AKTIVITÄTEN   mehr...

20.01.12 09:21 Uhr
 1.163
 

Berlin: Polizei wertet massenhaft Handydaten aus um Autobrandstifter zu fassen

Um die Serie von Autobrandstiftungen in Berlin in den Griff zu bekommen hat die Polizei über Jahre hinweg massenhaft Handydaten kontrolliert und ausgewertet. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft spricht in diesem Zusammenhang von einer Nutzung "in erheblichem Maße".

Die Auswertung der Handydaten fand in verschiedenen Stadtbezirken statt. Deshalb sei auch die Handynutzung von einer hohen Zahl unbeteiligter Bürger überwacht worden. Nach Angaben von Internetaktivisten sei dies auch nach Fällen von geringer Sachbeschädigung erfolgt.

Dokumente belegen eine Auswertung der Handydaten von 13 Funkzellen sowie Mobilfunk-Sendestationen. Überprüft wurden die Nummern der Anrufer und des Angerufenen sowie deren Gesprächsdauer. Die Daten wurden in der vom Bundesverfassungsgericht gekippten Vorratsdatenspeicherung erfasst.


WebReporter: Teffteff
Rubrik:   Brennpunkte / Schlagzeilen
Schlagworte: Polizei, Berlin, Handy, Daten, Kontrolle, Überwachung
Quelle: www.tagesspiegel.de
Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
Refresh |<-- <-   1-20/20   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

20 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen moment mal...   
 
+16 | -2
 
ANZEIGEN
20.01.2012 09:30 Uhr von erw
woher bekommen die denn die befugnisse? vor jahren haben uns politologen und andere leute gewarnt, wir sollen den anfängen wehren, die polizei wird sich sonst immer mehr an befugnissen holen wollen. wir leben nciht in den usa... und sowas würde ich als befugnisüberschreitung interpretieren.
Kommentar ansehen Armes..   
 
+12 | -3
 
ANZEIGEN
20.01.2012 09:48 Uhr von Seimensim
Armes Deutschland, es ist schlimmer wie in der DDR.
Kommentar ansehen Sinn der Ueberwachung   
 
+9 | -18
 
ANZEIGEN
20.01.2012 09:49 Uhr von jaycee78
Es geht bei dieser Aktion gegen linke Brandstifter, die manchmal auch ungezielt Kleinwagen abfackeln. Unbeteiligte haben kaum was von der Polizei zu befuerchten.

Wegen der vielen Anschlaege halte ich das fuer verhaeltnismaessig. Die Alternative waere eine Ausgangssperre und Hunderte Polizisten mehr auf den Strassen von Berlin.
Kommentar ansehen ....   
 
+10 | -15
 
ANZEIGEN
20.01.2012 09:50 Uhr von Randall_Flagg
Ich bin auch gegen Überwachung und so eine Scheiße, aber bei so etwas ist es vollkommen gerechtfertigt.
Kommentar ansehen "Unbeteiligte haben kaum was von der Polizei zu be   
 
+0 | -4
 
ANZEIGEN
20.01.2012 09:55 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
fuerchten."

Also haben sie etwas zu befuerchten?

Handy-Strahlung ist schädlich.

[ nachträglich editiert von Sag_mir_Quando_sag ]
Kommentar ansehen 1984   
 
+13 | -3
 
ANZEIGEN
20.01.2012 09:58 Uhr von Schinkenspalter
lässt grüßen... ekelhaft!
Kommentar ansehen @jaycee78   
 
+9 | -2
 
ANZEIGEN
20.01.2012 10:00 Uhr von usambara
Bei den über 500 Bränden gab es ganze 6 Bekennerschreiben durch Linksradikale.
http://netzpolitik.org/...


[ nachträglich editiert von usambara ]
Kommentar ansehen Jaja   
 
+9 | -2
 
ANZEIGEN
20.01.2012 10:02 Uhr von vmaxxer
Da sieht man es mal wieder. Man schafft eine Möglichkeit und schwups wird sie im großen Stil verwendet und alle unter Generalverdacht gestellt.

Gebt dem Staat nicht mehr Mittel als unbedingt nötig ist, unsere freiheit ist ein sehr empfindliches Pflänzchen.
Kommentar ansehen egal, ob links, rechts, oben oder unten   
 
+9 | -0
 
ANZEIGEN
20.01.2012 10:08 Uhr von erw
die sollen unsere personenbezogenen daten lassen und konventionelle arbeit leisten wie sonst auch! da gibt es keine polizeistaat-pluspunkte, nur weil es um kriminelle geht.
Kommentar ansehen ....   
 
