Komplexitätsforscher: Fehlende Regeln lösen keine Anarchie aus
Anhand eines Online-Spiels haben Komplexitätsforscher aus Österreich nachgewiesen, dass trotz fehlender Regeln Menschen nicht automatisch in Anarchie verfallen. Die Interaktionen von 400.000 Teilnehmern im Online-Game "Pardus", bei dem es keine Regeln gibt, wurden dazu ausgewertet.
Bei "Pardus" kann man kommunizieren, sich anfreunden oder Freundschaften beenden, Handel treiben, sich ausruhen oder bewegen. Man kann sich aber auch verfeinden, angreifen und bestrafen. Dabei sei es keineswegs zu Anarchie gekommen.
Die Teilnehmer bei "Pardus" verhalten sich wie eine soziale Gruppe mit einem Hang zu "gutem Willen". In Fällen, bei denen es zu Aggression gekommen ist, gab es allerdings eine zehnmal so hohe Tendenz zu Gegenaggression.