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Psychologie: Warum wir uns für Christian Wulff schämen

Der andauernde Skandal um Bundespräsident Christian Wulff löst bei vielen Menschen mittlerweile nur noch Scham aus. Wolfgang Hantel-Quitmann, Psychologieprofessor aus Hamburg, erklärt nun, warum dies so ist.

Im vorliegenden Fall ist zum einen das mangelnde Unrechtsbewusstsein des Präsidenten die Ursache. Die Zuschauer schämen sich deshalb stellvertretend für Wulff. "Je weniger der andere sich selbst schämt, desto mehr schämen wir uns für ihn", so der Professor, der dieses Phänomen als "Berlusconi-Syndrom" bezeichnet.

Zum anderen macht sich das Schamgefühl umso stärker bemerkbar, je mehr man sich mit der Person identifizieren kann. Bei Wulff reiche es bereits aus, sich mit dem Amt oder dem Land zu identifizieren, nicht mit der Person selbst. Dies sei der Grund für das allgemeine Fremdschämen.


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WebReporter: Mapmuh
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Skandal, Bundespräsident, Christian Wulff, Psychologie, Fremdscham
Quelle: www.focus.de
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12.01.2012 12:51 Uhr von Mapmuh
 
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