06.01.12 15:11 Uhr
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Iran hat Angst vor seinen Bürgern: Führung verschärft Kontrolle im Netz

Das iranische Regime verstärkt im Vorfeld der Parlamentswahlen im März weiter die Kontrolle über das Internet. Die Regierung scheint Angst vor Protesten wie nach den letzten Wahlen 2009 zu haben. Die neuen Maßnahmen betreffen besonders Internetcafés und verschärfen die Zensur im Internet noch mehr.

Internetcafés stehen stellvertretend für Jugendkultur und Oppositionsbewegung. Diese Freiheit ist der Regierung ein Dorn im Auge. In den nächsten zwei Wochen müssen deshalb Überwachungskameras installiert werden. Zusätzlich müssen sich Nutzer ausweisen können und ihre Aktivitäten im Netz werden gespeichert.

Vorbild für diese Kontrolle ist China. Zusätzlich werden in der letzten Zeit mehr Webseiten geblockt, die Geschwindigkeit verlangsamt und die Nutzung von VPN-Diensten erschwert. Hintergrund ist, dass der Iran offenbar ein geschlossenes Internet aufbauen will, quasi ein nationales Intranet.


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WebReporter: rgh23
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Internet, Iran, Angst, Netz, Kontrolle, Führung, Zensur
Quelle: www.spiegel.de

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