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Bremen: Streit um Adolf Hitlers U-Boot-Bunker "Valentin"

Am 8. Mai 2011 wurde der U-Boot-Bunker Valentin in Bremen als Gedenkstätte eingeweiht (ShortNews berichtete). Der überirdische Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg ist der zweitgrößte Europas. Er entstand zwischen 1943 und 1945 durch Zwangsarbeiter, wobei 1.600 Menschen starben.

2015 soll die Gedenkstätte fertig sein und eine neue Ausstellung zeigen. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) verwaltet den Bunker und plant Teile davon zu vermieten. Betriebe sollen dort einlagern können. Damit will die Bima die hohen Betriebskosten decken.

Der Leiter des Landesamts für Denkmalpflege, Georg Skalecki, legte dagegen schriftlich Einspruch ein. "Das lassen wir gerade rechtlich prüfen, weil das doch einen erheblichen Eingriff in unsere Nutzungsmöglichkeiten darstellt.", so Bima-Fachgebietsleiter Hans-Heinrich Schrievers.


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WebReporter: spencinator78
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Streit, Bremen, Adolf Hitler, U-Boot, Bunker
Quelle: www.welt.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.01.2012 18:22 Uhr von spencinator78
 
+7 | -2
 
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Bitte mal die Quelle lesen. Konnte nicht alles interessante unterbringen und das Thema ist echt interessant.
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04.01.2012 19:57 Uhr von Dracultepes
 
+7 | -15
 
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Leiter des Landesamtes für Denkmalpflege, Positionen die die Welt nicht braucht.

Entweder nutzen oder abreißen und neu nutzen.
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04.01.2012 20:03 Uhr von maretz
 
+7 | -4
 
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@dra: so so - also einfach mal verkommen lassen wenn es nicht genutzt wird? Nun - gut das nicht alle so kurzsichtig sind - sonst bräuchtest du heute kein Museum mehr....

Und nutzen als Lagerraum? Ok, ich hätte ggf. ein Problem damit das beim Bau meines Lagerraumes über 1000 Menschen getötet und noch viel mehr gefoltert wurden - aber gut...

Sorry - aber überflüssig finde ich die Denkmalpflege nun wirklich mal nicht...
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04.01.2012 20:07 Uhr von Facemeltor
 
+17 | -1
 
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@Dracultepes: Versuch mal so nen Bunker einfach abzureißen, könnte witzig werden.
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04.01.2012 20:29 Uhr von Dracultepes
 
+0 | -6
 
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@maretz @facemeltor: Nein nicht verkommen lassen. Entweder die jetzigen Räume nutzen oder das Gelände rückbauen und neu bebauen. Also nichts mit verkommen lassen.

Wäre nur die Frage ob es überhaupt interesse an solch einem Gelände in Bremen gibt.

Es hat doch nichts mit kurzsichtigkeit zu tun wenn man vorhandenes nutzen will.

"Und nutzen als Lagerraum? Ok, ich hätte ggf. ein Problem damit das beim Bau meines Lagerraumes über 1000 Menschen getötet und noch viel mehr gefoltert wurden - aber gut... "
Andere anscheinend nicht. Wurde ja auch schon dafür benutzt.

"Sorry - aber überflüssig finde ich die Denkmalpflege nun wirklich mal nicht..."

Du nicht, ich oft schon. Bzw. meistens

@facemeltor
Ich habe nicht gesagt das man ihn "einfach" abreißen kann indem zwei Bagger den zerlegen. Aber was die Allierten nach dem Zweiten Weltkrieg geschafft haben, das sollten wir heutzutage auch schaffen.

Die Frage ist nur irgendwann kosten/nutzen.
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04.01.2012 20:45 Uhr von Jlaebbischer
 
+5 | -0
 
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Dracul: Frag mal die Amis, ob sie es mal versucht haben, das Ding einzureißen.

Die haben das nämlich mehr wie einmal versucht. Wenn ein Gebäude für die Ewigkeit gebaut wurde, dann dieser Bunker.

