07.01.12 19:13 Uhr
 4.253
 

Stephen Hawking über Zeit, überlichtschnelle Neutrinos und das Multiversum

Der Sender "Radio 4" lud Stephen Hawking anlässlich seines 70. Geburtstags ein, wobei dieser auch Fragen der Zuhörer beantwortete. Einer wollte etwa wissen, ob es eine Zeit gab, als es noch "Nichts" gab. Hawking meint, dass die Zeit durch das Universum definiert ist und ohne Universum sinnlos ist.

Eine aktuellere Frage bezieht sich auf die Möglichkeit überlichtschneller Neutrinos und wie diese mit der Relativitätstheorie zusammenpasst. Hawking gibt an, dass solche Neutrinos die Relativitätstheorie widerlegen würden, er aufgrund bestimmter Messungen aber nicht an ihre Existenz glaubt.

Des Weiteren spricht Hawking über einen möglichen Nachweis anderer Universen in der kosmischen Hintergrundstrahlung. Hier könnte man Anzeichen von lange vergangenen Kollisionen mit anderen Universen finden. Außerdem äußerte er sich zur Kolonialisierung des Alls und zum Thema Außerirdische.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Again
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Zeit, Stephen Hawking, Multiversum
Quelle: news.bbc.co.uk

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Stephen Hawking, der Gott als "überflüssig" bezeichnet, erhält Audienz bei Papst
Stephen Hawking: Menschheit in spätestens 1.000 Jahren am Ende
Starphysiker Stephen Hawking: Gier und Dummheit sind größte Gefahren für die Welt

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
07.01.2012 20:53 Uhr von Clockworkorange
 
+13 | -0
 
ANZEIGEN
Multiversen: Ein sehr spannendes Thema. Heut zu Tage deutet vieles in der Astronomie auf die Existenz mehrerer Universen hin.
Die nächsten Jahre werden wahrscheinlich vieles zu diesem Thema beitragen.
Wir dürfen gespannt sein..
Kommentar ansehen
07.01.2012 21:20 Uhr von J.Fossil
 
+14 | -1
 
ANZEIGEN
Wenigstens mal eine interessante News und nicht immer dieser crap.
Kommentar ansehen
07.01.2012 22:15 Uhr von Again
 
+5 | -0
 
ANZEIGEN
1984: "cern hat zweimal bewiesen das es überlichtschnelle geschwindigkeit gibt"
Es wurden zwei Messungen durchgeführt die derzeit mit keinem anderen Experiment bestätigt werden können, daher ist man klarerweise vorsichtig! Wenn man es bestätigen kann wird das ganze auch akzeptiert.

"nur tut man natürlich lieber so als ob die erde eine flache scheibe ist, weil das ja jahrzehntelang so von den wissenschaftlern propagiert wurde und ihre gesamten wissenschaftlichen arbeiten auf einsteins relatvitätstheorie basieren."
^^ Jaja. Die Mär von der dogmatischen Wissenschaft. Hast du dir schon mal überlegt, dass auch Einstein das gesamte Weltbild über den Haufen geworfen hat und man ihm schnell geglaubt hat, weil seine Formel einfach durch Experimente bestätigt wurden? Jetzt ist es genauso, nur dass die Neuigkeiten von den Experimentalphysikern und nicht von den Theoretikern kommen.

"sich einzugestehen das alles auf einer widerlegten theorie basiert, würde ihr gesamtes lebenswerk zunichte machen, also tut man einfach so als ob alles nur "messfehler" sind :) "
Warum haben wir eigentlich die QM und die ART? Sollte man denn an den Unis dann nicht nur Newton lehren?
Kommentar ansehen
07.01.2012 22:35 Uhr von K.T.M.
 
+6 | -0
 
ANZEIGEN
"Hawking gibt an, dass solche Neutrinos die Relativitätstheorie widerlegen würden..."

Warum?

Per se werden superluminare Geschwindigkeiten durch die Gleichungen der Relativitätstheorie nicht kategorisch ausgeschlossen, lediglich das Überschreiten der Lichtgeschwindigkeit ist nicht möglich. Sprich die Neutrinos müßten sich immer superluminar fortbewegen und hätten eine imaginäre Ruhemasse.
Kommentar ansehen
07.01.2012 22:40 Uhr von Again
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
K.T.M. "Sprich die Neutrinos müßten sich immer superluminar fortbewegen und hätten eine imaginäre Ruhemasse. "
Naja, Hawking spricht ja auch davon, dass die Opera Messung anderen Messungen widerspricht. Außerdem sind imaginäre Ergebnisse nicht sonderlich beliebt ;-)
Kann also sein, dass es keinen mathematischen Widerspruch zur Relativitätstheorie gibt, aber eine Widerspruch zu dem was man sonst so über die Theorie weiß.
Kommentar ansehen
07.01.2012 22:58 Uhr von Dufte
 
+5 | -0
 
ANZEIGEN
Wie Fossil schon schrieb, endlich mal wieder eine wirklich spannende News, die ich offen gestanden ohne SN wohl kaum bemerkt haette.

