DIW fordert kräftige Lohnerhöhung
Gert Wagner, Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), weist darauf hin, dass die Nettolöhne in den letzten Jahren praktisch nicht gestiegen sind, was zur Stagnation der Binnennachfrage führt.
Deutsche Unternehmen seien zu stark vom Export abhängig, allerdings beruht diese Exportstärke auf einer schwachen Lohnentwicklung und würgt damit den privaten Konsum ab. Dadurch sieht Wagner auch den sozialen Frieden in Deutschland gefährdet, weshalb er für Lohnerhöhungen plädiert.
Dies wäre auch ein erster Schritt zur Beendigung der Krise in Europa, welche nicht zuletzt auf zu ungleichmässigen Lohnstückkosten basiert.Auch kritisiert er die ständige Forderung der Wirtschaftsverbände nach Lohnzurückhaltung, welche auch von der Bundesregierung vertreten wird.