[ nachträglich editiert von Jlaebbischer ]
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04.01.2012 20:59 Uhr von Dracultepes
 
+0 | -1
 
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@Jlaebbischer: Bei Wiki steht jetzt nichts davon das sie es besonders versucht haben. Dort liest man eher davon dass sie davon abgesehen haben.(das war auch mein Stand).

Allerdings befasse ich mich damit auch nicht wirklich. Immer mal wenn man einen Bunker sucht in den man reinkommt ^^
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04.01.2012 21:41 Uhr von Perisecor
 
+3 | -1
 
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@ Dracultepes: Man hat diverse Male versucht die deutschen U-Boot-Bunker abzureissen. Dort, wo es gelang, hat es einen immensen Aufwand an Material und Personal bedarft, oft gelang es garnicht.

Ob man mit modernen Technologien einfacher zum Ziel kommt, weiß ich nicht, aber "mal schnell sprengen" geht nicht.


@ maretz

"Ok, ich hätte ggf. ein Problem damit das beim Bau meines Lagerraumes über 1000 Menschen getötet und noch viel mehr gefoltert wurden - aber gut... "

Dann meidest du also konsequent viele Autobahnen oder ältere Gebäude, betrittst keine Krankenhäuser und verwendest vor allem nur Produkte, die zu 100% in Mitteleuropa hergestellt wurden?

Ernsthaft, alleine bei der Herstellung deines PCs/Laptops/Smartphones um hier zu schreiben wurde derart viel Leid verursacht, dass dein Posting wie ein schlechter Scherz klingt...
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05.01.2012 12:42 Uhr von iarutruk
 
+1 | -0
 
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ich finde das ganze einfach lächerlich, um sich überhaupt damit abzugeben. den bunker hätte man schon 7 Jahre nutzen können. dann wären die renovierungskosten schon zig mal bezahlt.

aber deutschlands behörden mit ihhren desolaten ansichten, vorschriten und gesetzen sucht seines gleichen auf der erde, aber erfolglos.
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06.01.2012 11:34 Uhr von Enki77
 
+0 | -0
 
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auch Denkmäler wollen gepflegt und bezahlt werden: Die Bima muss das Ding instand halten, d.h. selbst ohne Gedenkstätte muss es regelmäßig besichtigt werden ggf. Leuchtkörper ausgetauscht werden, etc..
Bei der Nutzung als Gedenkstätte muss noch sehr viel mehr gemacht werden (Feuerlöscher, Bewachung, etc.) und das kostet dann richtig Geld.
Der Bunker bietet mit den 426 x 33 Metern 14.058 m² Platz.
Das wird von der Gedenkstätte nicht komplett genutzt.

Gedenkstätten und Museen und Denkmäler sind wichtig, aber wenn man aus allem ein Denkmal oder eine Gedenkstätte macht wo mal Menschen gestorben sind, dann haben wir bald keinen Platz mehr zum wohnen und arbeiten.
Es ist zwar hart zu sagen, das es genug Gedenkstätten an die NS-Zeit gibt, aber ich denke das es den Tatsachen entspricht. Wenn man sich alle in Deutschland ansehen wolle, so wäre man einen ganzen Monat (ohne Reisezeit) in Deutschland unterwegs.
Der Begriff Lager ist hier vielleicht übel, da das Wort Lager auch in Arbeitslager und Konzentrationslager steckt.
Wenn ich das Ding Warehouse oder Hochregalcenter nennen würde, wäre das sicherlich weniger anstößig.
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09.01.2012 19:41 Uhr von snake-deluxe
 
+0 | -0
 
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sprengen: na klar...

Schaut euch mal an der französischen Atlantikküste um - da stehen alle paar 100 Meter Betonbunker. Die bekommt man da auch nicht mehr weg.
Oder jemand eine Idee wie man 7 Meter dicke Stahlbetondecken demontieren soll? ;)

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