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Parlamentarische Anfrage offenbarte prominente NSDAP-Mitglieder

Die Linkspartei richtete eine parlamentarische Anfrage an die Bundesregierung, die sich mit der Thematik befasste, ob, und in welcher Form ehemalige NSDAP-Mitglieder späteren bundesdeutschen Kabinetten angehörten. Die Antwort der Bundesregierung fiel sehr lang aus.

In 23 Fällen bekleideten nach dem Krieg ehemalige NSDAP-Mitglieder einen Ministerposten. Mit Kurt Georg Kiesinger schaffte es sogar ein ehemaliges NSDAP-Mitglied auf den Posten des Bundeskanzlers. Walter Scheel brachte es sogar zum Staatsoberhaupt.

Der langjährige Außenminister Hans Dietrich Genscher findet sich ebenfalls in der Liste wieder. Die Bundesregierung relativierte gleichzeitig den Umstand der zahlreichen NSDAP-Vergangenheiten. Lediglich die Mitgliedschaft in der Nazipartei sei noch kein Hinweis auf eine nationalsozialistische Gesinnung.


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WebReporter: s3xxtourist
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Politik, Ex, Die Linke, Anfrage, NSDAP, Politker, Walter Scheel
Quelle: www.spiegel.de

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11.01.2012 19:47 Uhr von s3xxtourist
 
+37 | -27
 
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Alles klar....in den Reihen der Linkspartei forschen die Trüffelschweine der etablierten Parteien herum, um ehemalige SED- und Stasi-Mitglieder zu enttarnen...und bei den zahlreichen und nachweislichen NSDAP-Mitgliedern war es OK----so etwas nennt man Bigotterie....
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11.01.2012 20:25 Uhr von CoffeMaker
 
+18 | -11
 
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"Was die Leute in ihrem Leben und aus ihrem Leben gemacht haben, ist entscheidend, und nicht, in welcher Partei sie irgendwann einmal gewesen sind."

Das ist korrekt, zumal sich eine Ideologie im Kopf ändern kann wenn einem die Augen geöffnet werden bzw. eine andere Ideologie reingehämmert wird.

"Etwas ganz anderes sind Tätigkeiten für Gestapo und Stasi - da hört das Verständnis auf. Und das ist auch gut so! "

Das ist nicht korrekt. Gestapo, Stasi, BND, CIA usw. sind alles Geheimdienste mit vielen Mitarbeitern und einem breiten Spektrum an Aufgaben. Dieses verklärte Bild von der blutrünstigen Stasi als Instrument gegen das Volk und nur mit einer Aufgabe 24 Stunden am Tag das eigene Volk zu bespitzeln und zu schikanieren wurde vom politischen Gegner propagandistisch hochgezogen-> alles was sozialistisch war war scheiße.

Im großen ganzen hat Gestapo und Stasi nichts anderes gemacht wie die anderen Geheimdienste aber sie haben auch eben Scheiße gebaut. Allerdings machen das die Geheimdienste heutzutage immer noch nur das das nicht an die große Glocke gehangen wird bzw. die Scheiße jemanden in die Schuhe geschoben wird.
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11.01.2012 20:32 Uhr von s3xxtourist
 
+17 | -12
 
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Richtig ist, dass die besagten Politiker sich trotz NSDAP-Vergangenheit zu integeren Staatsmännern entwickelt haben...die gleiche Chance sollte aber Politikern der Linkspartei, die über eine SED-Vergangenheit verfügen, auch gewährt werden....bei denen wird aber die Kommunistenkeule geschwungen.....
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11.01.2012 21:59 Uhr von jacun
 
+5 | -3
 
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Wikipedia: Wer auf Shortnews schreibt, sollte eigentlich das Internet bedienen können. Dann fände er auch Wikipedia und da steht schon seit Jahren, wer alles in der NSDAP war. Was ist daran also jetzt eine »News«?
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11.01.2012 21:59 Uhr von c0rE_eak_it
 
+5 | -6
 
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@CoffeMaker: kommst du aus dem Osten oder aus dem Westen?
Deine Aussage "Dieses verklärte Bild von der blutrünstigen Stasi als Instrument gegen das Volk und nur mit einer Aufgabe 24 Stunden am Tag das eigene Volk zu bespitzeln und zu schikanieren wurde vom politischen Gegner propagandistisch hochgezogen" ist völlig falsch. Das war einfach FAKT, dass die so waren.

