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Troisdorf: 31-Jährige stürzt in einer Kletterhalle 14 Meter in die Tiefe

In der in Troisdorf gelegenen Kletterhalle "Arena Vertikal" ist am Sonntag gegen 17:45 Uhr ein tragischer Unfall passiert.

Eine aus Rheinland-Pfalz stammende 31 Jahre alte Frau verlor in 14 Metern Höhe den Halt und stürzte in die Tiefe. Die Sicherungsleine konnte den Sturz auf den Hallenboden nicht verhindern.

Ein Mitarbeiter der Kletterhalle sagte: "Es war ein Sicherungsfehler. Die Frau hatte das Seil nicht richtig verknotet. Auch wurde der Partnercheck nicht durchgeführt." Die Frau wurde mit schweren Verletzungen in die Uniklinik Bonn eingeliefert.


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WebReporter: leerpe
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Fall, Meter, Fehler, Halle, Tiefe, Troisdorf, Klettern
Quelle: www.bild.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.01.2012 08:02 Uhr von Shuya
 
+15 | -2
 
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Da ich selbst regelmäßig klettern gehe, bestürzt mich sowas umso mehr.
Man kann den oft vernachlässigten Partnercheck vor jedem Klettern nicht oft genug anmahnen - er könnte vieles verhindern. Oft wird er jedoch aus Bequemlichkeit einfach weg gelassen.

Auch sehe ich in den Hallen oft Anfänger, die ohne jegliche Kurse losklettern und dabei zum Teil gravierende Sicherungsfehler machen.
Hier kann ich jedem nur Anraten, in den Hallen zuerst mindestens den Grundkurs zu besuchen. Die Ortssektionen des Alpenvereins sind ebenfalls ein guter Ansprechpartner.

Ich finde, hier sollte man die Hallenbetreiber verstärlt in die Pflicht nehmen, auf Dinge wie Partnercheck und ähnliches zu achten. Auch eine Pflichtteilnahme an mindestens nem Grundkurs (man kann sich ja nen Schein ausstellen lassen) als Vorraussetzung könnte helfen.
Auch alle andern Kletterer sollten nicht blinden Auges in der Halle "ihr Ding" machen, sondern auch mal rechts und links schauen, ob auch bei den Nachbarn alles in Ordnung ist.
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16.01.2012 08:24 Uhr von dziebel
 
+8 | -6
 
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sicherungsfehler? jetz weis man natürlich nich ob die frau "profi" war, oder nur anfänger.
sollte sie profi gewesen sein, so nach dem motto: "nee, lasst ma, mach ich alleine.", dann hat sie wirklich pech gehabt.

sollte sie jedoch anfänger gewesen sein, dann hätte die sicherung ja von den dort angestellten geprüft werden müssen... und dann kann man nicht mehr sagen: "Die Frau hatte das Seil nicht richtig verknotet."
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16.01.2012 08:39 Uhr von Shuya
 
+12 | -0
 
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Das Problem ist, dass auch erfahrene Kletterer manchmal schlichtweg schusselig sind oder Flüchtigkeitsfehler machen. Dies wirkt sich dann natürlich umso heftiger aus, je potentiell gefährlicher eine Sportart ist. Deswegen ist ja der Partnercheck wichtig.

Hier bei einem Menschen mit schweren Verletzungen von "Pech gehabt" zu reden ist einfach nur überheblich und zynisch.
Ich bin mir nicht sicher, ob du jemals eine Kletterhalle betreten hast. Dort ist es schlichtweg nicht möglich, seitens des Betreibers immer alle im Blick zu haben. Hier gilt es, eigenverantwortlich zu handeln. Dem Menschen ist das Denken erlaubt.

[ nachträglich editiert von Shuya ]
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16.01.2012 09:47 Uhr von Shuya
 
+5 | -0
 
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Randnotiz für nicht-Kletterer:

Partnercheck=
1) Gurte prüfen: richtig angelegt, nicht locker?
2) Einbindepunkt prüfen: Richtig eingebunden? Knoten richtig? Seilenden lang genug?
3) Sicherungsgerät prüfen: Seil richtig eingelegt? Funktioniert/Blockiert es?
4) Seil lang genug? Knoten in Seilende, um zu verhindern, dass beim Ablassen das Seil durchs Sicherungsgerät rutscht und der Kletterer abstürzt?

Das hat nix mit Fatzebuck zu tun.
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16.01.2012 09:54 Uhr von koelnerjunge
 
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Komische kletterhalle war übrigens die selbe wie hier

http://www.shortnews.de/...
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16.01.2012 10:15 Uhr von omar
 
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Kurze Frage eines Laien Wenn es sich um eine Anfängerin handelt, wie kam die dann 14 Meter hoch?
Ist die an der Anfängerwand hoch (also mit einfachen Griffen, fast wie ne Leiter), oder war sie doch erfahrener und hat einen Fehler bei der Sicherung gemacht?
Ich finde das fehlt in der News...
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16.01.2012 10:36 Uhr von Shuya
 
+4 | -0
 
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@omar: Die Wand ist 14m hoch.

