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Transatlantik: Zwischenlandungen Dutzender Flugzeuge aus Kerosinmangel

In den vergangenen zwei Monaten mussten Transatlantikreisende aus Europa in die USA vermehrt ungeplante Tankstops über sich ergehen lassen. Allein die Fluglinie "United-Continental" wurde im Dezember auf Flügen in Richtung US-Ostküste 43 Mal zur unvorhergesehenen Landung gezwungen.

Grund sind die stärksten Windströme seit zehn Jahren, welche die Flugzeuge ausbremsen. Mit 110km/h verhält sich der sogenannte "Jetstream" ungewöhnlich hoch, üblich sind zu dieser Jahreszeit Windstärken um die 50km/h. Die Maschinen des Typs Boeing 757 bieten nicht die notwendigen Tankkapazitäten.

Viele der Flüge wurden nach Neufundland oder Boston umgeleitet, um neues Kerosin zu tanken. Durch die Notlandungen ergeben sich Verspätungen von bis zu 45 Minuten, exklusive der Verspätungen, welche durch den Gegenwind an sich hinzukommen. Gefahr für die Passagiere bestand aber zu keinem Zeitpunkt.


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WebReporter: studyitsecurity
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Notlandung, Verspätung, Tank, Transatlantikflug, Windstrom
Quelle: www.spiegel.de

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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13.01.2012 07:33 Uhr von Darknostra
 
+26 | -0
 
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Notlandungen?? Wie kommst du von "unplanmäßige Zwischenlandungen" auf Notlandung? Auch in der Quelle wird nicht einmal Notlandung erwähnt!
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13.01.2012 07:46 Uhr von BGrassl
 
+13 | -0
 
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Ich stimme ´Darknostra´ zu die Bezeichnung ´Notlandung´ ist hier in diesem Zusammenhang absoluter Blödsinn! Das kann heutzutage jeder mit einigen wenigen Klicks im Netz selber recherchieren und es ist daher lächerlich das so ein Stuss hier als News so falsch wiedergegeben wird! Was soll das denn?!

[ nachträglich editiert von BGrassl ]
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13.01.2012 07:48 Uhr von Sarah0117
 
+9 | -1
 
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Es ist keine Notlandung gewehsen, sondern es waren Tankstopps die bei weiten Stecken durchaus vorkommen können, wenn der Verbrauch höher ist als normal wie hier beschrieben.

45 Minuten Verspätung + Gegenwind ist verdammt viel, wenn man nun einen Anschlußflieger kriegen muss, hat man hier wirklich die Arschkarte.
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13.01.2012 08:06 Uhr von Perisecor
 
+1 | -6
 
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Wer mit 752 über den Atlantik fliegt, hat´s auch einfach nicht anders verdient.

@ Sarah0117

Eigentlich ist das, für Strecken von Europa zur Westküste, garnicht mal so viel. Und Anschlussflüge braucht man so knapp ja nun auch nicht zu legen.
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13.01.2012 08:16 Uhr von BGrassl
 
+8 | -0
 
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@Perisecor: Die 752 hat ne ETOPS-Zulassung der FAA. Also wo ist das Problem?
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13.01.2012 08:40 Uhr von Nasa01
 
+2 | -1
 
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55 km/h ist im Leben kein Jetstream. Ich denke, dass es schon in der Quelle falsch steht, also hier kein Vorwurf an den Autor.
Meiner Meinung nach handelt es sich nicht um km/h, sondern um m/s. Also Meter pro Sekunde.
Dann würde dies auch Sinn machen.
Ob ein Flugzeug nun Gegenwind hat mit 150 km/h ist irrevant.
Bei 150 m/s sieht´s da schon wieder anders aus. Das wären praktisch 540 km/h Gegenwind. Das macht sich allerdings schon bemerkbar.

[ nachträglich editiert von Nasa01 ]
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13.01.2012 08:50 Uhr von Perisecor
 
+1 | -3
 
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@ BGrassl: "Also wo ist das Problem?"

Wide-body vs. Narro-wbody?

Die Platzverhältnisse sind übel, selbst in der Business und First Class und als taufrisch kann man die Einrichtung auch nicht mehr bezeichnen.
Schlimmer sind da nurnoch die alten Lufthansa 744 ohne in-flight-entertainment, aber wenigstens passt dort überall der Service und der Platz.

Ich möchte jetzt hier auch nicht irgendwelche Urlauber angreifen, die möglichst günstig und ohne Ahnung von A nach B wollen, aber wer beruflich fast wöchentlich Europa<->Westküste fliegen muss und einmal auf 752 gebucht war, der will eigentlich doch lieber in einer Rettungsinsel ´rüber paddeln.

Von den negativen Begleiterscheinungen (-> Zwischenlandungen, auch wenn der Wind nicht ganz so übel ist z.B.) wird ja u.a. hier in der News berichtet.

Einen Vorteil für die 752 gibt´s auch nicht. Die wird halt eingesetzt, weil man das Muster sowieso im US domestic Betrieb hat/hatte.

Da hilft die reine technische Erlaubnis auch nicht, A318, A319, 736 haben auch ETOPS 180. Zum Glück findet da aktuell, zumindest nach meinem Kentnissstand, nur Linienverkehr in speziellen Business-Varianten statt.

