07.01.12 19:13 Uhr
 1.160
 

"Anwärter auf Guttenberg-Medaille": Christian Wulff von Kritiker zerrissen

Bundespräsident Christian Wulff hat mit seiner Hauskredit-Affäre zu kämpfen und gab diesbezüglich im TV ein Interview (ShortNews berichtete). Jetzt wurde er von dem Journalisten Mario Sixtus auf Twitter scharf kritisiert. In seinen Augen gäbe es Gemeinsamkeiten mit Karl-Theodor zu Guttenberg.

"Wulff ist spätestens jetzt oberster Anwärter auf die goldene Guttenberg-Medaille für fortgeschrittene Uneinsichtigkeit", sagte er nach dem TV-Interview. Genau wie bei Guttenbergs bei seiner Plagiats-Affäre würde Wulff ein oder zwei Fehler einräumen, aber auf moralisches Versagen zurückführen.

Von wirklicher Einsichtigkeit sei bei Christian Wulff nach wie vor nichts zu merken, erklärt Tübinger Rhetorikprofessor Joachim Knape. Beide Politiker fühlen bzw. fühlten sich bis zum Schluss im Unrecht und beide rechtfertigten sich damit, dass man auch nur "Mensch" sei und Fehler passieren.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Crushial
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Kritik, Twitter, Christian Wulff, Kritiker, Medaille
Quelle: www.stern.de
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
08.01.2012 04:28 Uhr von Twaini
 
+8 | -0
 
ANZEIGEN
tja und würde sich unsereins so ne Nummer erlauben dann gilt es nicht mehr ein Fehler ist Menschlich!

Denn wir würden knallhart bestraft werden, genau wie zu Guttenberg die Kiste, ein kleiner Arzt der sich nen Doktor Titel erschlichen hätte, nun dieser hätte kein Fuß mehr auf den Boden bekommen!

Viel zu viele da oben treiben Vetternwirtschaft und der größte teil da oben ist einfach nur Assozial, Politik für den kleinen Bürger machen die doch schon lange nimmer, egal wer da nun am Machthebel hockt!
Kommentar ansehen
08.01.2012 10:09 Uhr von dragon08
 
+6 | -0
 
ANZEIGEN
"...goldene Guttenberg-Medaille...": Ich bekomme einen Lachkrampf !

Aber gut gesagt ;-)


Sieht so aus , als ob Politiker mit einer einigermaßen weißen Weste eine Aussterbene Art sind .
Kommentar ansehen
08.01.2012 14:29 Uhr von Lachsi|Original
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
daher sollte man: weiterhin ein Exempel an Wulff statuieren, dass so ein unrühmliches Verhalten nicht toleriert wird. Es lässt sich mit Leistung und Kernkompetenz einfach nicht kompensieren.
Kommentar ansehen
08.01.2012 18:13 Uhr von mort76
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
super offensichlich ist es in diesem Land ein größeres Verbrechen, wenn beispielsweise ein Arbeitnehmer unerlaubt ein Brötchen auf seiner Arbeisstelle futtert, als wenn der Bundespräsident sich gleich von mehreren Leuten bestechen läßt und lügt wie gedruckt.

Ein Arbeitnehmer wird wegen Pfennigbeträgen entlassen, wenn er sich nicht an die Regeln hält, ein Bundespräsident erhält dagegen "das vollste Vertrauen" von Stasi-Merkel...aber klar: wir schwimmen ja alle im Geld, wohingegen ein Bundespräsident kucken muß, wie er über die Runden kommt...

Ich hätte ihm auch nicht zugemutet, daß er mit dem gammeligen Schloß Bellevue oder selbstbezahlten Urlauben, wie sie der Pöbel macht, vorlieb nehmen muß- sowas ist unserer Herrschaftselite unwürdig!

Wer als politischen Ziehvater einen zutiefst korrupten Bimbes-Kanzler hatte und selber eine Stasi-Vergangenheit hat, findet sowas aus nachvollziehbaren Gründen völlig okay...ein erpreßbarere Landesvater ist halt...praktisch. Die Merkel hat in der Kaderschule ja sicher gut aufgepaßt damals...

Naja: um ein Plakat von gestern zu zitieren: "Schämt euch, und zwar woanders!"
Kommentar ansehen
08.01.2012 18:56 Uhr von mort76
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
schlimm und man kann es nicht oft genug posten:

"Was schert mich mein Geschwätz von vorgestern? Ende 1999 musste Gerhard Glogowski von seinem Amt als niedersächsischer Ministerpräsident zurücktreten, weil er einen TUI-Flug bei seiner Hochzeitsreise nach Ägypten erst reichlich spät bezahlt hatte, nämlich erst, als sich Journalisten für den Fall interessierten. Es roch nach Vorteilsnahme im Amt, Glogowski selbst sprach später im stern von "Nachlässigkeiten". Der Mann, der damals darauf drängte, einen Untersuchungsausschuss einzusetzen, war Christian Wulff, seinerzeit Oppositionsführer der CDU in Niedersachsens Landtag. Sein Vorwurf: Schon der "Schein von Abhängigkeit" sei ein Problem für die Würde des Ministerpräsidentenamtes."

http://www.stern.de/...

Na, Wulff, wie wäre es, wenn du jetzt zu deinem eigenen Wort stehst?

So ist das halt, wenn man selber gerne gegen andere hetzt, dann aber ohne Hemmungen genau das tut, was man vorher jemand anderem vorgeworfen hat...bigotter gehts doch garnicht.
Aber wer erwartet von unseren Herrschaften schon etwas anderes?

Refresh |<-- <-   1-5/5   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?