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Studie: Faule Studenten schreiben bessere Noten

Mehr Lernen bringt nicht unbedingt bessere Ergebnisse in Klausuren. Zu dem Ergebnis kommt eine Studie von Rolf Schulmeister, einem Hochschulpädagogen aus Hamburg, der das Lernverhalten von Studenten und Studentinnen analysiert hat.

Diejenigen, die sich am wenigsten auf die Prüfungen vorbereiten würden, hätten dann am Ende das bessere Ergebnis. Sie würden Unwichtiges weglassen und sich nur auf den wirklich relevanten Lernstoff konzentrieren.

Dennoch hat geringer Lernaufwand einen Nachteil: Wer sich in kurzer Zeit Wissen in den Kopf stopft, vergisst die Sachen auch viel schneller wieder - die Halbwertszeit ist also geringer als bei regelmäßigem, längerem Pauken.


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WebReporter: rgh23
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Studie, Student, Note, Lernen, Klausur
Quelle: www.egofm.de

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20 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.01.2012 08:13 Uhr von Neroll
 
+35 | -11
 
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Wenn das so ist: Dann müsste ich ja bei den Prüfungen den allerbesten Notenschnitt erzielen: Ich studiere ja noch nicht mal...
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19.01.2012 08:34 Uhr von Strassenmeister
 
+18 | -6
 
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Leute wenn das jetzt weltweit bekannt wird,könnt ihr euch vorstellen was das heißt.Studenten liegen jetzt noch länger im Bett,kommen immer später zum einkaufen und erhalten Bafög für nichts.
(Achtung mit viel Ironie gewürzt)

Mich würde es ja interessieren wer die Untersuchung gesponsert hat. Ein Matratzengeschäft?
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19.01.2012 08:39 Uhr von 4ZN
 
+20 | -2
 
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Zeigt eigentlich nur dass falsch gelehrt und falsch geprüft wird. Vorlesungen und Prüfungen scheinen entsprechend nicht sonderlich aufeinander abgestimmt zu sein. Prüfungen konzentrieren sich hauptsächlich auf Abfragen von auswendiggelernten Inhalten und auf die Anwendung bestimmter "Kochrezepte". Verständnisfragen gibt es natürlich auch, aber die Spiele in jedem Fall eine untergeordnete Rolle.

Die Prüfungen unterscheiden sich eh (zumindest in NRW) drastisch von dem, was man in der Schule vorgesetzt bekommt. Statt "Aufsätze" mit eigenen Gedanken zu verfassen und bezug auf bestimmte Texte zu nehmen und die mit dem gelehrten Stoff zu verbinden, spuhlt man eben in Hochschul-Klausuren Themengebiet nach Themengebiet ab.

Sicherlich ist der Nachteil da, dass man mit dem kurzfristigen Lernen eher nur für die Prüfung lernt. Da aber die Prüfung oft 100% der Note ausmacht, kann man das Studenten nicht vorwerfen.

Für sinnvoller halte ich es da, mehr Wert auf eigenständiges Arbeiten ala Hausarbeiten legen, die mit dem gelehrten Stoff verknüpft sind und im Gegenzug weniger Auswendiglernklausuren anzubieten.
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19.01.2012 09:36 Uhr von Götterspötter
 
+15 | -1
 
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Banki24 :D: Du hast einfach die Ironie nicht verstanden

hmm ich tippe mal einfach drauf los ....... Du studierst - hab ich recht :D
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19.01.2012 09:50 Uhr von Götterspötter
 
+4 | -1
 
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@darkcrow Ironie soll auch nicht immer lustig sein - sondern etwas reflektieren .....

Ich hoffe du hast auch den Quellentext gelesen - da werden diese "guten Noten" nämlich wieder relativiert und aufgezeigt das jemand der "wirklich studiert" ein konstanteres Wissen hat.
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19.01.2012 10:11 Uhr von bip01
 
+4 | -0
 
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Klar, nicht nur im Studium. Im Abi selbst erlebt. Viele stürzen sich heute noch auf das Auswendiglernen, obwohl das eigentlich nichts bringt,
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19.01.2012 10:26 Uhr von Petaa
 
+4 | -0
 
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klassiches Lernverhalten: Mein normales Lernverhalten ist wie beschreiben auch Unwichtiges weglassen. Für jedes Fach plane ich 2 Tage intensive Vorbereitungen ein. Was in 2 Tagen nicht im Kopf bleibt hat dort auch nichts zu suchen.
Ziel des ersten Tages ist das Lernmaterial auf unter 20 Seiten zu bringen und radikal zu kürzen.
Ziel des zweiten Tages ist das gekürzte Material auf 5-10 Seiten zu kürzen. Dieser kompakte Rest wird dann bis zum Prüfungsstart rauf und runter gelesen.

