20.01.12 06:18 Uhr
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China übt scharfe Kritik an Teheran wegen Blockadeandrohung (Update)

Der Iran ist zunehmend international isoliert. Nun hat auch Chinas Ministerpräsident Wen Jibao deutliche Worte in Richtung Teheran gesendet und die Androhung der iranischen Regierung, die Straße von Hormuz zu blockieren, scharf kritisiert. Das sei ein "extremer Akt".

Der chinesische Spitzenpolitiker hält sich derzeit in den Golfstaaten auf. Die Aktionen des Iran widersprechen seiner Meinung nach "dem allgemeinen Willen der internationalen Gemeinschaft". Dabei gibt es durchaus unterschiedliche Signale aus den Reihen der iranischen Verantwortlichen.

Während Außenminister Salehi Kompromissbereitschaft signalisierte, bestätigte der iranische UN-Botschater Khazaee die grundsätzliche Bereitschaft seines Landes, den Seeweg in den Golf abzuriegeln. Wegen der Erdöllieferungen aus dieser Region mache sich China keine Sorgen, hieß es dazu abschließend.


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WebReporter: Rheinnachrichten
Rubrik:   Politik
Schlagworte: China, Update, Kritik, Blockade, Teheran, Androhung
Quelle: www.faz.net

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.01.2012 06:18 Uhr von Rheinnachrichten
 
+7 | -2
 
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Der zweite Teil der Geschichte sind die Reaktionen der Europäer, aber die passten nicht mehr unter die Überschrift. Die Nachricht stellt insofern eine Verkürzung dessen dar, was derzeit auf diplomatischer Ebene abläuft.

Auf der anderen Seite sind die Aktionen der Europäer in Richtung Teheran bereits bekannt und auch hier viel diskutiert. Dass China sich so deutlich äußert, ist hingegen neu und möglicherweise auch ein Zeichen des "Reichs der Mitte" an die "Ränder" (von sich aus betrachtet).
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20.01.2012 08:24 Uhr von Hind_K
 
+3 | -0
 
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Den zweiten und für Deutschland wesentlichen: Teil der Story kann man im Focus lesen

Quelle: http://www.focus.de/...

Man ist sich über den Zeitpunkt der Umsetzung des Ölboykotts bis heute nicht einig. Am Montag sollen die EU27-Botschafter die neuen Sanktionen beschließen. Griechenland beansprucht mit Rücksicht auf seinen hohen Anteil iranischer Ölimporte (über 30%) eine Übergangsfrist von 1 Jahr. Frankreich will eine sorfortige Umsetzung. Was die übrigen Krisenkandaten Italien und Spanien mit ebenfalls hohen Importanteilen iranischen Öls dazu sagen wird nicht erwähnt. Es ist auch nicht publiziert, wie die Pläne hinsichtlich langfristiger Lieferverträge aussehen.

Meiner Ansicht nach ist die neue EU-Initiative gegen den Iran nicht besonders klug, weil sie die Gefahr begünstigt, dass eine gemeinsame europäische Haltung mit Rücksicht auf bestehende Importabhängigkeiten auseinanderdividiert wird.

Mit Blick auf die Abhängigkeit Chinas von iranischem Öl ist das ähnlich. Aus den deutlichen Worten des chinesischen Ministerpräsidenten spricht natürlich auch Verärgerung über die US- und EU-Politik, die ihnen diese Suppe (mögliche Sperrung der Strasse von Hormuz) eingebrockt hat. Damit wird ein breiter internationaler Konsens mit China in der Iran-Atom-Frage nicht gerade stabiler.
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20.01.2012 08:25 Uhr von Kodiak82
 
+7 | -2
 
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Interessant: Interessanterweise kommen von den Schurkenstaaten im Mittleren Osten und Fernost (Ausnahme die Nordkoreaner) immer recht vernünftige Aussagen und Forderungen.

Da wird weder mit Krieg gedroht oder Gewalt als Verhandlungsgrundlage genannt.

Kann sich USrael mal ne Scheibe abschneiden.
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20.01.2012 08:31 Uhr von fromdusktilldawn
 
+1 | -1
 
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im kampf um rohstoffe wird es immer wieder kriege geben, vieleicht auch gegen den iran
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20.01.2012 08:57 Uhr von usambara
 
+5 | -3
 
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während die Nato & Israel munter im persischen Golf in Invasionsstärke rum schippern, war ihr Geheul doch sehr groß, als die iranische Marine erstmals den Suez-Kanal durch fuhr.
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20.01.2012 11:18 Uhr von architeutes
 
+1 | -0
 
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....die Chinesen verstehen es geschickt durch die Blume zu
drohen . Seht her ab heute sagen wir wo es langeht . Aber
das ist nicht böse gemeint von uns , wir sind die guten (solange wir eure Rohstoffe und Absatzmärkte kriegen )

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