Chile: Ureinwohner sollen Waldbrände gelegt haben
In der südchilenischen Provinz Araucania gab es in den vergangenen Tagen heftige Waldbrände. Rund 55.000 Hektar Waldfläche, die zuvor aufgeforstet worden war, fielen den Flammen zum Opfer. Die Naturkatastrophe im Süden des Landes hat nun zu einer bizarren politischen Kontroverse geführt.
Chiles Innenminister Rodrigo Hinzpeter hat nun die Ureinwohner, Indianer vom Stamm der Mapuche, beschuldigt, einen Teil der Brände gelegt zu haben. Die wiesen den Vorwurf des Politikers prompt zurück. Regierungssprecher Andrés Chadwick hat die Attacke des Innenministers inzwischen relativiert.
Bei den insgesamt sechs Waldbränden im Süden starben bisher sieben Feuerwehrleute. Bis auf einen haben die Einsatzkräfte inzwischen alle gelöscht. Betroffen ist auch der Nationalpark Torres.