+7 | -4
 
ANZEIGEN
20.01.2012 11:05 Uhr von Warpilein2
Also wenn ich nun bei 200 von den bränden in der nähe gewesen bin und es dennoch nicht war hab ich ja nun ein problem und muss sicherlich beweisen das ich unschuldig bin -.- scheiss polizeistaat
Kommentar ansehen Datenschutz   
 
+1 | -6
 
ANZEIGEN
20.01.2012 11:05 Uhr von dajus
hin oder her.
Wo ist das Problem?
Wenn die Polizei mein Bewegungsprofil ansieht, werden die echt gelangweilt sein und weitersuchen.
Wennman durch solche Methoden einen Straftäter schneller fasst, ist es doch eine gute Sache!

Erinnert euch doch mal an den LKW Fahrer, der als Serienmörder unterwegs war. Es stellte sich heraus, dass man ihn viel schneller hätte Dingfest machen können, wenn man die Daten aus den Toll collect Brücken hätte auswerten dürfen. Dies hätte vielleicht mindestens einer Frau das Leben gerettet.
Doch der Datenschutz ist in diesem Moment nur Täterschutz.

Deshalb bin ich auch für die Fußfessel bei entlassenen Kinder fi.....
Jede Bewegung wird aufgezeichnet. Der Träger der Fußfessel ist sich dessen dauernd bewußt. Wenn etwas dann noch passieren sollte, kann man ihn in kürzester Zeit festnehmen.

Ich bin dafür, dass der Datenschutz massiv eingeschränkt wird, zum Wohle des Opferschutzes!
Ich bin aber dagegen, einfach auf das Geratewohl überall rumzuschnüffeln, um kleinste Verfehlungen ahnden zu können. ( nen runtergeladenen Film, kopierte Musik...)
Kommentar ansehen @dajus   
 
+6 | -1
 
ANZEIGEN
20.01.2012 11:22 Uhr von sagnet23
Nettes Beispiel dass mit dem LKW- Fahrer.
Glaubst du wirklich dass der Staat auf Dauer nur Daten auswertet um Straftäter zu erwischen?
Glaubst du wirklich allen Ernstes dass es gerechtfertigt ist jeden zu überwachen nur um möglicherweise durch puren Zufall mal einen Täter zu erwischen?
Die Datenbanken die da aufgebaut werden sollen, z. Bspl. Bewegungprofile: Möchtest du wirklich dass der Staat dir sagen kann wo du letztes Jahr mit deinem Auto überall gewesen bist? und wo du dich durch welche Funkzelle bewegt hast? und mit wem du wie lange telefoniert hast?
Und komm mir nicht mit der alten "ich habe nichts zu befürchten" Nummer, due brauchst mit deinen Bewegungsdaten nur mal in ein Profil reinpassen, schon bist du am Haken, und je technikgläubiger die Polzisten werden um so schwieriger wird es dann die unschuld zu beweisen (Ja u.U. must DU ein Alibi vorweisen, was dir nicht möglich sein wird bei deinen Tollen Bewegungsprofilen)
Und dann kommt nicht nur die Polizei: als nächstes werden sich BKA, BND und MAD die Datenbanken anschauen, und dann?

ich habe den Eindruck dass hier viele nicht kapieren worum es geht: Der Staat behauptet die Eingriffe in die Privatsphäre diene nur der Verbrechensbekämpfung und das wäre die einfachste und preiswerteste Methode:
STIMMT NICHT: Diese Methode kostet unser aller Freiheit.
Und wer behauptet, dass Demokratie und Freiheit zum Nulltarif zu haben sind, der muß verdammt hohl sein. Beides: Demokratie und Freiheit sind ein verdammt hohes Gut und und nicht zu Nulltarif erhältlich.
Kommentar ansehen @jaycee78   
 
+4 | -2
 
ANZEIGEN
20.01.2012 11:35 Uhr von globi123
"Es geht bei dieser Aktion gegen linke Brandstifter, die manchmal auch ungezielt Kleinwagen abfackeln."

Ist nicht bewiesen - die Polizei vermutet es nur! Genauso wie man bei den "Döner-Morden" davon ausging, dass es sich um Taten der Angehörigen oder der Mafia handelte!

