Klimaschutz: Handel mit Verschmutzungszertifikaten in der Krise
Unternehmen müssen für jede ausgestoßene Tonne CO2 ein Emissionszertifikat vorweisen. Diese Verschmutzungszertifikate können von den Unternehmen an einer Börse gekauft werden oder es kann in eine Maßnahme investiert werden, die den Ausstoß des klimaschädlichen Gases verringert.
Der Preis für die Zertifikate ist im Keller. Nur noch sechs Euro muss derzeit für eine Tonne CO2 bezahlt werden - noch vor einem halben Jahr war der dreifache Preis zu zahlen. Damit eine Investition in den Klimaschutz sinnvoll ist, wäre ein Preis von knapp 30 Euro nötig. Die Gründe für die Krise sind vielfältig.
Zum einen wurden in früheren Jahren Zertifikate verschenkt, zum anderen wird durch die Wirtschaftskrise weniger produziert, folglich auch weniger CO2 ausgestoßen, so dass der Markt überflutet ist. Das Problem ist: die Einnahmen aus dem Emissionshandel sollten für den Klimaschutz ausgegeben werden.