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20.01.12 08:21 Uhr
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Bundestagspräsident Norbert Lammert fordert Finanztransaktionssteuer

Der Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) setzt sich für die Einführung der Börsensteuer ein. "Ich halte eine Finanztransaktionssteuer für angemessen und überfällig", sagte der Politiker der Zeitung "Welt". Er fordert eine Umsatzsteuer, wie sie auch im Handel gebräuchlich ist.

Bereits im Herbst hatte die EU-Kommission einen Vorschlag für eine Finanztransaktionssteuer unterbreitet. Laut dem Vorschlag soll diese ab 2014 auf alle Transaktionen erhoben werden, wenn ein Akteur in Europa ansässig ist. Man ging zunächst von 57 Milliarden an Einnahmen aus.

Aus den Reihen der FDP gibt es noch breite Ablehnung. Die Liberalen sind dabei nicht gegen die Besteuerung, wollen die Steuer aber in ganz Europa, also auch Großbritannien, einführen. So soll verhindert werden, dass der Handel nach London abwandert.


WebReporter: ouster
Rubrik:   Politik / Inland
Schlagworte: Politik, Deutschland, Steuer, Norbert Lammert, Bundestagspräsident
Quelle: www.handelsblatt.com
Meinung des Autors zum Thema:
 
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Hört sich wie ein Mittel gegen die zahlreichen dubiosen Geschäfte an, die es an den Börsen gibt.

Eine Einführung in der Eurozone, ohne Großbritannien, halte ich für sehr gefährlich.
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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen Purer Aktionismus?!   
 
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20.01.2012 08:35 Uhr von sebastian_thies
Also ich weiß nicht... Nur weil ein paar Steuern erhoben werden, hält das doch keinen Banker auf weiter am Glücksrad zu drehen. Die Gewinnmöglichkeiten sind einfach zu verführerisch.
Kommentar ansehen Zumindest...   
 
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20.01.2012 08:41 Uhr von ouster
verdient der Staat mit, wenn der böse Banker 8.000 Transaktionen pro Sekunde mit Mini-Margen macht.
Kommentar ansehen Noch vor wenigen Monaten ...   
 
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20.01.2012 10:53 Uhr von zocs
wurden die Linken mit der (schon sehr alten) Forderung verschrieen und ausgelacht ...
Die wussten es halt damals schon besser ...
Und die Tobin Steuer ist an und für sich ein alter Hut und wurde schon sogar von pfiffigen Ökonomen gefordert.
Die Politik ist da aber oft sehr träge und lobbyhörig.
Kommentar ansehen Bringt allerdings nur was...   
 
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20.01.2012 14:30 Uhr von ArrowTiger
Bringt allerdings nur was, wenn diese Steuer weltweit umgesetzt wird. Ansonsten finden die Bankster mit Sicherheit Schlupflöcher, um die Steuer zu umgehen.

@sebastian_thies :

-- "Nur weil ein paar Steuern erhoben werden, hält das doch keinen Banker auf weiter am Glücksrad zu drehen."

Doch, denn riskante Kurzfrist-Transaktionen lohnen dann nicht mehr. Wird also schon was bringen, auch bezüglich der Absicherung gegen weitere Finanzkrisen. Normale Transfers belastet diese Steuer übrigens nahezu nicht.

Aus Wikipedia hierzu: "Der von Tobin vorgeschlagene Steuersatz würde auf alle grenzüberschreitenden Geldtransfers weltweit einheitlich erhoben und läge zwischen 0,05 Prozent und 1,0 Prozent. Für konventionelle Transfers wie Direktinvestitionen oder die im Warenhandel anfallenden Transaktionen wäre diese Steuer vernachlässigbar gering, da die anfallenden Kosten im Verhältnis zu den pro Transaktion anfallenden Gewinnen nicht relevant sind. Bei spekulativen Transfers, die zur Gewinnerzielung auf geringe und kurzfristige Schwankungen von Kursen setzen (Daytrading), würden bereits Abgaben in der geringen Höhe einer Tobin-Steuer die je Transaktion nur sehr niedrigen Gewinne eliminieren." (Quelle: http://de.wikipedia.org/...)

In der Quelle sind auch Beispiele zu den Steuereinnahmen aufgezeigt. Bei nur 0,01% wären das für Europa jährlich 38 Mrd. USD, weltweit 125 Mrd. USD. Bei geplanten Sätzen zwischen 0,05% und 1% natürlich entsprechend mehr.

Aber wie gesagt: das funktioniert nur, wenn diese Steuer international umgesetzt würde.

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