"Unbeteiligte haben kaum was von der Polizei zu befuerchten. "

Ach wit putzig, da glaubt einer wirklich das was er schreibt! Es ist noch nicht einmal sicher, dass diejenigen überhaupt ein Handy dabei hatten - man stochert blindlings im Nebel rum, in der Hoffnung, dass man Glück hat!

"Wegen der vielen Anschlaege halte ich das fuer verhaeltnismaessig."

Als für die Finanzämter vor einigen Jahren die rechtliche Grundlage geschaffen wurde, in die Konten der Bürger die Kontoumsätze der letzten Jahre einzusehen, hieß es seinerzeits, dass man dies nur in berechtigten und auffälligen Ausnahmefällen machen würde. Heute ist es gängige Praxis und wird Zigtausendfach angewandt, da es schneller als einen Serienbrief mit der Bitte um Aufschlüsselung auszudrucken und zudem das Porto und die Bearbeitung der Beantwortung erspart!

Weil immer wieder mal ein fremdes Auto auf dem Kundenparkplatz eines Supermarktes parkte, hat der Marktleiter alle Mitarbeiter zur Herausgabe ihrer KFZ-Kennzeichen genötigt. Als sich einige geweigert haben, hat man abgewartet bis sie nach Feierabend in ihr Auto steigen und so die Kennzeichen notiert!

Einige übereifrige Polizisten haben, im Rahmen der Auswertung einer rechten Demonstration, mehr als 1 Millionen Handydaten ausgewertet. Glücklicherweise konnten dank der Massenverfolgung letztenendes eine Lapalie erfolgreich zur Anzeige gebracht werden!

Die Polizei hat schon oft die Bevölkerung zur freiwilligen Abgabe einer Speichelprobe aufgerufen. Meist handelt es sich um Mehrere hundert, in Ausnahmefällen Tausende Personen. Wenn sich schlussendlich auch nur einige wenige "weigern", eine Probe abzugeben, dann geraten sie in den engeren Kreis der Verdächtigen. Dabei ist nicht einmal gesichert, dass diejenigen überhaupt zur Tatzeit am Tatort waren, geschweige denn dass der Täter unter ihnen ist.

Man ist so lange unschuldig, bis die Schuld bewiesen wurde ist damit hinfällig. Aktuell heißt es wohl eher: Man ist so lange schuldig, bis man seine Unschuld bewiesen hat!

Anders sähe es aus, wenn aufgrund von Zeugenaussagen gewisse Personen benannt wurden und deren Handydaten richterlich angefordert werden ... allerdings ist das Ganze heute so automatisiert, dass man per Knopfdruck lieber das "Wer war in der Nähe vom Tatort"-Spiel spielt ....
Kommentar ansehen @jaycee78   
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
20.01.2012 13:57 Uhr von ArrowTiger
-- "Es geht bei dieser Aktion gegen linke Brandstifter, die manchmal auch ungezielt Kleinwagen abfackeln."

Dein rechtsnationales Empfinden mag durch eine solche Vermutung ja beruhigt werden. Fakt ist jedoch, daß selbst die Profis der Polizei hierzu keinerlei Hinweise haben, und darüber hinaus auch nicht von politisch motivierten Taten ausgehen. Zumal von den Tätern z.B. auch keine Unterschiede gemacht werden, ob es sich um teure Wagen oder "Schrottschüsseln" handelt, die sie in Brand stecken.

Am ehesten dürften derzeit wohl gelangweilte und frustrierte Jugendliche als Täter infrage kommen.
Kommentar ansehen Barrie Trower über Handies   
 
+0 | -1
 
ANZEIGEN
20.01.2012 14:11 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
Kommentar ansehen Ähhhm   
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
20.01.2012 14:41 Uhr von Python44
Jetzt mal ne technische Frage...

