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Komplexitätsforscher: Fehlende Regeln lösen keine Anarchie aus

Anhand eines Online-Spiels haben Komplexitätsforscher aus Österreich nachgewiesen, dass trotz fehlender Regeln Menschen nicht automatisch in Anarchie verfallen. Die Interaktionen von 400.000 Teilnehmern im Online-Game "Pardus", bei dem es keine Regeln gibt, wurden dazu ausgewertet.

Bei "Pardus" kann man kommunizieren, sich anfreunden oder Freundschaften beenden, Handel treiben, sich ausruhen oder bewegen. Man kann sich aber auch verfeinden, angreifen und bestrafen. Dabei sei es keineswegs zu Anarchie gekommen.

Die Teilnehmer bei "Pardus" verhalten sich wie eine soziale Gruppe mit einem Hang zu "gutem Willen". In Fällen, bei denen es zu Aggression gekommen ist, gab es allerdings eine zehnmal so hohe Tendenz zu Gegenaggression.


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WebReporter: Teffteff
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Mensch, Game, Gruppe, Regel, Anarchie
Quelle: science.orf.at

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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13.01.2012 15:08 Uhr von Jesus_From_Hell
 
+20 | -2
 
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Genau das ist doch (funktionierende) Anarchie: Nur weil Anarchie und Chaos meist gleichgesetzt werden, ist das noch lange nicht dasselbe.
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13.01.2012 15:35 Uhr von Boon
 
+11 | -13
 
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komisch: dass "funktionierende" anarchie, immer von linksextremen schlägern/molotovwerfern/verbrechern gewollt wird und nicht von friedlebenden, arbeitenden menschen.

Ob sich diese Anarchos in einer gesellschaft zurecht finden würden wo es plötzlich keine regeln gibt?.

Ich glaube es kaum, denn dann würden diese typischen hartz 4 empfänger o.ä. plötzlich etwas leisten müssen, um ihren platz in der gesellschaft zu rechtfertigen.

Da sie dies aber nichtmal schaffen wenn ihnen der staat geld in den A ... schiebt, liegt es wohl auf der hand was passiert.

Anarchie mag in einem kleinen kreis funktionieren, aber nicht global und in millionenstädten. Wer das nicht versteht, dem ist nicht zu helfen.
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13.01.2012 15:35 Uhr von sicness66
 
+11 | -5
 
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Naja: Aber spielt es nicht auch eine Rolle, dass die Teilnehmer einfach Erfahrungen aus einer funktionierenden Gesellschaft mit in dieses Spiel nehmen und so sich selbst den bekannten Regeln indirekt unterwerfen ?

Edit: @Boon: Wenn du nichts gescheites zum Thema beitragen kannst, als hetzerische Plattitüden, dann halte dich doch raus. Anarchie wird logischerweise nur von links gefordert, weil sie eine herrschaftslose Gesellschaft anstrebt.

[ nachträglich editiert von sicness66 ]
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13.01.2012 16:12 Uhr von K.T.M.
 
+8 | -0
 
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"Die Teilnehmer bei "Paradox" verhalten sich wie eine soziale Gruppe mit einem Hang zu "gutem Willen"."

Dieses Verhalten ist Anarchie. In einer Anarchie gibt es durchaus soziale Normen und Regeln. Anarchie zeichnet sich aus durch die Abwesenheit von Herrschaft. Allerdings sind freiwillig angenommene Autoritäten (Mentoren, Trainer, Berater, etc.) durchaus mit Anarchie vereinbar.

Der Zustand ohne sozialer Normen, Regeln und Ordnung nennt man immer noch Anomie und nicht Anarchie!

Erschreckend das ein Komplexitätsforscher den Unterschied nicht kennt.

Edit: Ok, der Leiter der Gruppe hat seinen Doktor in theoretischer Physik und Wirtschaftwissenschaften gemacht, da ist es nicht verwunderlich, dass man den Unterschied von Anomie und Anarchie nicht kennt.

[ nachträglich editiert von K.T.M. ]
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13.01.2012 16:43 Uhr von Kappii
 
+3 | -0
 
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Das Spiel: heisst Pardus und nicht Paradox. *erbsenzähl*


Nachtrag: Danke ans SN-Team für die Korrektur

[ nachträglich editiert von Kappii ]
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13.01.2012 19:31 Uhr von GLOTIS2006
 
+6 | -2
 
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ehm: Das Verhalten verändert sich spätestens, wenn der Hunger kommt und die physisch oder/und mental stärkeren immer satt sind, während andere verhungern. So etwas wie Anarchie kann man wohl kaum auf diese Art und Weise simulieren. Was Anarchie bedeutet kann aber sehr wohl live mit verfolgt werden...in Somalia...da gibt es faktisch keine funktionierende Regierung und keinen Sicherheitsaparat. Wieder einer überflüssige absolut lächerliche Studie.
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13.01.2012 20:05 Uhr von blz
 
+4 | -1
 
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Kein: Computerspiel, das derzeit verfügbar ist, bietet uneingeschränkte Möglichkeiten und kann so niemals die Realität abbilden.
@GLOTIS2006, ich stimme dir zu, die Bedingungen in Teile Afrikas zeigen sehr anschaulich, wohin "Anarchie" führt.
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14.01.2012 01:27 Uhr von Akaste
 
+2 | -0
 
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ich sag nur eins: Schimpansen, die haben keine Staatsmacht,
und trotzdem ist meist nur einer der Bestimmer.

Diese Theroie, die viele Anarchie nennen ist nur eins Theorie, ebenso wie der Kommunismus nur eine Theorie ist die an der Menschlichen Natur scheitert.

Es war immer so und wird sich auch nicht ändern, Soziale Wirbeltiere haben Anführer und Gefolgschaften.

Könnt ja Ameise werden, da bestimmt keiner, die einen bewachen, haben nichts zu melden, die andern schuften, haben nichts zu melden, die letzten korpulieren und legen Eier und auch die haben nichts zu melden.

Da funktioniert es, aber wer will schon zu den Gliederfüßern gehören? Solche Tiere existieren doch nur, derlei Instinkt-Bieser sind bei aller Tierliebe die man aufbringen kann doch nur wirklich nicht mehr als eine Recource für andere.

Wirft kein gutes Licht auf die herrschaftslose Gesellschaft, findet ihr nicht? Dennoch, schaden würde eine Aufteilung der Macht sicher nicht, denke wir kriegen das gerade so noch hin.
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14.01.2012 07:13 Uhr von Antibus
 
+0 | -1
 
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Hmm, warum halten sich dann gerade Kriminelle nicht an staatlich Regeln? Schon schön das es so schlaue Forscher gibt!

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