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Köln: Arztpraxis trennt Patienten schamlos nach privat und gesetzlich versichert

Eine Kölner Orthopädiepraxis ist jetzt stark in die Kritik geraten. Der Grund dafür: Ruft man dort an, erklärt eine Stimme vom Band, dass man als Privatpatient die eins und als Kassenpatient die zwei drücken müsse.

Dafür muss die Praxis nun heftige Kritik einstecken. Juristen bewerten diesen Schritt zwar rechtlich als korrekt, moralisch jedoch als höchst verwerflich.

Die Ärzte in der Praxis begründen diese Selektion mit Vereinfachungen bei Organisation und Abrechnung. Auf diese Art werde der Praxisalltag in dieser Hinsicht wesentlich erleichtert.


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WebReporter: spencinator78
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Köln, Krankenkasse, Kassenpatient, Arztpraxis, Privatpatient
Quelle: www.express.de

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88 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.01.2012 15:36 Uhr von Weedysmoker
 
+41 | -3
 
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Ist doch allgemein bekannt: z.B. bei meinem Ortho. gibts doch auch unterschiedliche Wartezimmer und die Terminvergaben unterscheiden sich je nach Versichertenart. Nach Tests mit nem Bekannten sind es so in etwa 4 Wochen später für Kassenpat.
Hat man nen Notfall kommt man als Kassenpat. dort erst gar nicht dran, d.h. am Telefon wird schon gesagt das man auf gar keinen Fall kommen soll.
Was ist an der News so neu?
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05.01.2012 15:37 Uhr von DesWahnsinnsFetteKuh
 
+24 | -18
 
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Wo ist das Problem: Eins drücken und Termin ausmachen.
Die Hilfe verweigern dürfen sie einem nicht.
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05.01.2012 16:04 Uhr von 1234321
 
+28 | -3
 
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Zumindest in dieser Arzt offen und ehrlich! Ich hätte gerade deshalb mit ihm keine Probleme.
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05.01.2012 16:38 Uhr von 338LM
 
+28 | -7
 
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@DesWahnsinnsFetteKuh: du spinnst wohl, natürlich darf er das.

Wenns kein Notfall ist, darf ich als Arzt Patienten einfach so ablehnen, genauso wie du dir als Patient einen anderen Arzt suchen darfst.

Ärzte müssen finanziell auch zusehen wo sie bleiben. Von Idealismus alleine kann keiner leben und das Ärzte Privatpatienten vorziehen liegt an den lächerlichen Beträgen, die die Gesetzlichen Krankenkassen bezahlen.

Da kommen manchmal Stundenlöhne zusammen für die die meisten Leute morgens nicht aufstehen würden.

Privatpatienten zahlen häufig die Behandlung der Normalversicherten mit.
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05.01.2012 16:45 Uhr von Daenerys
 
+33 | -20
 
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Skandal bei der Bahn: Ich bin neulich mit der Bahn gefahren, und die haben da tatsächlich eine 1.und eine 2. Klasse. Ich fand das moralisch total verwerflich. Da dürfen Menschen die mehr zahlen auf total bequemen Sesseln reisen und bekommen Zeitschriften.

Leute...wenn ein Arzt von einem Patienten legal das 2,3 fache verlangen kann wie von nem anderen, wen behandelt der wohl lieber?? Und wem solche Zwei-Klassen-Behandlungen nicht passen, der muss eben einen Arzt konsultieren der keine Unterschiede macht (viel Erfolg dabei)
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05.01.2012 17:00 Uhr von GOTSCH
 
+23 | -25
 
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@Daenerys: Mal davon abgesehen, dass bei der Bahn die 1. und 2. Klasse gleichzeitig am Zielort ankommen, kann man es sich auch aussuchen, mit welcher Klasse man reisen möchte... schlecher Vergleich.

[ nachträglich editiert von GOTSCH ]
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05.01.2012 17:09 Uhr von cob060691
 
+17 | -11
 
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Daenerys: Gesundheit ungleich Reiseverhältnisse

Und wie kommst du darauf, dass ein Privatpatient das genau 2,3-fache zahlt?
Es ist nunmal so, dass das Kassensystem momentan total für den Arsch ist und die Unterschiede in der Terminvereinbarung noch zu akzeptieren sind, aber die Unterschiede bei der Krankenhausbehandlung gehen so weit, dass es meiner Meinung nach unmoralisch ist.

