Debatte: Ist Internetzugang ein Menschenrecht?
Nachdem sich schon der UN-Menschenrechtsrat mit der Frage beschäftigte, ob Internetzugang in der heutigen Zeit als Menschenrecht anzusehen ist, leistete der Internetpionier Vint Cerf nun einen Debattenbeitrag, in dem er die Frage des Menschenrechts mit einem "Nein" beantwortet.
Cerf argumentiert, dass das Internet lediglich als Mittel zum Zweck diene und daher keinesfalls in sich selbst einen unveräußerlichen Anspruch darstellen könne. Tim Berners-Lee, ebenfalls ein Internetpionier, hält dagegen. Auch Scott Edwards von Amnesty International bestätigte ein Menschenrecht.
Laut Edwards sei das Recht auf Internetzugang "gerade in Entwicklungsländern, untrennbar mit dem Recht auf freie Meinungsäußerung und dem Recht auf freien Informationszugang verbunden". Besonders vor dem Hintergrund des "arabischen Frühlings" müsse die Bedeutung des Internetzugangs bewertet werden.