Spanische Arbeitslosigkeit steigt auf astronomische 23,3 Prozent
Die spanische Arbeitslosenquote stieg im vierten Quartal 2011 offenbar so stark wie seit der Lehmann-Krise nicht mehr. Offiziell soll die Statistik erst am 27. Januar bekannt gegeben werden, doch bereits am Samstag sprach der neue Premierminister Mariano Rajoy von "astronomischen 5,4 Millionen" Menschen ohne Job.
Gegenüber dem dritten Quartal 2011, als Madrid 4,978 Millionen Arbeitslose registrierte, würde dies einen Zuwachs von 400.000 Arbeitslosen und somit einen Anstieg von 21,5 Prozent auf 23,2 Prozent bedeuten. Schon 21,5 Prozent bedeuteten ein 15-Jahreshoch und Rekord in der industrialisierten Welt.
Experten erwarten eine Rezession für das erste Viertel 2012. Angesichts der jüngsten Absenkung der spanischen Kreditwürdigkeit durch Standard & Poor´s um zwei Stufen, warnte Rajoy vor weiteren Verschleppungen wachstumsfördernder Maßnahmen am Arbeitsmarkt.