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Günstigere Beerdigung - Sozialamt nimmt keine Rücksicht auf Lebensgefährten

Vor zehn Wochen verstarb die 64-jährige Sieglinde Fulge, die, wie ihr Lebensgefährte Joachim Hoppe, von Hartz IV lebte. Der Mann musste aufgrund des Schocks daraufhin ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Nun wurde Hoppe entlassen und musste feststellen, dass seine Lebensgefährtin, die er heiraten wollte, mittlerweile beerdigt wurde. Doch statt in Spandau ordnete das Sozialamt eine Beerdigung in Tempelhof an, da dort das Begräbnis um 390 Euro günstiger war.

Laut Thomas Fischer, Sozialamtsleiter im Bezirksamt Spandau, kann Hoppe keine Wünsche äußern, da er nicht mit der Frau verheiratet war. Hoppe weiß zwar mittlerweile, wo sich das anonyme Urnengrab befindet, doch bedauert er, dass er kein Geld für regelmäßige Fahrten zum Grab habe.


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WebReporter: hans_peter002
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Zwang, Beerdigung, Rücksicht, Anordnung, Sozialamt
Quelle: www.bz-berlin.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.01.2012 18:47 Uhr von Gringo75
 
+9 | -6
 
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hmm: ist zwar traurig für ihn, aber die hätten ja schon früher heiraten können.. gab bestimmt gründe es nicht zu tun.

aber was will er auf dem friedhof?
sie wurde auf einem anonymen gräberfeld beigesetzt, da weiß er sowieso nur ... diese rasenfläche.. irgendwo da ist die urne... und es gibt dort einen allgemeinen behälter für blumen.

ich persönlich gedenke meiner verstorbenen angehörigen und freunde zu hause oder immer gerade dort, wo sie mir gerade in den sinn kommen. dafür bedarf es bei mir keinerlei friedhofsbesuch.
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07.01.2012 21:15 Uhr von gofisch
 
+7 | -2
 
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wieso: ein "anonymes urnengrab"? sind harz 4 empfänger es nicht mal wert, dass eine namenstafel angebracht wird? ist das jetzt so usus, wenn man von amt verscharrt wird? ^^
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08.01.2012 01:15 Uhr von FrlAlyss
 
+4 | -1
 
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gofisch: so in der art ist es tatsächlich.
denn wenn sich niemand auftut der für eine beerdigung aufkommt werden "armenbegräbnisse" arrangiert.
und da ihr lebensgefährte ja im krankenhaus war..
die billigste methode ist das einäschern und ein anonymer platz auf dem friedhof. dieses schicksal ereilt auch obdachlose, unbekannteo.ä.

im grunde genommen bist du nichts wert, ja.

[ nachträglich editiert von FrlAlyss ]
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08.01.2012 05:38 Uhr von umb17
 
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mal sehen, wann der erste Schreibtischtäter auf die Idee kommt, die Leiche eines H4-Empfängers an Gunther von Hagens Körperwelten zu verschachern. Oder zwangsweise der Wissenschaft zur Verfügung zu stellen, bzw zum Ausschlachten evtl noch intakter Organe freizugeben.
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08.01.2012 09:30 Uhr von Marco Werner
 
+1 | -0
 
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@Zeus35: Das kommt auf die Art der Bestattung an,d.h. wie aufwändig sie ist. Wenn man diese Liste hier zugrundelegt http://www.vorsorge-verantwortung.de/... , dann kann eine Feuerbestattung sogar wirklich teurer sein. Eine Bestattung in einem anonymen Grab (egal ob Feuer- oder Erdbestattung) ist mit rund 2200€ aber in etwa gleich teuer.
Für das Sozialamt hat die Feuerbestattung aber weitere Vorzüge,die in der Liste nicht aufgeführt werden: Aufgrund der deutschen Bestattungsgesetze muss eine Erdbestattung spätestens nach 10 Tagen nach Eintritt des Todes stattfinden. Für eine Urnenbestattung gibts eine solche Frist nicht. Das wird gerade von den Sozialämtern für "Massenbegräbnisse" ausgenutzt, was nochmal Geld spart. Sprich: Es werden genug Urnen gesammelt und dann gemeinsam in einem Loch verbuddelt,so daß der Bestatter nur 1x anrücken muss und folglich auch weniger Kosten verursacht. Gerade in größeren Städten kanns dann durchaus sein,daß da 25-30 Urnen auf einmal verbuddelt werden.
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08.01.2012 12:41 Uhr von MBGucky
 
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Soweit kommts noch. Wenn er die vorhin von BastB angesprochenen 33,50€ im Monat nicht aufbringen kann, dann kann er auch die 390€ für die teurere Bestattung nicht aufbringen. Somit hat das Sozialamt völlig richtig gehandelt.

Ich möchte ja keinem Hartz4-Empfänger, den ich nicht mal kenne, vorwerfen er wäre selbst schuld an seiner schlechten finanziellen Situation. Aber wenn er schon kein Geld hat, soll er sich erst recht nach dem Tod mit dem zufriedengeben, was er geschenkt bekommt.
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08.01.2012 12:58 Uhr von quade34
 
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Pietät: hört beim Amt auf.
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28.04.2012 16:30 Uhr von Schwertträger
 
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Ich verstehe diese Buddelei der Urnen sowieso nicht.
Wenn man schon anonym verbrennt, warum verstreut man dann die Aschen nicht einfach? Spart die teuren Grabungskosten und Friedhofsfläche.
Dämlicher Körperkult.

Pietät?
Dafür ist wohl der Tote selbst und deren Angehörige verantwortlich. Die drückt sich nicht in der Art der Beerdigung aus, sondern in der Art des Gedenkens.


Von mir wird es keine Überreste geben. Ich will auf See verstreut werden, oder, falls bis dahin möglich, auf einem meiner eigenen Grundflächen (bzw. dann einem meiner Erben) verteilt werden.

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