Nur weil ein Mensch durch einen Glücksfall mehr verdient, oder auch mehr verdient, weil er ein unmoralisches Stück Fleisch ist, heißt das noch lange nicht, dass man ihn, nur wegen des Geldes, besser behandeln sollte. Er soll meinetwegen in der 1. Klasse fliegen und fahren, aber die Behandlung sollte gleich sein.

Edit: sn sollte Ungleichzeichen erlauben...

[ nachträglich editiert von cob060691 ]
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05.01.2012 17:41 Uhr von Glowdesign
 
+6 | -5
 
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Also zum Kommentar von cortexiphen muss ich sagen....was bitte hat dieser Artikel mit Geld abschöpfen zu tun?

Terminwartezeiten bei Fachärzten sind in so gut wie allen Ärzten nicht zu diskutieren. Es ist nicht akzeptabel wie lange man auf einen Termin wartet und schon gar nicht wie lange man teilweise in den Wartezimmern warten muss!

Und 338LM hat vollkommen recht! WER würde nicht so handeln wie die Ärzte heute? Informiert euch mal wie viel z.B. ein Orthopäde im Quartal an einem Kassenpatienten verdient (ca. 20 €), und dann schreibt hier noch einmal das ihr es nicht nachvollziehen könnt das Privatpatienten lieber gesehen sind.

Und das Beispiel mit der Bahn ist sogar ein sehr guter Vergleich. Genau wie dort kann jeder selber entscheiden ob er privat (1. Klasse) bezahlt oder nicht. Und natürlich kommen die Leute gleichzeitig an, aber wenn die Klassen voll sind sind sie voll. Und wenn die Bahn sich aussuchen könnte nur 1. Klasse Tickets zu verkaufen, würde sie es tun.

Und ja, das Kassensysthem ist für den Arsch, denn sonst würde es nicht soweit kommen. Allerdings muss man dabei berücksichtigen das es in anderen Lädern wesentlich schlimmer ist (was das um Himmels willen aber nicht entschuldigt).

Und um auf den Artikel zurückzukommen: Ich finde es nicht verwerflich im vornherein nach Privatpatient oder Kassenpatient zu fragen. In vielen Fällen ist es für die Organisation deutlich besser (allein wegen Rechnungsfragen und ähnlichem).
Das dieses oder ähnliche Systeme in allen Ämtern und in allen größeren Oragnisationen auftreten interessiert doch auch keinen, oder?!
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05.01.2012 17:43 Uhr von cob060691
 
+13 | -9
 
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Jimboooo: Gut, dass du kein Arzt bist, denn ich habe bisher die Erfahrung gemacht, dass Ärzte eher die behandeln, die es nötiger haben.
Aber gut, dass nicht jeder so asozial denkt wie du. Und wenn du mir nicht glauben solltest, dann schau dir einfach mal die Organisation "Ärzte ohne Grenzen" an.

Es gibt Leute, die sich ihr Geld erarbeitet haben, aber die werden immer weniger.
Sehr viele hatten Starthilfe durch wohlhabende Eltern oder Beziehungen.
Gib mal als Altenpfleger dein bestes, arbeite mal so richtig hart, was bekommst du dann? Richtig vielleicht ein moralisch besseres Gefühl, aber der Hungerlohn bleibt.
Also denk bitte erstmal nach bevor du wieder so einen Schwachsinn schreibst wie: "leute verdienen nur wenig geld, weil sie faul oder dämlich sind!", denn genau sowas ist Gift für die Gesellschaft und genau solche Leute wie du arbeiten leider immer öfter in der Wirtschaft und zerstören jegliche Moral und sämtliche Wertvorstellungen.

Edit: @glowdesign:
Ja man sucht sich selbst aus ob man 1.Klasse fährt oder nicht, aber wenn man kein Geld hat, dann fährt man halt 2. Klasse, kein Problem, aber das ist nicht zu vergleichen mit der Gesundheit eines Menschen.

