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Kosten des Euros: Wolfgang Schäuble plant Überlistung der eigenen Schuldenbremse

Einsam plädiert die Bundesregierung in der Eurozone für eine verbindliche Schuldenbremse nach dem Vorbild Deutschlands. Selbige scheint Berlin jedoch nun im Wege zu stehen und Wolfgang Schäuble arbeitet nach einem Bericht der BILD-Zeitung bereits an einer Überlistungsstrategie für die Zeit nach ihrem Inkrafttreten.

Demnach soll für den Fall der Verletzung der Schuldenbremse ein Schuldentilgungsplan vorgelegt und durch den Bundestag verabschiedet werden. Ab 2016 sieht die Schuldenbremse eine maximale Neuverschuldung von zehn Milliarden Euro vor, doch die Rettungskosten für den Euro drohen aus dem Ruder zu laufen.

Insbesondere das öffentliche Eingeständnis einer griechischen Pleite, der Austritt Griechenlands aus dem Euro-Verbund sowie weitere Bankenstützungsprogramme in den kommenden Monaten drohen den Bundeshaushalt zu sprengen.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Kosten, Rettung, Wolfgang Schäuble, Schuldentilgung
Quelle: www.spiegel.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.01.2012 09:35 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+26 | -1
 
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Derweil wird für die oberen 5% der Industriekapitäne, ihre Finanziers und Anteilseigner Deutschland immer paradiesischer:
Ihr Angestellten werden immer dreister in Sachen Lohn-, Sozialleistungen- und Renten gedumpt, mit einer viel zu schwachen Währung bezahlt und somit im gleichen Schachzug zunehmend davon abgehalten, Importprodukte bei der außer-europäischen Konkurrenz einzukaufen. „Fachkräfte-Import“ sorgt für den nötigen Arbeitsmarktdruck und somit gegen Aufbegehren, hiesigen Abnehmern werden künftig die Kosten für die Schuldenunion auferlegt, während die Gewinne aus dem Export in insolvente Regionen Europas privatisiert werden.

Mit dem Euro haben hiesige Beschäftigte nicht nur ihre Rendite aus der "Volksaktie DM" und somit ihre Beteiligung am gesamtwirtschaftilchen ErVOLK aufgegeben, sondern sich gleichzeitig auch noch erdrückende Transferkosten aufgehalst.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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10.01.2012 10:50 Uhr von sicness66
 
+10 | -1
 
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Ich betrachte das ganze nur noch mit Zynismus: Wurde die Einführung einer Schuldenbremse von unabhängigen Wissenschaftlern nicht jahrelang als Investitionsbremse und Rezessionsförderer verteufelt ? Aber nein, trotz allem führte man diesen Mist einfach ein, weil man irgendwann in tausend Jahren den Bundeshaushalt "gesund" gespart hat. Nur noch Lachnummern.

[ nachträglich editiert von sicness66 ]
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10.01.2012 11:18 Uhr von MC_Kay
 
+9 | -3
 
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Ausgaben: Ich frage mich noch immer WO (in welchem Bereich) und WIESO wir so verdammt hohe Ausgaben haben!

Wir zahlen nun schon vergleichsweise hohe Steuern. Eigentlich auf alles sind Steuerabgaben drauf. Es wird überall im Sozialsystem gespart....

Aber wir müssen immer neue Kredite (Schulden) aufnehmen.
Bei wem "wir" schulden haben konnte mir bislang auch noch keiner wirklich erklären. Und woher haben die das Geld von denen wir uns das Geld leihen?

Fragen über Fragen .... Aber nur keine Antworten.
Wenn eine "Antwort" kommt, dann einige wie diese:
- "Und darum sage ich bewusst. Wir dürfen uns in dieser Sache nicht auseinanderdividieren lassen."
- "Wir müssen in der Sache Geschlossenheit zeigen"
- "Wir müssen alle an einem Strang ziehen."
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10.01.2012 11:55 Uhr von Peter323
 
+7 | -1
 
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@MC_Kay: Beamten und Politiker Pensionen sind die Haupt-Ausgaben.

70% vom letzten Lohn kriegt ein Beamter, da er unzählige Male in seiner beruflichen Laufbahn befördert wird, steigt seine Pension ganz enorm an. Ein normaler Arbeitnehmer könnte niemals so eine Rente finanzieren, außer er ist Deutsche Bank Chef :)

Da immer mehr Beamte in den Ruhestand gehen und zudem immer länger leben, wachsen diese Unkosten ganz enorm! Im Prinzip ist dieses Modell schon lange nicht mehr finanzier- und tragbar.

Vom Politikerpack fang ich gar nicht an zu reden, was die an Pensionen bekommen für paar Jahre abgammeln und durchwinken irgendwo, ist nicht mehr lustig.
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10.01.2012 12:00 Uhr von no_trespassing
 
+4 | -1
 
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@McKay: Bei wem sich ein Staat verschuldet und wie das abläuft sollte aber schon bekannt sein.
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10.01.2012 18:25 Uhr von linuxu
 
+1 | -0
 
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@Klaus Ch. Wein: vielen Dank für den Link.
Der Text ist zwar sehr lang am lesenswert.

Danke

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