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Deutschland verdient erstmals mit seinen Schulden Geld

Deutschland verdient mit seinen Schulden Geld. So musste Deutschland Anleger bei der Versteigerung von Anleihen nicht mit Zinsen anlocken, sondern erhält eine Prämie. Somit hat Deutschland beim Verkauf von Anleihen mit einer Laufzeit von einem halben Jahr insgesamt 3,9 Milliarden Euro verdient.

Ein Sprecher der Nachrichtenagentur Reuters sagte, dass es so etwas noch nie gegeben hätte. Die Anleger würden eine Prämie bezahlen, dass sie Deutschland Geld leihen dürfen. Im Dezember 2011 war für die Auktion noch ein Zins von 0,001 Prozent fällig.

Experten äußerten, dass diese Entwicklung der Suche von Investoren nach sicheren Geldanlagen geschuldet sei.


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WebReporter: Borgir
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Euro, Geld, Staat, Schulden, Investor
Quelle: www.tagesschau.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.01.2012 14:41 Uhr von STN
 
+3 | -5
 
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Auch nicht schlecht Ich glaube ich muss mal meine Bank fragen ob sie das mit mir auch machen. Ich bin so gar billiger. Mir muss meine Bank nur 0,00001% Zahlen :D
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09.01.2012 14:58 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+30 | -8
 
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Und Bumms wird die Schagzeile der Hofpresse 1:1 verbreitet. Deutschland verdient am Ende des Tages ganz sicher kein Geld. Das ganze gleicht eher der Flucht aus dem endgültigem Chaos - etwa der Angst vor einem Ende des Euros in Griechenland.

Viele Griechen etwa parken ihre Euros ganz bewusst in deutschen, schweizerischen oder dänischen Anleihen. Die Gelder, die dort dem Markt und Banken entzogen werden, werden wir demnächst wieder für das Stützen der dortigen Banken transferieren müssen. Ohnehin steht die nächst 81-Milliarden-Rate nach Griechenland an.

Und ohnehin rettet dies Deutschland nicht vor erteilten Garantien, Bürgschaften und verlorenen Target-Forderungen. Ganz im Gegenteil - das ganze scheint doch eher die Vorhut massiver deutscher Zahlungsverpflichtungen.

Das ganze jetzt so hinzustellen und den Euro als „sprudelnde Geldquelle“ hinzustellen, ist schwarzer Humor und wird der Bevölkerung seitens der Hofpresse nun als "Gewinnspiel" verkauft.

Zitat "Deutsche Mittelstands-Nachrichten":
Bei der heutigen Auktion von kurzfristigen deutschen Staatsanleihen, lagen die Zinssätze zum ersten Mal im Negativbereich. Damit werden die deutschen Papiere für Anleger praktisch unbrauchbar.
[...]
"Dieses Verhalten ist als Zeichen großer Nervosität zu werten. Denn die Flucht un deutsche Staatspapiere zeigt, dass Investoren im aktuellen Umfeld kaum interessante Anlagemöglichkeiten finden – und dass sie in Kauf nehmen, dass ihr Kapital gar keine Rendite mehr abwirft. Dies aber ist eine Folge, dass ihnen viele andere Investments als viel zu riskant erscheinen. Auf die gesamtwirtschaftliche Lage wirft dieses Verhalten kein gutes Licht (die Angst spiegelt sich auch darin wider, dass der Interbankenmarkt praktisch zum Erliegen gekommen ist – mehr hier)."

Ob Transfer- oder Inflationsunion (laut DB-Chefvolkswirt Mayer kommt eines ohnehin): Noch ein wenig Inflation bei gleichzeitig negativen Zinsen - was das für Lebensversicherungen oder normale Spar-Strategien bedeutet kann sich jeder denken.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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09.01.2012 17:54 Uhr von Perisecor
 
+15 | -20
 
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@ Baron-Muenchhausen: Wenn das Ende des weltweiten Hungers erreicht wäre, würdest du dich hinstellen und meckern, dass das alles voll scheiße wäre, weil es nicht jeden Tag Hummer und Filet-Fleisch gibt.

Menschen wie du reden konsequent alles schlecht. Dass du jetzt wegen Lebensversicherungen jammerst ist aber auch spannend, meintest du doch mehrfach, dass die sich bald sowieso niemand mehr leisten kann. Du drehst dein Fähnchen genau so schnell im Wind wie die Hofpresse, nur dass du dafür kein Geld bekommst. Ziemlich unclever.
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09.01.2012 19:18 Uhr von Apfelmaennchen
 
+7 | -4
 
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Derzeitige Situation in Europa: "Germany is great, Germany is always great, but the rest of Europe is smashed."

Deutschland ist derzeit leider das einzige einigermaßen stabile Land in Europa. Das haben auch die Großinvestoren erkannt.
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09.01.2012 19:43 Uhr von Westwind
 
+6 | -0
 
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@Apfelmaennchen: Zitat: "Deutschland ist derzeit leider das einzige einigermaßen stabile Land in Europa. Das haben auch die Großinvestoren erkannt."

Allerdings haben die Dänen kürzlich auch ähnliche Erfahrungen gemacht. Finnland und die Niederlande sind übrigens ähnlich stabil.
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09.01.2012 20:41 Uhr von Apfelmaennchen
 
+0 | -1
 
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@Westwind: Ich bezweifle stark, dass Finnland/die Niederlanden Europa stützen könnten sowie Deutschland es derzeit tut. Fällt Deutschland, fällt Europa, aber ich denke nicht, dass es soweit kommen wird.
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09.01.2012 20:46 Uhr von no_trespassing
 
+4 | -0
 
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Das zeigt eine Vertrauenskrise: Und eine Inflation.