[ nachträglich editiert von cob060691 ]
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05.01.2012 18:45 Uhr von sodaspace
 
+3 | -2
 
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wenn ich mal zum arzt muss: ruf ich vorher an und sag prinzipiell das ich schmerzen habe.
dann kommst du immer am selben tag einen termin.
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05.01.2012 18:57 Uhr von LucasXXL
 
+6 | -19
 
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05.01.2012 19:03 Uhr von cob060691
 
+13 | -6
 
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lucas du held: "müssen eine bestimmte Einkommengrenze erreichen, um in die PKV wechseln zu können. Das Sozialgesetzbuch spricht hier von der „Versicherungspflichtgrenze“.
Nur wer diese Grenze erreicht, kann in die private Krankenversicherung eintreten.
Derzeit (Stand 01/2012) beträgt diese Einkommensgrenze 50.850 EUR." Quelle: http://www.dewion.de/...
Erster Link bei Google, gibt hunderte mehr.

Es kann sich nicht jeder privat versichern, also bitte, denken, überprüfen, schreiben und nicht: nicht denken, schreiben, Behauptungen aufstellen.
Danke

Das Leben verläuft außerdem nicht immer so wie man es versucht zu gestalten. Versuch als armer, AIDS-kranker, hungernder Somali mal ein berühmter Manager zu werden...
Ja viel Glück, da gewinnt man viel eher was im Lotto.
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05.01.2012 19:09 Uhr von LucasXXL
 
+6 | -19
 
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05.01.2012 19:13 Uhr von cob060691
 
+10 | -7
 
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lucas: Genau, man findet so leicht eine Arbeit, die mehr einbringt, wenn man in sozialen Bereichen arbeitet, oder nicht den nötigen Schulabschluss zum Studium aufweist bzw dann braucht man Glück um als zB BWLer einen gutbezahlten Job zu finden.
Mensch mach die Augen auf.
Schön, dass du genug Steuern zahlst, denkst du jetzt, du wärst toll, nur weil du deinen Pflichten nachgehst, statt Steuern zu hinterziehen, wie jeder "normale" Besserverdiener aus der Wirtschaft?

Edit: zu deinem Edit: Wer verdient hier wie viel? du musst dich schon auf irgendwas beziehen, beziehst du dich auf das Gehalt eines Somalis, das eines Managers, oder das, welches man für die PKV braucht?

[ nachträglich editiert von cob060691 ]
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05.01.2012 19:14 Uhr von Maniska
 
+10 | -0
 
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@Weedysmoker: Deswegen ruft man bei einem Notfall auch nicht an, sondern fährt einfach sofort zum Arzt.
Vorteil an der Sache: Wenn du als Norfall da bist, darf er dich nicht mehr wegschicken. Außerdem kommt es a) bei den anwesenden Patienten nicht so gut wenn man einen Schmerzpatienten (Notfall eben) wegschickt und b) kommt man extrem schnell dran weil kein Arzt ein Häufchen Elend in seinem Wartezimmer will.
Klar, das sollte man wirklich nur dann machen wenn es ein Notfall ist, aber dann halte ich es auch für berechtigt.
Ich warte lieber wegen einem wirklichen Notfall als wegen einem Privatpatienten...
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05.01.2012 19:17 Uhr von LucasXXL
 
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05.01.2012 19:23 Uhr von cob060691
 
+11 | -6
 
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lucas: Schön, dass du dir mit einem Realabschluss eine PKV leisten kannst, das geht aber nicht allen so und außerdem verdienen mindestens 50% der Deutschen nicht das Geld, welches man mindestens für eine PKV braucht.

Aha, deswegen haben wir so viele Arbeitslose, weil so viel Arbeit vorhanden ist...
Denk doch mal nach, nur weil zB viele Ärzte gesucht werden, heißt es nicht, dass ein ausgebildeter Schreiner diesen Beruf ausüben kann...

