Marssonde Phobos-Grunt: Russland rätselt über Verbleib der Trümmerteile
Auch nach dem Eintritt in die Erdatmosphäre und dem Verglühen der 13,5 Tonnen schweren Marssonde Phobos-Grunt über dem Pazifischen Ozean, herrscht bei der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos und dem Verteidigungsministerium in Moskau immer noch Unklarheit über den tatsächlichen verbleib der Marssonde.
Dass die Raumsonde Phobos-Grunt am Sonntag über dem Pazifik, circa 1.250 Kilometer westlich der chilenischen Insel Wellington, runterging, sei bekannt. Anatoli Schilow, Vizechef der Raumfahrtbehörde, sagte: "Keiner hat die Zerstörung der Sonde beobachtet und deshalb gebe es keine visuelle Bestätigung."
Sogar US-Militärs können nur den Absturz bestätigen, aber nicht den genauen Ort. Die Russen brauchen aber die restlichen Teile der Marssonde, sofern vorhanden, um sie zu untersuchen. Deshalb will man herauszufinden, wo der Fehler lag und wer dafür als Sündenbock herhalten muss.