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Deutsche Solaranlagen-Hersteller fordern Strafzölle auf chinesische Billig-Importe

Angesichts des starken Preisverfalls auf Solaranlagen durch den aggressiven Preiskampf chinesischer Hersteller fordert der Vorsitzende des Forschungsverbunds Solarvalley Mitteldeutschland, Hubert Aulich, Strafzölle auf chinesische Billig-Importe.

"Es gibt eine deutliche Verzerrung des Wettbewerbs", sagte Aulich in der "Osterländer Volkszeitung" vom heutigen Montag. Weil sich China offenbar den Markt für Solarzellen und Solaranlagen langfristig sichern will, baut das Land seine Kapazitäten extrem aggressiv aus.

Die deutsch Solar-Industrie stöhnt schon seit geraumer Zeit unter dem harten Wettbewerb mit der ausländischen Billig-Konkurrenz. Erst letzte Woche hatte der Mainzer Schott-Konzern angekündigt, sich aufgrund der Unwirtschaftlichkeit aus der Herstellung von Solar-Silizium zurückzuziehen.


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WebReporter: Kamimaze
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: China, Deutsche, Hersteller, Solarenergie, Strafzoll
Quelle: www.forexpros.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.01.2012 11:31 Uhr von Kamimaze
 
+6 | -5
 
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Es kann nicht angehen, dass China ständig die Industrien anderer Länder kaputt macht. indem es den Weltmarkt mit Billig-Produkten überschwemmt, deren Herstellung mit geklautem Know-How erfolgt. Protektionismus ist hier wohl wirklich das einige Mittel!
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16.01.2012 11:48 Uhr von Götterspötter
 
+9 | -1
 
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@Kamimaze Die Schuld bei den Chinesen zu suchen ist falsch !

Unsere Manager und Ingenieure beliefern sie doch frei-haus mit unserem Know-How, für den steigenden Umsatz !
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16.01.2012 11:57 Uhr von Kamimaze
 
+6 | -1
 
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@Götterspötter: Ja, aber nicht nur, viel ist auch geklaut.

Es besonders drastisches Beispiel scheint der SIEMENS-Konzern zu sein: erst verramschen sie die Mobilfunk-Sparte und dann auch noch die Speicherchip-Produktion (Qimonda). Und die deutsch Politik sieht tatenlos zu...
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16.01.2012 12:22 Uhr von fuDDel@
 
+5 | -1
 
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Das Problem: ist doch ganz woanders begründet. Die Subventionierung für Solaranlagen hat den Markt von vornherein kaputt gemacht. Dadurch sind die ganzen Gierlappen in den Markt gerannt und haben überall ordentlich kassiert. Bei uns ist nie ein richtiger Markt entstanden. Die Hälfte steht nun eh vor der Insolvenz und das liegt nicht an den Chinesen.

Hier wird nur wieder versucht einen Schuldigen zu finden um von den eigens verursachten Problemen abzulenken.
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16.01.2012 13:01 Uhr von Really.Me
 
+2 | -1
 
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Aha ich stelle mal die Frage:

Wer kauft das billig Zeug aus China?

Genau die gleichen Leute die ständig jammern das es zu wenig Arbeitsplätze in De gibt.
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16.01.2012 13:13 Uhr von dagi
 
+0 | -2
 
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bitte: keine strafzölle, die paar 100000 arbeitslose kann deutschland locker verkraften, im notfall gibt es einen rettungsschirm für den rettungsschirm, aber nicht unsere freund mit strafzöllen verärgern, das tut man nicht !!! wir müssen doch an unsere vergangenheit denken !!!!
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16.01.2012 13:42 Uhr von Petaa
 
+0 | -0
 
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anderer Ansatz: Man sollte generell extrem hohe Strafzölle auf Produkte die außerhalb der EU gefertigt wurden einführen, die NICHT nach mindestens genauso umweltfreundlichen Gesichtspunkten gefertigt wurden UND die Arbeitsbedingungen für die Angestellten nicht ein gewisses Mindestniveau haben.

