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Kriegsverbrecher Faber (89) muss Haftstrafe in Deutschland absitzen (Update)

Das ehemalige SS-Mitglied Claas Karel Faber (89) muss demnächst doch ins Gefängnis. Faber konnte bislang eine Auslieferung in die Niederlande entgehen (ShortNews berichtete). Die Staatsanwaltschaft in Bayern will nun neue Wege gehen und Faber die Reststrafe in Deutschland absitzen lassen.

Faber wurde 1947 in den Niederlanden Zum Tode verurteilt, weil er im Zweiten Weltkrieg an mehreren Morden beteiligt war. Später wurde das Todesurteil in eine lebenslangen Haftstrafe umgewandelt. 1952 konnte er aus der Haftanstalt fliehen und landete durch den Verein "Stille Hilfe" in Deutschland.

Dank den so genannten "Führererlass", ist Faber automatisch Deutscher geworden, als er freiwillig der SS beitrat. Da Deutschland keine deutschen Staatsbürger ausliefert, blieb Faber bis heute auf freiem Fuß. In Ingolstadt liegt also nun seit einer Woche ein Haftantrag gegen ihn vor.


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WebReporter: Sijamboi
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Deutschland, Update, Haftstrafe, Kriegsverbrecher
Quelle: www.rnw.nl

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.01.2012 16:50 Uhr von Borgir
 
+7 | -6
 
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Stille Hilfe: für SS-Mörder? Was ist das denn für ein Verein?
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18.01.2012 17:04 Uhr von ZzaiH
 
+7 | -5
 
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oh er "darf" seine haft in deutschen: luxuszellen absitzen...bei seinem alter, wirds doch kaum unterschiede in der lebensqualität geben...

btw:
´stille hilfe´ ist ein verein von nazis (den nicht entdeckten und übernommenen) für nazis
ähnlich der rattenlinie des roten kreuzes/vatikan auf denen entkam wem anders nicht zu "helfen" war... barbie, eichmann, mengele usw.
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18.01.2012 19:19 Uhr von U.R.Wankers
 
+6 | -3
 
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auch Himmlers Tochter: arbeitete für die stille Hilfe. Sie vermittelt Rechtsbeistand für verurteilte Massenmörder und Kriegsverbrecher.

Dem 100-fachen Totschläger Anton Malloth („der schöne Toni“) wurde von 1988 bis 2000 in einer noblen Seniorenresidenz untergebracht, auf Kosten vom Sozialamt.

http://www.wienerzeitung.at/...
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19.01.2012 09:31 Uhr von Mike_Nielo
 
+1 | -4
 
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So ein: Schwachsinn ihn jetzt dafür im Knast sterben zu lassen. Viele in russischer Gefangenschaft geratene SS Verbrecher wurden gleich hingerichtet, so hätte man mit allen machen müssen und nicht nach über 60 Jahre jemand bestrafen ...
Die Nürnberger Prozesse waren doch flechendeckend auch fürn Arsch, das Spandauer Gefägniss hätte man sich sparen können, die haben alle bis zu ihrem Tot noch auf Staatskosten weitergelebt. Wer vorsätzlich einen anderen ermordet hat jedes Recht auf eigenes Leben verwirkt. Es wäre so einfach & kostensparend gewesen ...
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19.01.2012 12:51 Uhr von custodios.vigilantes
 
+2 | -1
 
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Faber meldete sich freiwillig: zur niederländischen Waffen SS.
Im wurden insgesamt 22 Morde nachgewiesen.
Er war Wärter im KZ Westerbork und hat dort mehrere Morde begangen. Bei einer Säuberungsaktion der "Sonderkomission Silbertanne" war er an der Ermordung von 54 mutmaßlichen niederländischen Widerstandskämpfer beteiligt.

Das Sonderkommando der SS hatte den unmittelbar auf Hitler zurückgehenden und als Geheime Reichssache eingestuften Auftrag, jeglichen Widerstand in den besetzten Niederlanden durch wahllose Erschießungen zu brechen. Kam es zu Anschlägen von Untergrundkämpfern gegen Deutsche oder Kollaborateure, setzte der Höhere SS- und Polizeiführer Hanns Albin Rauter mit dem Codewort „Silbertanne“ das SS-Kommando in Marsch. Danach wurden bestimmte Zivilisten erschossen. Eines der bekanntesten Opfer des Kommandos war der niederländische Schriftsteller A. M. de Jong.

Weihnachten 1952 floh er mit sechs anderen aus dem Gefängnis Breda und setzte sich mit Hilfe eines bundesdeutschen Polizisten und ehemaligen Kriegskameraden über die Grenze in die Bundesrepublik Deutschland ab. Dort lehnte man wiederholt die Auslieferung ab.
Im Zollamt Wyler wurden die flüchtigen Kriegsverbrecher mit Kaffee und Kuchen begrüßt. "Der Zollamtsleiter war ein Kriegskamerad", sagt Bikker 1997 dem Stern. Der Amtsrichter in Kleve verurteilt sie tags darauf wegen illegalen Grenzübertritts zu je zehn Mark Ordnungsstrafe. Ein Gerichtsdiener schenkt jedem zwanzig Mark – zehn für die Strafe, zehn für die Reise. "Beim Gericht, das waren alles Kameraden", sagt Bikker.

http://www.zeit.de/...

[ nachträglich editiert von custodios.vigilantes ]

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