12.01.12 20:56 Uhr
 244
 

Massenkredite der EZB an Banken wurden billig an Schuldenstaaten weitergereicht

Der lockere Geldkurs der EZB bereitete heute Italien und Spanien, die bei ihren letzten Auktionen mit steigenden Zinsen für ihre Staatsanleihen kämpften, regelrecht eine Geldschwemme. Faktisch wurde jedoch die Notenbankpresse angeworfen, denn Banken investierten vor allem billige EZB-Kredite in Bonds.

Erzeugt wurde das Geld über EZB-Sonderkredite: Im Dezember konnten sich klamme Banken zu Billigst-Konditionen - ein Prozent Zinssatz und drei Jahre Laufzeit - unbegrenzt Geld bei der EZB leihen. Fast eine halbe Billion Euro billigen Geldes gelangten so an die Banken, im Februar soll die Aktion wiederholt werden.

Mit der heutigen Auktion investierten die Banken in höherverzinste Staatsanleihen und generierten dadurch gewaltige Gewinne. Auf der anderen Seite halbierten sich die Refinanzierungskosten Italiens, auch Spanien kam deutlich günstiger davon. Investoren hoffen nun, dass die EZB notfalls ständig interveniert.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Italien, Bank, Spanien, Auktion, EZB, Schuldenkrise, Zinssatz
Quelle: www.focus.de

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

München: Stadt muss an eigene Stadtsparkasse Strafzinsen bezahlen
Ostdeutschland: Arbeitsmarkt leidet aufgrund des Fremdenhasses