Günstigere Beerdigung - Sozialamt nimmt keine Rücksicht auf Lebensgefährten
Vor zehn Wochen verstarb die 64-jährige Sieglinde Fulge, die, wie ihr Lebensgefährte Joachim Hoppe, von Hartz IV lebte. Der Mann musste aufgrund des Schocks daraufhin ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Nun wurde Hoppe entlassen und musste feststellen, dass seine Lebensgefährtin, die er heiraten wollte, mittlerweile beerdigt wurde. Doch statt in Spandau ordnete das Sozialamt eine Beerdigung in Tempelhof an, da dort das Begräbnis um 390 Euro günstiger war.
Laut Thomas Fischer, Sozialamtsleiter im Bezirksamt Spandau, kann Hoppe keine Wünsche äußern, da er nicht mit der Frau verheiratet war. Hoppe weiß zwar mittlerweile, wo sich das anonyme Urnengrab befindet, doch bedauert er, dass er kein Geld für regelmäßige Fahrten zum Grab habe.