Google und Facebook sollen in Indien Internetzensur üben, aber sträuben sich
Die indische Regierung fordert Facebook und Google dazu auf, "anstößige Inhalte" aus ihren Angeboten zu zensieren. Beide Unternehmen haben dagegen beim High Court Delhi Beschwerde eingelegt. Googles Argumentation fußt auf der Meinungs- und Informationsfreiheit. Sperren könnten zudem Legales erfassen.
Als "Mittlerinstanz" biete Google auch nicht selbst Inhalte an, sondern verweise lediglich auf solche und könne daher auch nicht zur Verantwortung gezogen werden. Facebook trug vor, sie könnten nicht die Inhalte einzelner Nutzer identifizieren.
Google, Facebook sowie 19 weitere Unternehmen wurden bereits im Dezember 2011 angewiesen, Mechanismen zur Blockade "obszöner Inhalte" zu entwickeln. Geklagt wurde von einem muslimischen Geistlichen, der sich an Bilder stört, die seiner Meinung nach Gläubige beleidigen.