[ nachträglich editiert von Perisecor ]
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13.01.2012 08:55 Uhr von BGrassl
 
+3 | -3
 
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@Perisecor: Oh man, deine Probleme möchte ich haben....
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13.01.2012 09:03 Uhr von Gierin
 
+1 | -5
 
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Spektakulär aber saugefährlich wäre eine Luftbetankung. Man könnte viel Zeit einsparen. Allerdings finde ich es beeindruckend, dass man nur (bis zu) 45 min für den Zwischenstopp braucht.
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13.01.2012 09:13 Uhr von Perisecor
 
+1 | -1
 
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@ BGrassl

Wenn man oft fliegt, gerade auch beruflich (und dann zwingend auch auf den Flügen schlafen/arbeiten/entspannen MUSS), werden Dinge wie Sitzabstand, Boardverpflegung, Sitzqualität etc. plötzlich extrem wichtig.

Wer einmal im Jahr 1-3 Stunden nach Spanien oder Bulgarien fliegt, das Ganze noch als Charter-Flug mit der Sparvariante der günstigsten Economcy-Sitze, kann das natürlich auch locker wegstecken - denn danach geht´s in´s schöne Hotel, an den warmen Strand oder was auch immer...


@ Gierin

Flugzeuge für solche Betankungen bekommen Priorität (weshalb sie auch nicht, wie in der News geschrieben, in Boston landen, sondern z.B. Manchester - Boston Regional oder eben Gander/Halifax) und werden auch nicht vollgetankt, sondern nur so weit, dass es sicher zum Bestimmungsort reicht.

Luftbetankungen funktionieren übrigens bei normalen Verkehrsflugzeugen aufgrund mangelnder Kerosinaufnahme-Möglichkeiten nicht und wären viel zu teuer, während die Sicherheit eigentlich gegeben ist. Aber ich denke, das war sowieso nur ein Spaß von dir :)
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13.01.2012 09:34 Uhr von NGC4755
 
+0 | -0
 
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Als ich Jetstream las: mußte ich an die Stardust denken, die haben damals auf Grund des Jetstreams ihre Position falsch berechnet.
Sie hatten noch dem Flughafen in Santiago ihre geplante Landung mitgeteilt und sind dann direkt in einen Berg geflogen.
Erst gut 50 Jahre später hat man die Reste der Maschiene gefunden.
Außerdem ist der Jetstream bis zu 150m/s schnell das sind 540 km/h! Ein zu langsames Flugzeug kann da schonmal in der Luft stehen bleiben.

@Nasa01
Na 150 km/h sind nicht irrelevant, weil es ja hier nur um den höheren Spritverbrauch geht. Allerdings sparen sie auch Sprit wenn sie von westen nach Osten fliegen also mit dem Stream.

[ nachträglich editiert von NGC4755 ]
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13.01.2012 09:53 Uhr von Nasa01
 
+1 | -0
 
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@NGC: Nun, um auf die News zurückzukommen:
Hier geht es um einen Gegenwind von 110 km/h, der bei "normalen Windverhältnissen" nur 55 km/h betragen sollte.
Keinem Flugzeug geht deswegen der Sprit aus.

Rechnet man das ganze auf Meter pro Sekunde um, sieht das schon ganz anders aus.
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13.01.2012 09:56 Uhr von Gierin
 
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@Perisecor: Nein, es war eigentlich kein Spass, sondern mehr ein Tagtraum. Ich bin ein Technikfreak. Und wie erwähnt fände ich es spektakulär, wenn man auch Verkehrsflugzeuge in der Luft betanken würde. Technisch gesehen wäre das grundsätzlich möglich, aber vermutlich nicht wirtschaftlich.

Und ja, natürlich weiss ich, dass Verkehrsflugzeuge keinen Luftbetankungsstutzen haben.
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13.01.2012 09:58 Uhr von MC_Kay
 
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Kontinent: Fluglinie "United-Continental"

So kann man einen Kontinent auch "zusammenbringen" ^^

Wenn die nun wissen, dass der Jetstream stärker als gewöhnlich ist, warum planen sie ihre Flüge nicht gänzlich so, dass sie Tankstops (keine Notlandungen ...) machen?
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13.01.2012 10:50 Uhr von Kamimaze
 
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Komme gerade aus Mauritius zurück, hatten auch auf dem Rückflug lange staken Seitenwind, lt. Käptn mit über 200 km/h, da waren auch stundenlang die Anschnallzeichen an - die Boeing 767 kam aber sicher und pünktlich in Frankfurt an... ;)
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13.01.2012 16:18 Uhr von iarutruk
 
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die gebiete der jetstreams sind relativ stationär, sodass alle flugrouten gemäß der bekannten jetstream so gelegt werden, dass ein optimum an rückenwind herausgeholt wird. warum fliegt man denn von europa via grönland nach amerika? weil dort die günstigsten rückenwindverhältnisse sind, man aber wesentlich mehr kilometer zurücklegen muss als auf direktem weg.

jetstream mit 540 km/h gibt es ganz ganz selten und sind nicht großflächig.
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13.01.2012 17:41 Uhr von Perisecor
 
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@ Gierin

Das Problem bei der Luftbetankung ist ja, dass man quasi ein Flugzeug hat, welches nur Kosten verursacht. Die Mehrkosten ist sicher kein Passagier bereit zu zahlen und eine ernsthafte Zeitersparnis hat man auch nicht.

Der Vorteil liegt halt ganz klar darin, dass man in der Luft kein stationäres Ziel darstellt und die Betankung auch fernab des nächsten freundlich gesinnten Flughafens stattfinden kann.
Beides ist für die zivile Luftfahrt eher unwichtig ;)

@ MC_Kay

Weil die Flüge, die ohne Zwischenstop auskommen, deutlich wirtschaftlicher sind. Jeder Start/Landung geht auf die Flugzelle, dazu kommen Landegebühren, Standgebühren, generell erhöhte Abnutzung, Verspätungen etc.

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