python44
 
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Ähhhm: Jetzt mal ne technische Frage...

Nachdem der Staat nun das Recht auf Privatsphäre von ein paar hunderttausend Menschen über den Zeitraum von mehreren Monaten verletzt hat: GIBT ES ÜBERHAUPT EINEN FAHNDUNGSERFOLG der diese Maßnahme auch nur im Ansatz rechtfertigen würde ??? Oder wurden mal wieder tausende Leute für nichts und wieder nichts bespitzelt ?
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20.01.2012 18:44 Uhr von shadow#
 
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@Python44: Der Erfolg wird sich ca. das belaufen was die Verantwortlichen für diese massive Grundrechtsverletzung zu befürchten haben: Nichts.
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20.01.2012 20:32 Uhr von TheRoadrunner
 
+1 | -0
 
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@ sagnet23: Du bezweifelst, dass die Daten nur gesammelt werden, um Straftäter zu erwischen. Aber Gegenfrage: was glaubst du denn, für was sie *noch* genutzt werden?
Ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen, aber mir ist bis jetzt kein Fall bekannt, in dem jemand ausschließlich aufgrund von Handydaten über längere Zeit unschuldig im Verdacht stand, eine Straftat verübt zu haben.
Inwiefern schränkt es deine Freiheit ein, wenn jemand weiß, wo du gewesen bist?

Ich kann dir mal was anderes erzählen: ich wurde vor Jahren mal an einem großen Platz in München von einem Riesenpolizeiaufgebot als so ziemlich einziger kontrolliert und eine Weile aufgehalten. Nach Feststellung der Personalien etc. habe ich freundlich nach dem Grund gefragt: ein Rothaariger hatte eine Bank überfallen, und ich bin dummerweise rothaarig.
Unschuldig in Verdacht zu geraten ist einfach, man braucht bloß falsch aussehen oder zufällig eine ähnliche Kleidung wie ein Täter anhaben. Da *hilft* es einem dann sogar, wenn man per Bewegungsprofil nachweisen kann, dass man nicht am Tatort war. Wenn man nun dummerweise noch in der Nähe des Tatorts war, wirds natürlich nicht leichter. Da wird es aber immer noch Aufgabe der Polizei sein, die Tat tatsächlich nachzuweisen.
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21.01.2012 12:05 Uhr von dajus
 
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@ sagnet: "Glaubst du wirklich dass der Staat auf Dauer nur Daten auswertet um Straftäter zu erwischen?"

Wofür sollen die sonst die Daten nutzen?
Es geht nicht darum "durch puren Zufall" einen Täter zu erwischen.
Es geht darum, dass man einen Tatort hat, einen Umkreis, und Personen, die sich zum fraglichen Zeitpunktin diesem Bereich aufgehalten haben.
Die Vorratsdatenspeicherung, die du umschreibend ansprichst, (z. Bspl. Bewegungprofile: Möchtest du wirklich dass der Staat dir sagen kann wo du letztes Jahr mit deinem Auto überall gewesen bist? und wo du dich durch welche Funkzelle bewegt hast? und mit wem du wie lange telefoniert hast?)kann dabei helfen.
Stell dir mal ein szenario vor:
Du bist mit deinem Auto unterwegs, dein Bewegungsprofil wurde gespeichert. Du hältst an einem Rastplatz an. Dort siehst du zwei Personen, wie sie Offensichtlich streiten. Es fällt dir die Situation auf, bemisst dem Ganzen aber keinen grossen Wert bei. Du denkst nicht weiter darüber nach.
Es stellt sich heraus, das einer der streitenden ein Mordopfer wird, Täter unbekannt.
Die Polizei wertet aus und entdeckt du warst in der fraglichen Zeit in der Nähe des Tatortes.
Sie befragen dich. Du erinnerst dich, kannst Aussagen über beide Personen, sogar über das Fahrzeug machen. Schon hat die Polizei eine weiter Spur, der sie nachgehen kann.


Was denkst du eigendlich, sollen sie mit deinen Daten anstellen? Dir was andichten? Wir müssen die Möglichkeit lassen, die Polizeiarbeit so effizient wir möglich zu gestalten. Wir leben hier nicht in einem Staat wie einst der DDR, in der man so Überwacht wurde, dass man für einen falschen Satz für Jahre in Gefängnis kommt.
Ich halte dieses Datenschutzgefasel für paranoid.
Denkt doch mal alle nach:
Welche Daten speichert Facebook?
Welche Daten liest Google aus? Und was machen die damit?
Sie nennen es Werbung die auf den Nutzer zugeschnitten wird.
Dort regt sich keine Sau auf, dass die weitaus mehr Daten auswerten, als es die Staatsmacht je dürfte.

[ nachträglich editiert von dajus ]

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