Dieser Verein war mit das schlimmste was man sich überhaupt vorstellen konnte und überhaupt nicht mit dem BND zu vergleichen. NICHT ANSATZWEISE. Ich kenne persönlich Leute die, wenn sie auch nur das Wort Stasi hören völlig aufgelöst sind und das nicht nur, weil es wohl angeblich Propaganda war.

[ nachträglich editiert von c0rE_eak_it ]
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11.01.2012 22:03 Uhr von lopad
 
+7 | -8
 
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Damals wurde so ziemlich alles und jeder in die NSDAP Aufgenommen, auch ohne vorher gefragt zu werden oder gar selber einen Antrag zu stellen.

Nur weil auf dem Papier ein NSDAP-Mitglied gewesen ist heißt das nicht zwangsläufig dass wir lauter Alt-Nazis im Bundestag sitzen haben.

@s3xxtourist:"...die gleiche Chance sollte aber Politikern der Linkspartei, die über eine SED-Vergangenheit verfügen, auch gewährt werden....bei denen wird aber die Kommunistenkeule geschwungen..... "

Unsinn, aber wer die DDR, den Mauerbau und Castro verherlicht ist in einer hohen Position untragbar.

Die Mitglieder der Linken schießen sich mit solch Aktionen immer wieder selbst ins Knie.
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11.01.2012 22:52 Uhr von Python44
 
+3 | -1
 
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Im 3. Reich genauso wie in der DDR: war es ab einer gewissen Karrierestufe unabdingbar, das man Mitglied der "Partei" wurde. Der Autor der News wirft aber einiges durcheinander: eine Mitgliedschaft in der NSDAP ist in keinster Weise mit einer Stasi Vergangenheit zu vergleichen. Da würde nur die aktive Mitgliedschaft in der Gestapo oder der SS ziehen...
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11.01.2012 23:39 Uhr von TommyWosch
 
+3 | -1
 
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zu Kurt Georg Kiesinger: er trat bereits 1933 der Partei bei.

http://de.wikipedia.org/...
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12.01.2012 00:04 Uhr von Ah.Ess
 
+3 | -0
 
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NSDAP nicht gleich Nationalsozialist: Nur weil jemand sich in der NSDAP angemeldet hat, wurde er nicht gleich zum Nazi. Es gab viele, die nur aus Posternhascherei und Anbiederung an neue Umstände sich dazu gezählt haben. Nach dem 30.1.33 haben sich 100-tausende in der Partei angemeldet um "dabei zu sein". Einfach nur weil es [neudeutsch] "cool" war. Das macht sie noch lange nicht zu richtigen Nationalsozialisten!
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12.01.2012 06:17 Uhr von mcSteph
 
+5 | -2
 
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auch wenns jetzt Minusse hagelt: Die Stasi hatte, außer der Bespitzelung und dem Anfertigen von mehr oder weniger sinnvollen Berichen über Bürger auch andere Aufgaben. So wurde z.B. bei ungeklärten Brandstiftungen, schweren Körperverletzungen, Wirtschaftsverbrechen und anderen Delikten oft sehr fachkompetent ermittelt. Es ging auch darum, solche "Angriffe auf den sozialistischen Staat" aufzuklären.

Man darf nicht vergessen, dass die oft gut ausgebildeten Fachleute dieses Geheimdienstes als allererste und oft still und heimlich und ohne großes Tamtam zum BND gewechselt sind.

Klar, dass die Schnüffler und Schläger, die zu Hauf in der Stasi waren, aus öffentlichen Ämtern etc. entfernt werden mussten. Die Fachleute waren aber beim "Mitbewerber" gern gesehene Mitarbeiter.

Ich will die Stasi an sich ganz sicher nicht verherrlichen, aber es ware auch in dem Laden nicht nur "Böse", sondern auch Leute, die mit guter Ausbildung einfach ihre Arbeit gemacht haben. Wie die Mitgliedschaft moralisch - jetzt im Nachherein - zu bewerten ist, ist sicher fragwürdig, aber damals haben sie ihren Job gemacht und alles war okay.
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12.01.2012 07:50 Uhr von mcSteph
 
+3 | -1
 
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@Fox70 Damals in der DDR: war es okay, seinen Job zu machen. Wenn man "Experte" war, dann musste man nicht politisch verbrämt sein, um seinen Job machen zu können. Die Fachleute waren nicht zwingend auch gleich "Spitzel" nach Deinem (kleinen) Verständnis.

