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Jörg Asmussen: Merkels neuer EZB-Mann will Anleihekäufe nicht länger blockieren

Das neue EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen rückt offenbar von der Position seines Vorgängers - dem EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark - ab und plädiert in der Frage der Anleihekäufe für Geschlossenheit des Exekutiv-Direktoriums.

Die Stützungskäufe der Europäischen Zentralbank, so argumentierte Asmussen, stünden im Einklang mit dem EZB-Mandat. Allerdings sollte diese Praxis zeitlich begrenzt werden und dürfe eine gewisse Obergrenze nicht überschreiten.

In den letzten 19 Monaten erwarb die EZB Staatsanleihen verschuldeter Staaten in Höhe von 211,5 Milliarden Euro, um mit diesem Kunstgriff die Refinanzierungskosten der Schuldenstaaten zu senken.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Mann, EZB, Ankauf, Jörg Asmussen
Quelle: de.reuters.com
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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.01.2012 21:01 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+9 | -0
 
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Als Wegbereiter der verhängnisvollen Verbriefungs- und Deregulierungspolitik Berlins gilt Asmussen als Mitarchitekt der Finanzkrise. Vom Brandstifter zum Feuerwehrmann umdeklariert, darf sich der 45-Jährige nun – obwohl er über keinerlei Erfahrung als Notenbanker verfügt – als EZB-Direktor versuchen, siehe: http://is.gd/... Mit Vorgänger Jürgen Stark verliert Deutschland zugleich die Schlüsselposition des Chefvolkwirtes, welche künftig durch Peter Praet – in den Medien als geldpolitische Taube gehandelt – ausgeübt wird.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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07.01.2012 21:17 Uhr von CoffeMaker
 
+8 | -0
 
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@Baron-Muenchhausen er brauch auch keine Ahnung haben, er soll nur das machen was man von ihm verlangt o.O
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07.01.2012 21:25 Uhr von masteroftheuniverse
 
+6 | -1
 
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@coffeemaker: du siehst das falsch:
er war seinerzeit der haupttreiber hinter eichel und steinbrück bei der deregulierung der finanzmärkte und der bankenrettung, welche jawohl ursachlich für die heutigen probleme sind..
zur erinnerung:
schuldenquote d´s vor der bankenrettung: 66%
nach der bankenrettung: 80%

also wie der autor schon sagt: der bock wird zum gärtner gemacht!

[ nachträglich editiert von masteroftheuniverse ]
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07.01.2012 21:35 Uhr von CoffeMaker
 
+5 | -0
 
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@masteroftheuniverse was ich mit meiner Aussage nur sagen wollte ist das alle Personen die in der Öffentlichkeit von Finanz und Politik in Erscheinung treten nur die Kasperletruppe einer gewissen Lobby ist die sich immer schön im Hintergrund hält ;)

[ nachträglich editiert von CoffeMaker ]
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07.01.2012 21:40 Uhr von masteroftheuniverse
 
+3 | -1
 
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nee: er IST die treibende kraft..(einer davon)
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08.01.2012 01:15 Uhr von custodios.vigilantes
 
+3 | -0
 
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Leerverkäufe: Ware verkaufen, ohne etwas zu besitzen

Bei ‘Leerverkäufen’ verkaufen Anleger, die auf fallende Kurse setzen, Titel von vornherein mit der Absicht, sie später zu einem niedrigeren Kurs zurückzukaufen und so Gewinne einzustreichen. Bei gedeckten Leerverkäufen leihen sich Investoren die zu verkaufenden Aktien.
Bei ungedeckten Leerverkäufen dagegen decken sie sich nicht mit Aktien ein, sondern verkaufen Aktien, ohne sie ausgeliehen zu haben.Man muss schon sagen, die Finanzjongleure sind erfinderisch. Ähnlich wie bei den wieder und wieder neu gebündelten und wieder und wieder weiterverkauften Kreditausfallversicherungen (CDS), die infolge des Platzens der US-Immobilienblase zur großen Weltfinanzkrise führten. Daher ist es wohl gut, dass die BaFin ungedeckte Leerverkäufe” von Aktien untersagt hat. Auch wenn die Märkte hysterisch reagieren, die Hedgefonds beleidigt sind und Frankreich über den deutschen Alleingang irritiert ist.

Doch der Schritt hat der Politik zumindest eine kleine Atempause verschafft. Und es ist wieder ein Schritt, der wegführt von der Ideologie des segensreichen Wirken freier Märkte. Schon während des ersten Akts der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise zauberte man den guten alten John Meynard Keynes wieder aus dem Hut, der lange, lange der neoliberalen Ideologie a la Miltion Friedman unterlegen schien. Derzeit kommt man gar nicht mehr mit dem Staunen hinterher, wenn man die Rufe nach Regulierung der Finanzmärkte hört. Sogar die gute alte Tobin-Steuer ist als Finanztransaktionssteuer plötzlich wieder in aller Munde. Und die FDP knirscht im Hintergrund ganz leise mit den Zähnen, während Kanzlerin Merkel Sätze sagt wie: Das ist unsere historische Aufgabe: Scheitert der Euro, dann scheitert Europa. (…) Es geht um die Frage: Wie können wir den Primat der Politik durchsetzen? Sie bezeichnet die Finanzmärkte in ihrer Regierungserklärung – der wievielten eigentlich in so kurzer Zeit – als Brandbeschleunige?
Noch beim DGB-Kongress wenige Tage zuvor hielt sie nichts von Steuern auf Finanztransaktionen, weil sie international nicht durchzusetzen sei.
Jetzt will sie international für diese Umsatzsteuer auf alle Geldgeschäfte werben.
Oder doch nicht?
Lippenbekenntnisse aus purer Ohnmacht?
Politik als Getriebene der Finanzmärkte?

[ nachträglich editiert von custodios.vigilantes ]

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