Wer sowas macht, der ist nicht dumm oder kann nicht nicht rechnen (doppelte Verneinung beabsichtigt :-).

Das machen Anleger, weil sie kein Vertrauen in andere Anlagen haben.

Tagesgeld: Kaupthing, Glitnir
Staatsanleihen: Griechenland, Italien, Portugal
Aktien: Leitindizes südeuropäischer Staaten
Immobilien: USA, Spanien, Subprime-Zeritifikate

Sie alle kackten ab.

Von daher strömt jetzt das ganze Geld nach Deutschland, weil die Leute schlicht Angst haben, noch mehr Geld durch Inflation zu verlieren.
Tolle Aussichten sind das.
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10.01.2012 00:43 Uhr von Logopogo
 
+0 | -3
 
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@Borgir: hast du die Quelle falsch wiedergegeben oder die Checker?

Bei 0,001% Gewinn hätte sich Deutschland 3,9 Billionen € leihen müssen.

Aber in der Quelle steht was von 0,0122%. Das kommt schon eher hin.

Aber egal, ich finds trotzdem gut, dass D auf die Weise Geld kriegt
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10.01.2012 01:07 Uhr von spoonyluv
 
+3 | -0
 
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2012: geht zwar nicht die Welt unter, aber ich glaub dennoch, dass da was ganz Dickes auf uns zukommt. Entweder wird in der EU bzw. Währungsunion bald knallhart aufgeräumt, oder es wird bald ziemlich knallen. Egal was passieren wird, es wird auf jeden Fall nicht schön. Und wenn, dann noch etwas schlimmer als 1929. Will hier keinen auf Nostradamus machen, aber nach all dem was man so mitbekommt, sieht es leider nicht gut aus.
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10.01.2012 12:48 Uhr von JesusSchmidt
 
+1 | -0
 
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entweder nachricht unvollständig: oder hier läuft ein riesen betrug. quelle ist ja leider auch etwas knapp geraten.

niemand leiht dir 10 euro und freut sich, dass er 9 zurückbekommt. der einzige grund für sowas kann sein, dass ihm die 10 euro nachweislich weggenommen werden, wenn er sie nicht für eine weile loswird. ob dieses "geschäft" wirklich für alle beteiligten ein gewinn ist, darf getrost bezweifelt werden. im kapitalismus gibt es nur wenige gewinner.

vielleicht ist das ganze nur geldwäsche in großem stil.
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10.01.2012 12:50 Uhr von Alice_undergrounD
 
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das hat aber nichts mit: den staatsschulden deutschlands zu tun, eher im gegenteil, wenn D keine/weniger schulden hätte, würde der deutsche staat noch mehr bekommen...
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10.01.2012 13:46 Uhr von Logopogo
 
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@Borgir: Ups, hab mich wohl selber verlesen, war zu betrunken gestern abend.
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10.01.2012 15:02 Uhr von Loxy
 
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Schon komisch dass der Staat fürs Schulden machen Geld bekommt und die Banken das so eher in Kauf nehmen als das Geld an Ihre (total maroden?) Kollegen zu verleihen und dafür Zinsen zu nehmen.

Hört sich eher nach nem dicken Systemabsturz an. Heute gibt Dir keiner Geld, wenn er sich davon nichts erwartet oder grad dick die Hose voll hat weil die Scheiße am köcheln ist.
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10.01.2012 15:56 Uhr von verni
 
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Klingt toll aber: Fakt ist dass es dem Ende zueght und zwar dem Ende des Euros und das weiss jeder der Finanzzahlen lesen kann. Jeder Bürger der aus dieser Scheisse flüchtet tut gut daran und genau das versucht man mit der Propaganda tagtäglich zu verhindern denn sonst wäre dieser Mist längst zusammengebrochen.

Ich hoffe der Spuk ist bald vorbei, der Euro Geschichte und HOFFENTLICH gehts einigen Politikern so richtig an den Kragen.
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10.01.2012 18:28 Uhr von drame
 
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Theorie: Hmm mal eine Frage an all die Finanz-Experten.

Eine Staatsanleihe, die ich bei 1% Zinsen datiert auf 6 Jahre kaufe, gewinnt doch an Wert, wenn die Zinsen sinken. Viel niedriger koennten die Zinsen ja kaum noch fallen, wie man hier sieht, geht es allerdings doch^^.
Hauptsaechlich werden Staatsanleihen vermutlich von Banken, Versicherungen, etc gekauft. Wenn jetzt Euro-Bonds insgeheim schon beschlossene Sache wären, es also zu einer erneuten Zinskonvergenz kommen würde, würden die Zinsen fuer deutsche Staatsanleihen wieder stark ansteigen. Dann wäre ja jetzt der ideale Zeitpunkt für Banken, Versicherungen & Co. ihre Staatsanleihen mit 1% zu verkaufen, weil diese ja dadurch, dass die Zinsen derzeit noch geringer sind, an Wert gewonnen haben. Die Nachfrage aus dem Ausland nach dt. Staatsanleihen duerfte ja gross genug sein. Wenn dann Euro-Bonds kommen sollten, stiegen die Zinsen, sagen wir mal auf 5%. Somit entgingen dt. Banken und Versicherungen quasi einem "Verlust".

Es ist nur eine Theorie, aber meine Frage ist jetzt: Ist es denkbar, dass so hier so ein Spiel gespielt wird?

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