Ich merke aber, Du willst mich nicht verstehen und daher beende ich jegliche politische Diskussion mit dir.

[ nachträglich editiert von mcSteph ]
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12.01.2012 08:02 Uhr von mcSteph
 
+4 | -0
 
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@Fox70: okay - letzter Zwischenruf:

wenn "Du selbst erlebt hast" viel mit der Stasi, wie Du schreibst, dann hattest du mit den Fachleuten wenig zu tun, eher nur mit den Agitatoren und Hetzern. Das tut mir leid für Dich, aber es negiert nicht die Exitenz der Fachleute im Hintergrund.
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12.01.2012 10:04 Uhr von Ghostdivision
 
+1 | -3
 
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Stasi: Die Linke stellt immer wieder Fragen, die die Welt bewegen, danke!
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12.01.2012 10:38 Uhr von Python44
 
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@ mcSteph: Es wird dich überraschen, aber die Kernaufgabe von Gestapo und SS war auch nicht das Aufspüren und Ermorden von Juden. Trotzdem ware beides verbrecherische Organisationen, deren Mitglieder zu Recht geächtet werden !
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12.01.2012 11:59 Uhr von HateDept
 
+2 | -1
 
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betreffs STASI: es ist wohl weltweit ein einmaliges Ereignis, dass die gesamten Unterlagen eines ehemaligen souveränen Geheimdienstes offen liegen. Sehr wenig davon wurde von der Stasi selbst vernichtet (laut Anfrage an Bundesregierung) - vieles Geschreddertes konnte wiederhergestellt werden - wesshalb heutzutage alte SS-Mitgliedschaften/Kriegsverbrechen aufgedeckt werden können. Akten die danach noch verschwanden wiesen vielleicht auf unangenehme aktuellpolitische Zusammenhänge hin??? (Spekulation!)

Eben genau desshalb ist es hier überhaupt nicht nötig, Boulevard-Presse-mäßig zu spekulieren.
Die ehem. MA´s und IM´s undundund waren in ihrer Zahl weit unter 5% der DDR-Bevölkerung (unglaublich oder?). Wie sollte man mit so wenig Personal die gesamte Bevölkerung überwachen? Der Geheimdienst der DDR hatte mit Sicherheit andere Aufgaben und ist diesen auch offenbar in hoher Qualität nachgegangen. Schweinereien gabs mit Sicherheit auch. Allerdings zeigen uns etliche Hollywood-Filme, welche Schweinereien allein bei CIA/FBI laufen - und die Realität schein nicht weit davon entfernt zu sein.

Verbrechen der Stasi: wie viele Gerichtsprozesse und Verurteilungen ehem. Stasi-MA´s und Offiziere gab es denn??? Die Akten liegen doch offen!?

Selbst Die USA haben die Bundesregierung anfang der 90er für ihren Umgang mit ehem. Stasi-MA´s gerügt. Laut alter Gesetze (Folge des 1.WK) ist es nicht üblich, die Geheimdienste besiegter Staaten zu verfolgen - es sei denn es geht um Verbrechen gg. die Menschlichkeit ... wie viele ehem. Stasi-MA´s wurden desshalb verfolgt und/oder verurteilt?

[ nachträglich editiert von HateDept ]
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14.01.2012 15:07 Uhr von CoffeMaker
 
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@c0rE_eak_it ich bin im Osten aufgewachsen und kurioserweise hatte ich nie mit der Stasi zu tun und ich hab so einige "böse" Dinge gemacht wo ich hätte im Bau landen müssen wenn man der Propaganda glauben schenken würde. :) Und ich hab mich mal bei allen meinen Bekannten erkundigt ob es denn wirklich so schlimm war, auch komisch das die das auch nicht so als schlimm empfanden.

Aber lassen wir das. Wer die Propaganda glauben will der soll es tun. Die etwas mehr Grips im Kopf haben werden verstehen warum eine solche Propaganda verbreitet wird.

@Fox70
"Bitte bitte, macht Euch, was Geschichte bzgl. DDR und/oder das 3. Reich angeht, bissel schlau. "

Die Wahrheit wird vom Sieger bestimmt, heißt aber trotzdem nicht das sie wahr ist. Und wenn du nicht begriffen hast was ich da schrieb dann gratuliere ich dir, wir brauchen mehr Menschen wie euch denen man erzählen kann das im Himmel Jahrmarkt ist und die es noch glauben weil sie selbst nicht darüber nachdenken :) Sehr vorbildlich.

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