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Aus den eigenen CDU-Reihen: Christian Wulff sei eine "Witzfigur" (Update)

Bundespräsident Christian Wulff weigert sich trotz seiner Hauskredit-Affäre und der diesbezüglichen Droh-Anrufe bei der Zeitung "Bild" zurückzutreten (ShortNews berichtete). Vera Lengsfeld forderte jetzt als erste prominente Politikerin aus den eigenen Reihen den Rücktritt von Wulff.

"Unser Bundespräsident ist endgültig zur Witzfigur geworden. Die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung kann ihn nicht mehr ernst nehmen", erklärte sie. Als Nachfolger hat sie auch einen neuen Kandidaten im Sinn. Es handelt sich dabei um Joachim Gauck.

Weitere CDU-Spitzenpolitiker glauben, dass Christian Wulff dem Druck nicht mehr lange standhält und doch noch seinen Rücktritt erklären wird. Spätestens dann, wenn seine Worte "keine Wirkung mehr zeigen", wird Schluss sein, sagt Wolfgang Kubicki, FDP-Fraktionschef in Schleswig-Holstein.


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WebReporter: Crushial
Rubrik:   Politik
Schlagworte: CDU, Rücktritt, Christian Wulff, Joachim Gauck, Vera Lengsfeld
Quelle: www.bild.de
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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.01.2012 10:39 Uhr von derNameIstProgramm
 
+4 | -4
 
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Prominent: Die Frau wurde durch Prominent wegen dem Dekollete Plakatt damals, oder? Danach ist sie ja klanglos untergegangen.

Bei Wulffs Wahl gab es genug Abweichler in CDU/FDP, ich bin mir recht sicher dass Lengsfeld auch dazu gehört hat.

So oder so: Ich finde Gauck auch keinen schlechten Kandidaten, aber das Amt ist sowieso mittlerweile dank Presse und Opposition verschleist.
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04.01.2012 11:03 Uhr von usambara
 
+18 | -2
 
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Schaf im Wulffpelz Selten hat man die Medien der Bundesrepublik derart als vierte Gewalt auftretend erlebt, die im Konzert Details durchsickern lässt und gemeinsam an einem Strang zieht, um dem Staatsoberhaupt seine Grenzen aufzuzeigen- und das zurecht!
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04.01.2012 11:05 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
+8 | -22
 
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04.01.2012 11:08 Uhr von Serverhorst32
 
+20 | -5
 
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Sag_mir_Quando_sag: Sind die Drohanrufe von Wulff mit denen er Reporter einschüchtern wollte eine "Kampagne" ?

Komisch er hat das zugegeben und sich dafür entschuldigt. Und wenn jemand als Bundespräsident Journalisten bedroht und sogar so dämlich ist das auch noch auf Mailboxen zu sprechen, sorry dann ist der Typ einfach nur .... ein typischer CDU/CSU Politiker.
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04.01.2012 11:12 Uhr von ruthless666
 
+12 | -4
 
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Wulff sollte: zurücktreten. Wer sich mit dem BILD- Boulevard- Schmierblättchen anlegt wir eh "totgeschrieben". Das sollte er wissen, er ist ja schließlich nicht erst seit gestern im politischen Geschäft.

Dann bitte dieses völlig sinnlose und für den Steuerzahler aufwendige Amt des BP abschaffen.
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04.01.2012 11:13 Uhr von kirkpatrik
 
+4 | -6
 
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Mal: davon abgesehen, ob seine Aktionen falsch waren oder nicht (hierzu habe ich mich zu wenig mit diesen "Vorfällen" beschäftigt), finde ich es interessant, was alles unternommen wird, damit ein nicht mehr ganz so beliebte Person verschwindet.
Ausserdem würde ich mal die Leute bezüglich solcher Vorgänge überprüfen lassen, die jetzt am Lautesten schreien. Wäre interessant, was dabei rauskommt.
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04.01.2012 11:20 Uhr von Thurias
 
+1 | -3
 
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ist doch scheiss egal: bei 200.000 im jahr .... -_-
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04.01.2012 12:51 Uhr von Gandalf_1
 
+7 | -1
 
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Mal sehen: Verletzung der Pressefreiheit, Annahme umstrittener Zuwendungen, Lobbyismus, Belügen der Bevölkerung über diese Vorgänge ... nichts wessen sich nicht der Großteil unserer Politiker schon schuldig gemacht hätte.

Nur handelt es sich hier um den Bundespräsidenten, zumindest außenpolitisch eine Symbolfigur.
Köhler ist damals wegen erheblich weniger zurückgetreten. Auch Wulff sollte endlich den Platz räumen. Danach sollte das Amt des Bundespräsident generell auf den Prüfstand.
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04.01.2012 12:52 Uhr von Serverhorst32
 
+8 | -1
 
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kirkpatrik: "finde ich es interessant, was alles unternommen wird, damit ein nicht mehr ganz so beliebte Person verschwindet."

Wenn ein Bundespräsident mit dem höchsten Amt in Deutschland zahlreiche AFFÄREN hat ... bei denen der Verdacht nahe liegt, es handelt sich um Korruption und sogar die Staatsanwaltschaft ermitteln muss weil sich der Herr

- Urlaube von Unternehmern bezahlen lässt
- Kredite von Unternehmern zu ---besonderen--- anrüchigen Konditionen annimmt.
- Journalisten bedroht

Dann ist doch klar, dass viele wollen, dass der Typ verschwindet. Ok wir haben lauter Verbrecher in der Regierung, aber das heisst noch nicht, dass wir bzw. andere das dauerhaft so hinnehmen müssen.