Nachdem der Staat nun das Recht auf Privatsphäre von ein paar hunderttausend Menschen über den Zeitraum von mehreren Monaten verletzt hat: GIBT ES ÜBERHAUPT EINEN FAHNDUNGSERFOLG der diese Maßnahme auch nur im Ansatz rechtfertigen würde ??? Oder wurden mal wieder tausende Leute für nichts und wieder nichts bespitzelt ?
Kommentar ansehen @Python44   
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
20.01.2012 18:44 Uhr von shadow#
Der Erfolg wird sich ca. das belaufen was die Verantwortlichen für diese massive Grundrechtsverletzung zu befürchten haben: Nichts.
Kommentar ansehen @ sagnet23   
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
20.01.2012 20:32 Uhr von TheRoadrunner
Du bezweifelst, dass die Daten nur gesammelt werden, um Straftäter zu erwischen. Aber Gegenfrage: was glaubst du denn, für was sie *noch* genutzt werden?
Ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen, aber mir ist bis jetzt kein Fall bekannt, in dem jemand ausschließlich aufgrund von Handydaten über längere Zeit unschuldig im Verdacht stand, eine Straftat verübt zu haben.
Inwiefern schränkt es deine Freiheit ein, wenn jemand weiß, wo du gewesen bist?

Ich kann dir mal was anderes erzählen: ich wurde vor Jahren mal an einem großen Platz in München von einem Riesenpolizeiaufgebot als so ziemlich einziger kontrolliert und eine Weile aufgehalten. Nach Feststellung der Personalien etc. habe ich freundlich nach dem Grund gefragt: ein Rothaariger hatte eine Bank überfallen, und ich bin dummerweise rothaarig.
Unschuldig in Verdacht zu geraten ist einfach, man braucht bloß falsch aussehen oder zufällig eine ähnliche Kleidung wie ein Täter anhaben. Da *hilft* es einem dann sogar, wenn man per Bewegungsprofil nachweisen kann, dass man nicht am Tatort war. Wenn man nun dummerweise noch in der Nähe des Tatorts war, wirds natürlich nicht leichter. Da wird es aber immer noch Aufgabe der Polizei sein, die Tat tatsächlich nachzuweisen.
Kommentar ansehen @ sagnet   
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
21.01.2012 12:05 Uhr von dajus
"Glaubst du wirklich dass der Staat auf Dauer nur Daten auswertet um Straftäter zu erwischen?"

Wofür sollen die sonst die Daten nutzen?
Es geht nicht darum "durch puren Zufall" einen Täter zu erwischen.
Es geht darum, dass man einen Tatort hat, einen Umkreis, und Personen, die sich zum fraglichen Zeitpunktin diesem Bereich aufgehalten haben.
Die Vorratsdatenspeicherung, die du umschreibend ansprichst, (z. Bspl. Bewegungprofile: Möchtest du wirklich dass der Staat dir sagen kann wo du letztes Jahr mit deinem Auto überall gewesen bist? und wo du dich durch welche Funkzelle bewegt hast? und mit wem du wie lange telefoniert hast?)kann dabei helfen.
Stell dir mal ein szenario vor:
Du bist mit deinem Auto unterwegs, dein Bewegungsprofil wurde gespeichert. Du hältst an einem Rastplatz an. Dort siehst du zwei Personen, wie sie Offensichtlich streiten. Es fällt dir die Situation auf, bemisst dem Ganzen aber keinen grossen Wert bei. Du denkst nicht weiter darüber nach.
Es stellt sich heraus, das einer der streitenden ein Mordopfer wird, Täter unbekannt.
Die Polizei wertet aus und entdeckt du warst in der fraglichen Zeit in der Nähe des Tatortes.
Sie befragen dich. Du erinnerst dich, kannst Aussagen über beide Personen, sogar über das Fahrzeug machen. Schon hat die Polizei eine weiter Spur, der sie nachgehen kann.


Was denkst du eigendlich, sollen sie mit deinen Daten anstellen? Dir was andichten? Wir müssen die Möglichkeit lassen, die Polizeiarbeit so effizient wir möglich zu gestalten. Wir leben hier nicht in einem Staat wie einst der DDR, in der man so Überwacht wurde, dass man für einen falschen Satz für Jahre in Gefängnis kommt.
Ich halte dieses Datenschutzgefasel für paranoid.
Denkt doch mal alle nach:
Welche Daten speichert Facebook?
Welche Daten liest Google aus? Und was machen die damit?
Sie nennen es Werbung die auf den Nutzer zugeschnitten wird.
Dort regt sich keine Sau auf, dass die weitaus mehr Daten auswerten, als es die Staatsmacht je dürfte.

[ nachträglich editiert von dajus ]
Kommentar ansehen Die Wanze immer am Mann   
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
26.01.2012 00:44 Uhr von Zensus
selber schuld....

Refresh |<-- <-   1-20/20   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2012 ShortNews GmbH & Co. KG

impressum | agb | archiv | quellen | shortbooks-archiv | usenet