Es gibt überall Anfängerrouten in den Hallen, die sind relativ leicht zu klettern, da die Griffe und Tritte groß sind und gut gehalten werden können.
IdR wird dabei Toperope geklettert, das heisst es ist ein Seil bereits eingehangen an einem Umlenkkarabiner oben am Ende der Route. In das eine Ende bindet sich der Kletterer ein, das andere Ende wird vom Sicherungspartner gesichert.
Nun kletterst du die Route hoch, während dein Partner das Seil immer wieder einzieht, sodass es stehts straff von deinem Gurt hoch zum Umlenker und wieder runter zum Partner geht. Wenn du während der Route nicht abrutscht, wird das Seil und damit der Knoten nie belastet

Wenn du oben angekommen bist, setzt du dich ins straff gespannte Seil und dein Partner lässt dich langsam ab. Für den Fall dass du nicht vorher gestürzt bist ist das der erste Moment wo der Knoten belastet wird - in 14m Höhe.

Das ist dann umso verheerender.

Link: http://de.wikipedia.org/...

[ nachträglich editiert von Shuya ]
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16.01.2012 10:55 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
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Things happenes auf 500.000 oder 1.000.000 Top-Rope-Klettereien in einer Kletterhalle oder "draußen" wird es immer wieder Fehler geben. Sind wir ehrlich: Kein Fehler wird bewusst gemacht und spätestens nach dem 5. Mal siegt die Routine über die Vorsätze. Es gibt Leute, die ihren Partnern blind vertrauen, deren Risiko liegt halt noch einmal etwas höher.

Passiert übrigens auch alten Hasen - habe vor Jahren einen Kumpel verloren, weil dieser einen einfachen Fehler an einem Standplatz gemacht haben soll - beim Schuhwechsel. Jemand, der im 8. und 9. Schwierigkeitsgrad zuhause war.

@Shuya
Knoten am Seilende? Die Variante ist von Seiten der Hallenbetreiber vermutlich sinnvoll, richtet sich aber sicher nur an solche Hallenkletterer, die ein Sicherungsgerät verwenden/verwenden müssen (wie Du auch andeuetest).

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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16.01.2012 10:55 Uhr von omar
 
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@Shuja: Danke für die Info.
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16.01.2012 11:06 Uhr von Shuya
 
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Das mit den Knoten im Seilende ist insofern sinnvoll, wenn man beispielsweise ein eigenes (evtl sogar gekürztes) Seil mitbringt und nicht weiss, ob das Seil beim Ablassen reicht. Mag in vielen Hallen nicht unbedingt notwenig sein, da dort die Seile fest an den Routen verbleiben und man beim Toprope dann schon beim einbinden merkt, ob das Seil lang genug ist (sonst würden ja nicht beide Enden zum Boden reichen).
Wenn man "draußen" als Vorsteiger ne neue Toproperroute einrichtet aber auf jeden Fall sinnvoll. Genauso wie die Knotenenden beim Abseilen. Sollte man nicht nur bei unbekannten Routen machen, jedes Jahr fallen Leute tief, weil die Seilenden nicht gleich lang eingehängt werden.
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16.01.2012 11:39 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
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@Shyua also die Schwierigkeiten kannten wir früher nicht. Einen Knoten im Seil, den gab es allenfalls beim Abseilen im Elbsandstein, den Dolomiten, im Verdon oder im Yosemite.

Aber interessant, was Menschen so Probleme bereitet.

Vielleicht ist ist das in Pisa-Zeiten ja nicht mehr selbstverständlich ;-)
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16.01.2012 11:55 Uhr von Shuya
 
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Das mit den Problemen darfst du jetzt dem DAV in die Schuhe schieben. Der Knoten in den Seilenden ist mitlerweile Lehrmeinung. Schau mal beim Alpenverein unter dem Stichwort Partnercheck.

Weiss nicht so recht, ob ich deinen Post ernst nehmen soll. Für mich ist jede Methode, die mögliche Fehler von vorneherein reduziert, ein Gewinn. Dazu zählt auch der Knoten im Seilende. Habe jetzt keine Unfallstatistiken parat, aber ich denke schon, dass er nicht nur beim Abseilen sinnvoll ist.

Wie bereits gesagt, bei Vorstiegsrouten in der Halle mit anschließendem Ablassen zB. ist das ein Muss, da sonst keiner weiss, wie lang das Seil reicht.


Auf
http://db-sandsteinklettern.gipfelbuch.de/...
liest man immer wieder von Abseil/Ablassfehlern und dadurch Unfällen.

Ist aber wohl ähnlich wie die Kurzprusik beim Abseilen. Viele andere Kletterer schütteln auch nur ungläubig den Kopf, wenn ich sie einrichte.
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17.01.2012 05:54 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
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@Shuya: Vorneweg: Kannst meine Worte ruhig ernst nehmen.

Daher wirst Du sicher verstehen, dass mir das Thema Topropen in einer Halle und das Thema Hallenklettern insgesamt etwas zu müßig (und banal) erscheint, um darüber seitenweise zu diskutieren. Denke mal, dazu waren wir zu lange in der frischen Luft.

(Nebenbei: Niemand hat hier einen Knoten in die Seilenden bem Abseilen in freier Natur Abrede gestellt, das Thema Prusiken oder Jümarn wurde von mir gar nicht angeschnitten - offenbar hast Du das etwas missverstanden).

Es ging lediglich mal kurz um Deinen Hallen-Knoten vor den von Euch offenbar verwendeten Sicherungsgeräten - den ich Dir unter versicherungsrechtlichem Aspekt auch gar nicht in Abrede stelle. Das dieser in einer Seilschaft und im "echtem Kletterleben" nicht nur überflüssig ist, muss ich an dieser Stelle nun aber nicht ernsthaft erkären, oder? ,-)

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]

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