Meine Güte, ich habe immer gedacht, dass man in der Realschule wenigstens lernt, wie man um eine Ecke denkt, aber das scheint bei dir ja nicht der Fall gewesen zu sein...
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05.01.2012 19:25 Uhr von LucasXXL
 
+4 | -18
 
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05.01.2012 19:29 Uhr von LucasXXL
 
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05.01.2012 19:30 Uhr von Pfennige500
 
+7 | -1
 
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Und wer ist daran schuld? Der Arzt der zurechtkommen muss oder eher das System das sowas fördert?
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05.01.2012 19:31 Uhr von Glowdesign
 
+6 | -2
 
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hmm...2: Natürtlich kann sich nicht jeder privat versichern lassen, aber es kann jeder privat bezahlen. Also Tipp wie ich es mache: Wenn ich etwas ernstes habe, gehe ich zu einem Privatmediziner und bezahle dort privat 21, 70 oder sowas..eine Beratung. Behandeln lassen kann ich mich bei Kasse.
Wenn ich was akutes habe dann kann ich jederzeit in eine Praxis, denn bei etwas akutem wird man selten abgelehnt. Ansonsten gibt es dafür Notärzte. Natürlich ist das nicht toll! Natürlich müsste es anders laufen! Aber tut es nunmal nicht, also muss man das Beste draus machen.

Und ich bin mir da eher unsicher, ob ein Kassenarzt überleben würde. Ich glaube da nicht dran. Dafür gibt es zu viele die Privat zahlen durch ihren Beruf oder einfach weil sie genug haben.

[ nachträglich editiert von Glowdesign ]
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05.01.2012 19:31 Uhr von cob060691
 
+8 | -5
 
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lucas: Es geht doch nicht gerade darum, wie viel ein Schreiner verdient...
Ich habe einen Schreiner als Beispiel für einen Arbeitslosen genannt, egal aus welchen Gründen er diesen Zustand erreicht hat, er kann nicht den Beruf eines Arztes ausüben, jedenfalls nicht vor einem Studium. Und da es einige Berufsgruppen gibt, in denen man nach Arbeitern sucht (u.A. in der Medizin), heißt es nicht, dass jeder diese Arbeit verrichten kann, weswegen auch freie Arbeitsstellen nicht ausgefüllt werden...
Aber, ich glaube dir kann man das nicht erklären, du scheinst zu borniert zu sein, oder einfach zu naiv. Und wenn du das auf dem Bild von dir bist, dann weiß ich auch, dass du nicht mit ärmeren Menschen mitfühlen kannst, naja typisch schmieriger Kapitalist eben...
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05.01.2012 19:31 Uhr von sagnet23
 
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@LucasXXL: Wenn ich dich labern sehe klappt mir das Messer in der Tasche auf:
1. Ich habe 14 Jahre lang bei einer großen Firma gearbeitet und bin immer in der Freiwilligen Gesetzlichen Versicherung gewesen: Warum? Weil mich dieses 2 Klassen System Ankotzt, es gibt genug Länder (zum Bspl: Kanada) die zeigen, dass eine Solidargemeinschaft mehr bringt als dieses Verupfte Zeug was wir in Deutschland haben angefangen bei der Privaten bis hin zu den Gesetzlichen.
2. Seit 2 Jahren bin ich (männlich) arbeitslos, allein Erziehend von drei Kindern, und schon allein dadurch "nur" gesetzlich Versichert. Glaubst du es macht Spass dass deine kinder und du selbst als 2. Klassig behandelt werden? Zum Glück ist das hier auf dem Land kaum der Fall.
3,. Ich kann den Orthopäden sogar ein Stück weit verstehen: In meiner Heimatstadt kannte ich einen Ortophäden, der gar keine Kassenzulassung angestrebt hat und von vorneherein gesagt hat er behandelt nur Privatpatienten. Ich kam nur zu ihm, weil er ein Freund von mir ist.

Aber deine Einstellung zu einer 2 Klassen Gesellschaft: "Wer kann soll sich Privat Versichern der Rest geht zur AOK" Ist fast schon rassistisch, aber auf jeden Fall zum Kotzen

[ nachträglich editiert von sagnet23 ]
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05.01.2012 19:32 Uhr von LucasXXL
 
+3 | -18
 
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05.01.2012 19:35 Uhr von cob060691
 
+7 | -3
 
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sagnet: Lass gut sein, jeder weiß, dass das System scheiße ist, aber Lucas will nur ein wenig trollen.

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