Bei der Kürzung des Materials wird logischer Weise alles raus genommen, was ich zu 100% kann ABER auch alles was ich zu 90% kann. 90% reichen für eine hinreichend gute Note und meistens stellen die restlichen 10% einen viel zu großen Aufwand dar oder werden nicht abgefragt, da auch der Dozent sie für nebensächlich hält.

Das hat mich gut durchs Studium gebracht und ich musste nie eine Prüfung wiederholen.
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19.01.2012 10:29 Uhr von w0rkaholic
 
+6 | -0
 
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Auswendiglernerei is das letzte: Ging mir in die Schule schon immer auf den Keks. Wann immer der Lehrer irgendwas erklärt hat kam in regelmäßigen Abständen die Frage: "Kommt das in der Prüfung vor?"

Meine Güte, ging mir diese Frage auf den Sack! Solche Fragen sollten vom Lehrer notiert werden und ins Zeugnis einfließen!

Überhaupt ist auswendig lernen in meinen Augen die reine Folter, ich hab nie so gelernt und bin immer gut damit gefahren. Verknüpfung heißt das Stichwort, versuchen, das was man schon weiß mit Neuem zu verbinden, Sachverhalte herleiten etc. Oder Mnemotechniken, Loci-Methoden usw.

Das sind alles keine Wundermittel, halten Wissen aber langfristig vor und ist weit weniger stressig als stupides Wiederholen.

Kinder, die sich Hunderte Pokemon, Digimon etc. ohne Anstrengung (!) merken können sind ja nicht wirklich Ausnahmen, nur lernen sie diese Dinge eben spielerisch, bildhaft und mit Spaß an der Sache. Das ist in der Schule leider eher die Ausnahme.
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19.01.2012 10:44 Uhr von Dracultepes
 
+2 | -0
 
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Wenn Faktenwissen abgefragt wird, dann lerne ich doch nur die Fakten. Alles andere wäre Blöd.

Bei uns ist das allerdings etwas anders. In den meisten Fächern gibt es ne Ausarbeitung/Referat/Labor und oft neben den Klausuren auch ne Mündliche Prüfung bei der man das Testat kriegt um die Klausur zu schreiben.

Ich persönlich hab eh lieber Hausarbeiten etc. da kann man konstant zeigen was man kann und muss sich nicht darauf verlassen die Folie richtig gefiltert zu haben.
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19.01.2012 10:55 Uhr von t4nis
 
+1 | -0
 
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das Studienergebnis ist nicht unerwartet man braucht nur die von Ebbinghaus erforschte Lernkurve (http://de.wikipedia.org/...) und die Vergessenskurve (http://de.wikipedia.org/...) zu betrachten...
Notenerfolg ist also auch prüfungsmodalitätsabhängig. Bei Transferfragen oder enormen Stoffumfang reichen dann ein paar Tage lernen nicht mehr aus!

Also entweder ihr lernt für euch selbst doer für die Prüfungen, aber dann habter nix davon xD
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19.01.2012 12:20 Uhr von Götterspötter
 
+0 | -2
 
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@Darkcrow :): Ich glaube du interepretierst da gerade viel zu viel in die Aussage von Nerol hinein :)

Vieleicht sollten sich aber die Studenten einmal selbst fragen ob die letzte Verkürzung der Studienzeit - also auch das "mehr Auswendiglernen" dem Ansehen eines Studiums nicht eher abwertend ist. ?

Es gibt bestimmt ein paar "Wunderkinder" die Ihr Studium in 1/3 der Zeit schaffen und diese Wissen dann auch gewinnbringend anwenden können.

Die meisten werden aber eher Probleme bekommen - in den ersten Jahren Ihr "eher schlecht programmiertes Wissen" gegenüber eines "Azubis mit klassischer praktischer Ausbildung" zu rechtfertigen für sich selbst.

Ich will damit jetzt keinen "Streit" losbrechen - sondern nur mal für das digitale-Internet-Zeitalter - wo alle Informationen für jederman sofort zugänglich sind - hinterfragen - was ein "High-Speed-Studium" für einen Sinn macht.