Danke an den "Autor"!
Kommentar ansehen
08.01.2012 00:16 Uhr von Again
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
1984: "wissenschaftliche erkenntnisse und empirisch bewiesene fakten haben solange gültigkeit bis sie widerlegt werden."
Und man ist sich eben nicht sicher, ob die Messungen jetzt zuverlässig genug sind oder nicht ^^

"und der cern test bewies das es überlichtgeschwindigkeit gibt und solange das nicht widerlegt werden kann, hat man das ergebnis zu akzeptieren und mit diesem ergebnis zu arbeiten."
Mit dem Ergebnis WIRD gearbeitet... Warum wurde denn das Ergebnis deiner Meinung nach veröffentlicht? Man sucht nach Experimenten um die Messungen zu bestätigen und nach passenden Theorien. Ob die Relativitätstheorie jetzt fällt oder nicht weiß man noch nicht.

"um das ergebnis zu bestätigen hat man ja den 2.versuch gemacht und das ergebnis war das gleiche und beim 2.mal achtete man besonders darauf keine fehler einfliessen zu lassen, oder glaubst du die cern wissenschaftler möchten gerne als deppen des jahrtausends in die geschichte eingehen?"
Keiner spricht den Forschern von Cern die Qualifikation ab, aber wenn ein systematischer Fehler vorhanden ist (der vielleicht einfach extrem schwierig zu finden ist, oder auf unbekannten Effekten beruht), hilft es nichts den Versuch mit dem gleichen Apparat durchzuführen.

http://de.wikipedia.org/...
"Die OPERA-Gruppe teilte mit, dass sie keine weitergehenden Schlüsse aus den Ergebnissen ziehen wollen, und unabhängige Bestätigungen durch andere Gruppen notwendig sind, um Klarheit über Richtigkeit oder Falschheit des Resultats zu erhalten."
Also hör doch auf diese Leute, wenn du sie nicht für Deppen hältst ;-)
Wären die Ergebnisse eindeutig würde man das auch sagen.
Kommentar ansehen
08.01.2012 02:02 Uhr von Gebirgskraeuter
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
1984: Ich glaub ja auch gern mal dran das in der Forschung etwas nicht sein kann weils nicht sein darf (gerade weil sich manchmal die Profs bei uns anner Uni so verhalten haben), aber:

Glaubst du tatsächlich irgendein Wissenschaftler wäre aus solch belanglosen Gründen bereit auf seinen Platz in der Geschichte zu verzichten?

Was meinst du was es bedeutet, der zu sein der Einstein widerlegt? Ein ewiger Ruhm in der Wissenschaft wäre demjenigen der es schafft den Erfolg für sich zu verbuchen sicher.

Die Probleme sind halt die Reproduzierbarkeit, Genauigkeit und vorallem auch die Tatsache das nicht jede Forschungseinrichtung, ja nichteinmal jedes Land, sich ein CERN zimmern kann um das Ergebnis zu verifizieren.

[ nachträglich editiert von Gebirgskraeuter ]
Kommentar ansehen
08.01.2012 12:16 Uhr von ThomasHambrecht
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Es kann doch "Zeit" vor dem Urknall gegeben haben wenn man davon ausgehen würde, dass es vor dem Urknall ein kollabierendes Universum gab. Allerdings wäre dies dann ein ganz neues "Paket" an Raumzeit.
Wenn ich Roger Penrose richtig verstanden habe haben in einem alternden Universum alle Teilchen soviel Abstand voneinander, dass es keinen Informationsaustausch (bei Lichtgeschwindigkeit) mehr geben kann. Somit werden Raum und Zeit sinnlos und das Universum bricht quantenphysikalisch zusammen. Alles wäre dann wieder an einem singulären Punkt. Die Vorraussetzung zum Urknall.
Kommentar ansehen
08.01.2012 14:24 Uhr von buluci
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
uni-versales Denken: Irgenwie scheint derjenige, der dieses Multiversum kreeirt hat besoffen ("Higgs"-Boson) gewesen zu sein, da er es versäumt hat uns mit den entsprechenden Sinnen auszustatten, dieses auch wahrnehmen zu können.
Vielleicht ist es dennoch möglich, sobald man mal von den bisherigen etablierten "Denk"-strukturen abweicht.

Refresh |<-- <-   1-10/10   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2016 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Stephen Hawking, der Gott als "überflüssig" bezeichnet, erhält Audienz bei Papst
Stephen Hawking: Menschheit in spätestens 1.000 Jahren am Ende
Starphysiker Stephen Hawking: Gier und Dummheit sind größte Gefahren für die Welt


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?