12.01.12 20:56 Uhr
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Massenkredite der EZB an Banken wurden billig an Schuldenstaaten weitergereicht

Der lockere Geldkurs der EZB bereitete heute Italien und Spanien, die bei ihren letzten Auktionen mit steigenden Zinsen für ihre Staatsanleihen kämpften, regelrecht eine Geldschwemme. Faktisch wurde jedoch die Notenbankpresse angeworfen, denn Banken investierten vor allem billige EZB-Kredite in Bonds.

Erzeugt wurde das Geld über EZB-Sonderkredite: Im Dezember konnten sich klamme Banken zu Billigst-Konditionen - ein Prozent Zinssatz und drei Jahre Laufzeit - unbegrenzt Geld bei der EZB leihen. Fast eine halbe Billion Euro billigen Geldes gelangten so an die Banken, im Februar soll die Aktion wiederholt werden.

Mit der heutigen Auktion investierten die Banken in höherverzinste Staatsanleihen und generierten dadurch gewaltige Gewinne. Auf der anderen Seite halbierten sich die Refinanzierungskosten Italiens, auch Spanien kam deutlich günstiger davon. Investoren hoffen nun, dass die EZB notfalls ständig interveniert.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Italien, Bank, Spanien, Auktion, EZB, Schuldenkrise, Zinssatz
Quelle: www.focus.de
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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.01.2012 20:56 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
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Ergänzung: Wie auf SN schon beschrieben (siehe: http://is.gd/...) , können Banken in Italien ihre eigenen Anleihen als zentralbankfähige Sicherheiten hinterlegen, indem sie sich wiederum Garantien ihrer klammen Staaten beschaffen. Im Gegenzug kaufen die Banken mit den Billigkrediten Staatsanleihen auf – ein lukratives Geschäft für beide Seiten. Das ist nichts anderes als Gelddrucken. Selbstredend: Diese Ponzi-Spirale auf Gegenseitigkeit bezahlen letztlich die solide wirtschaftenden Staaten.
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14.01.2012 00:05 Uhr von Zitronenpresse
 
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@Autor: Das diese Spirale überhaupt etwas bezahlt, ist mit Vorsicht zu bewerten. Wir haben es hier mit den Anfängen einer gewaltigen Inflation zu tun.
Letztendlich "bezahlt" man dadurch nichts. Da es Geld am Ende nichts mehr wert ist.

>Gewirtschaftet< wird hier genau garnix!
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14.01.2012 17:59 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
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@Zitronenpresse: dito - doch wer "zahlt" im Falle der Inflation dann wohl am meisten?

Richtig: Die Region, in der am meisten Geld zirkuliert und gespart wird. Und das sind vor allem die versicherungs-gläubigen Deutschen.

Es sind auch gleichzeitig jene, denen die Notenbankpresse nicht den Sozialstaat finanziert.

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