Meine Beobachtung ist nämlich, dass nicht wenige Studenten heute - mit sehr wenig verwertbaren Know-How in den Betrieben aufschlagen und sich die ersten Jahre recht mühsam durch den Arbeitsalltag schleppen müssen.
Das "studieren" fängt dann oft erst an ......
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19.01.2012 12:48 Uhr von J4ck3D
 
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kommt drauf an: das kommt drauf an was man denn studiert. psychologie, medizin oder wirtschaftswissenschaften studenten müssen einen haufen kram auswendig lernen und da sind es dann die faulen die mit den schlechten noten rausgehen
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19.01.2012 13:51 Uhr von the_reaper
 
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ergebnis falsch interpretiert mal wieder ursache und wirkung vertauscht, wie so oft bei solchen studien: wenn die studenten, die später anfangen zu lernen, besser abschneiden, liegt das wohl eher daran, dass diese mehr drauf haben (z.b. schon aus der vorlesung mehr mitgenommen haben, sich allgemein den stoff schneller einprägen können) und es sich somit leisten können, bei der prüfungsvorbereitung faul zu sein. wohingegen jene studenten, die größere verständisprobleme und lernschwierigkeiten haben, früher mit dem lernen anfangen müssen um ihre defizite auszugleichen...
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19.01.2012 15:02 Uhr von Donkanallie
 
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Vielleicht ists auch einfach so das die intelligentesten Studenten am wenigsten lernen?
Kausalität und Korrelation sind zwei paar Schuhe...
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19.01.2012 15:27 Uhr von the_reaper
 
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@Donkanallie: genau das hab ich gemeint ;)
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19.01.2012 16:50 Uhr von Neroll
 
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@banki24: ähm - ja ne is klar. Nicht jeder flotter Spruch muss zwangsläufig einen Sinn ergeben. Humor besteht unter anderem in einer Form der unrealistischen Übertreibung.

Jedoch gibts immer Leute, die versuchen mit Sachverstand an genau diese Art Humor ranzugehen - und sie werden immer scheitern.
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19.01.2012 17:36 Uhr von VT87
 
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Ergebnisse wahrscheinlich unbrauchbar Man muss auch mal betrachten, wie viel Leistung jeder dieser Studenten ohne zu lernen erbringen kann...

Ich war einer dieser Studenten, die wenig "geübt" hat, aber trotzdem gute Noten hatte. Habe in jeder Vorlesung gut mitgearbeitet und musste dann halt Zuhause weniger tun, weil mein Gedächtnis recht gut funktioniert, bei Sachen, die ich mir aktiv erarbeitet habe.

Dann gibt es Leute, die in jeder Vorlesung nur körperlich anwesend sind... klar müssen die viel Zuhause tun, um gute Leistungen zu erzielen.

Dann gibt es welche denen fällt alles extrem leicht/schwer, die müssen auch wieder gesondert betrachtet werden...

Man kann ja nicht pauschal sagen: "Ihr braucht nicht mehr lernen, ohne zu lernen sind eure Noten sowieso besser"...

Totalle Schwachsinnsstudie meiner Meinung nach.
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19.01.2012 18:49 Uhr von ZiemlichBelanglos
 
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Ich glaub die verwechseln da was mit Schule...glücklicherweise wird nicht überall "gepaukt", bzw. auswendig gelernt. Mit Verlaub, aber auswendig lernen kann doch echt jeder.
Mit "studieren" können in dem Fall wohl nur die Nawis gemeint sein...Prüfungen schreiben *kicher*, ich würd´ auch gern mal wieder einfach dumpf lernen...
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20.01.2012 13:04 Uhr von Gorli
 
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Dann muss ich mich ja anstrengen mein Lernpensum weiter zu minimieren.
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21.01.2012 09:46 Uhr von Odysseus999
 
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Naja: ein Mensch mit einer überdurchschnittlich guten Auffassungsgabe wird eher dazu neigen, wenig zu tun,
denn wozu auch mehr tun?

Dass dieser in der weiteren Folge als Faul bezeichnet wird,
zeugt eher von der unterdurchschnittlichen Auffassungsgabe derer, die ihm dieses Prädikat anhängen wollen.

Es ist nicht faul, aber durchaus sehr intelligent, immer nur soviel zu tun, wie nötig^^

[ nachträglich editiert von Odysseus999 ]

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