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Ifo-Chef Hans-Werner Sinn: EZB-Umbesetzung wird für Deutschland teuer

Der Verlust der bislang durch Deutschland durchgehend besetzten Position des EZB-Chefvolkswirts wird nach Einschätzung von ifo-Chef Prof. Hans Werner Sinn deutlich höhere Transferleistungen nach Südeuropa nach sich ziehen. Nachfolger Jörg Asmussen fungiere an der falschen Position.

Schon der zurückgetretene EZB-Direktor Jürgen Stark prangerte die Politik der EZB, verschuldeten Staaten über Umwege immer neue Schulden zu ermöglichen, als "Basar" an. Es sei eine Mär, die EZB funktioniere nach altem Bundesbank-Modell, so Sinn. Vielmehr werde der Einfluss Deutschlands marginalisiert.

Durch die Personalentscheidung, erklärt Sinn, werde der Druck, künftig noch mehr Staatsanleihen aufzukaufen, wachsen. Diese Funktion könne ersatzweise auch dem Rettungsfond EMS übertragen werden, letztlich jedoch sitze Deutschland so oder so als Gläubiger der Südländer in der Falle.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Chef, EZB, Ifo, Hans-Werner Sinn
Quelle: www.sueddeutsche.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.01.2012 11:45 Uhr von shadow#
 
+4 | -6
 
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Sinns Verlautbarungen in jüngster Zeit: Der Mann hat entweder einen kompletten Dachschaden oder ein paar Millionen in Dollar angelegt.
Anders lässt sich sein Enthusiasmus als Untergangsprophet nicht mehr erklären.
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09.01.2012 12:12 Uhr von Nothung
 
+9 | -0
 
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meistens lag er richtig seit seiner Wandlung vom: Saulus zum Paulus. So hat er als Erster auf den Missbrauch der Target-Kredite hingewiesen.
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09.01.2012 13:58 Uhr von sicness66
 
+2 | -1
 
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Ich schreibe es immer wieder: Wenn ich Sinn lese, bekomm ich Pickel. Hier spricht wieder die deutsche Arroganz, dass nur wir Europa aus der Krise führen können. Waren wir nicht diejenigen, die sie maßgeblich befeuert haben mit unserer Wettbewerbspolitik (im übrigen maßgeblich so durch Sinn gefordert) ? Ist Merkel nicht diejenige, die durch ihre Austeritätspolitik in kommenden Rezessionszeiten Europa noch weiter ins Grab stößt ?

Dass man bei der EZB aber überhaupt in Nationalismen denkt, zeigt wie weit die europäische Integration wirklich ist.

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