Damit wäre China aber auch andere Billigländer bei 90% aller Produkte sofort weg vom Fenster.
Aber auch iPhone und co. könnten hier nicht mehr verkauft werden, denn die Fertigung von Foxconn wollt ihr euch lieber nicht anschauen....
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16.01.2012 13:59 Uhr von swac
 
+1 | -0
 
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Strafzölle nein: eher sollte man gerade bei dieser Sparte darüber nachdenken keinerlei Fördermittel zu zahlen und auch keine Vergütung für die Einspeisung solange es keine einheimischen Produkte sind, die verwendet wurden.So wird China nur im doppelten Sinne subventioniert.
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16.01.2012 15:33 Uhr von no_trespassing
 
+2 | -0
 
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Merkel hat mal einen wahren Satz zitiert: Ich glaub, es war vom BP Köhler:

"Wir können nur so viel teurer sein, wie wir besser sind!"

Wenn sich die Solarmodule leistungsmäßig nicht groß unterscheiden und die eine Anlage kostet 25.000 EUR und die andere 12.000 EUR, dann kann man den Hausbesitzern das schlecht vorwerfen.

Solaranlagen befürworte ich grundsätzlich, aber die Leistung ist einfach noch zu schwach.

Wenn ich eine mehrere tausend Euro teure Solaranlage habe, dann will ich damit energiemäßig quasi autark sein.
Das schließt aber auch ein, keine Kosten mehr für Heizöl oder Gastherme zu bezahlen.

Das erfordert eine Elektroheizung (Schwedenheizung), die aber energiemäßig gesehen Wahnsinn ist.

Ein EFH verbraucht mit Ölheizung immer noch ca. 4000 kwh Strom im Jahr.
Eine Elektroheizung (4-Personen-Haus) verbraucht ca. 20.000-25.000 kwh im Jahr.

Sprich: Ein energiemäßig fast völlig autarkes EFH benötigt eine Solaranlage, die ca. 30.000 kwh Strom erzeugt.

Das kann eine moderne Solaranlage aber bis heute längst nicht leisten. Auf einem Durchschnittsdach (ca. 20 m²) können 5-7 kwp (Kilowattpeak) installiert werden.
Die erzeugen 4000 bis max.5000 khw Strom im Jahr.

Das wäre also nur der normale Stromverbrauch, ohne Elektroheizung.

Es gibt keine umweltfreundlichere Heizung als eine durch Solar betriebene Elektroheizung.
Aber die ist beim derzeitigen Leistungsstand einfach nicht drin. Höchstens wenn man das Haus komplett neu als Passiv- oder Nullenergiehaus baut.

Die Leistung der Solaranlagen müsste also vervier- oder verfünffacht werden. Das zu stemmen, ist die Leistung des 21. Jahrhunderts und die deutsche Solarhersteller den Chinesen voraus haben müssen.

Es gibt schon längst Forschungsansätze. Zum Beispiel könnte man bestimmte Flüssigsalze oder auch normale Salze verwenden, die als Energiespeicher dienen. Salz ist ein guter Energiespeicher. Man könnte beispielsweise das aus Meerwasserentsalzung gewonnene Meersalz nehmen und daraus Energiespeicher bauen.

Bis heute wird das Salz aus dem Meer ja wieder meistens ins Meer zurückgekippt, anstatt es zu verwenden und zu neutralisieren. Eine Sisyphusarbeit.

Ich würde mich zum derzeitigen Punkt wohl auch für eine chinesische Anlage entscheiden, wenn die deutsche keine nennenswerten Vorteile bietet. Erhöht die Leistung drastisch, sucht nach unkonventionellen Lösungen und treibt die Forschung voran. Wer das Patent am Schluss hat, ist der Gewinner, nicht derjenige, der nach Schutzzöllen schreit.
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16.01.2012 16:25 Uhr von Petaa
 
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@no_trespassing: Eine so hohe Effiizenz wirst Du mit einer Solaranlage in den nächsten 50-100 Jahren niemals erreichen.
Dein Ansatz ist aber nicht schlecht aber finanziell ungünstig. Da er verkaufte Strom recht teuer verkauft wird, würde ich diesen auch verkaufen und lieber billigeren Strom einkaufen. Bei Bedarf kann man dann immernoch auf Eigenversorgung umschalten. Um die Heizung nur mit einer Solaranlage zu betreiben, würde ich zusätzlich noch eine kleine Solarthermische Anlage also auch eine Erdwärmeheizung über Wärmetauscher verbauen. Damit könnte es eventuell knapp funktionieren.
Das macht einen Hausbau aber locker doppelt so teuer und würde sich wahrscheinlich nicht mal auf 40 Jahre gerechnet rentieren.

Wir prüfen mit zusammen 4 Haushalten gerade ob sich ein BHKW lohnt...

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