Und was andere machen interessiert hier erstmal nicht. Erstmal zählt, dass Wulff verschwindet, weil er des Amtes nicht würdig ist und gerade als Bundespräsident die Pressefreiheit zu beschneiden mit Drohungen ist ein Witz!

Danach wenn Wulff weg ist, kann man andere Politiker unter die Lupe nehmen, und zwar egal welcher Partei.
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04.01.2012 13:17 Uhr von Shoiin
 
+0 | -4
 
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BVerfG: Bundespräsident sollten nur Richter vom Bundesverfassungsgericht werden können.
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04.01.2012 13:51 Uhr von Crusader2012
 
+5 | -3
 
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Überfällig: dass dieses KORRUPTE UND VERLOGENE ARSCHLOCH endlich verschwindet. Der Mann ist eine Schande für die gesamte Poltik hier im Lande. Das fing mit seinem Kniefall vor der Terror-Religion an und setzt sich jetzt tagtäglich fort.

[ nachträglich editiert von Crusader2012 ]
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04.01.2012 14:22 Uhr von fuDDel@
 
+1 | -2
 
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Crusager2012: Terrorreligion? Oh man, wenn ich sowas lese wird mir schlecht.
Ich komme aus der Heimat von Wullf und kenne den schon ein wenig und war immer ein Gegner von ihm. Allein diese Aussage zum Islam hat ihm bei mir ein paar Sympathien eingebracht. Das was jetzt passiert ist, hat mich nur in meiner Meinung über ihn wieder bestätigt. Schade eigentlich.
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04.01.2012 16:37 Uhr von mort76
 
+4 | -0
 
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derName, wenn unser Staatsoberhaupt sich bestechen läßt und das ganze mit Lügen zu vertuschen versucht, ist daran nicht die Presse oder die Opposition schuld, sondern der feine Herr Wulff selber.

Der Herr hat selber den Moralapostel gespielt, wenn sich die Gelegenheit ergab, anderen ihre "Verfehlungen" anzukreiden- er selber hat an sich selbst wohl andere Ansprüche. Genauso wie Guttenberg. Die Parallelen sind offensichtlich- beide "kleben an ihrem Stuhl" (CDU-Duktus), obwohl sie jedwede Glaubwürdigkeit verloren haben.

Nun- wer erinnert sich noch an die CDU-Hexenjagd auf Fischer?
Im Gegensatz zu Wulff hat sich Fischer nicht persönlich bereichert, die Vorwürfe waren lächerlich. Nun darf die CDU die selbe Suppe auslöffeln. Wie du mir, so ich dir, gleiches Recht für alle.
Mit Fischer hatten "Opposition und Presse" auch keinerlei Gnade.
Ist halt Scheiße, wenn es dann eben mal die eigene Partei trifft. Und das dann auch noch zweimal in Folge...

Also, wer jetzt jammert, das ganze wäre eine Kampagne gegen den armen Herrn Wulff, sollte im Gedächnis behalten, daß die CDU sowas selber tut, wenn es ihr genehm ist. Und Herr Wulff würde dabei in der ersten Reihe stehen.

Nun: wo bleibt denn nun der öffentliche Untersuchungsausschuß gegen Wulff, öffentliv im TV übertragen?

[ nachträglich editiert von mort76 ]
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05.01.2012 00:03 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
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@Serverhorst32: Ich halte es für Medienheuchelei, wenn aus solchen Anrufen jetzt "Drohanrufe" konstruiert werden. Ich gehe davon aus, daß es ein ständiges Hin und Her zwischen Politikern und Wirtschaft gibt.

Ich habe von Wulff eigentlich nie etwas gehalten. Allerdings auch nicht gerade von Gauck. Gesine Schwan war da doch attraktiver - nicht als Frau, sondern für das, was sie versprechen würde.

Ich gehe davon aus, daß solch ein Geplänkel zwischen Wulff und Springer Konzern, aber auch mit anderen Medienkonzer-nen gang und gäbe ist. Es kommt halt meist nicht an die Öffentlichkeit. Und ich bleib dabei: Medienkampagne.

So was gab es auch schon mit anderen Themen, nur jetzt ist eben Wulff dran. Man fragt sich schon, warum all die Geschichten mit Maschmeyer & Co. gerade jetzt auftauchen. Das war doch alles schon früher bekannt.

Wie sagte Wowereit noch, bevor er ins Amt kam: "Organisierte Verantwortungslosigkeit!" Und so muß die Verantwortung halten warten, bis das richtige Timing vorhanden ist. So kommt es mir vor, wenn Bild seine Home-Story der Wulffs nicht bekommt.

[ nachträglich editiert von Sag_mir_Quando_sag ]
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05.01.2012 02:20 Uhr von lastfirst
 
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So lang die Medien: nicht Frau Merkel für ihr politisches Werk zerreißen, glaube ich nicht, dass es hierbei um nur das geht, was über Herrn Wulff veröffentlicht wird. Das ist nur das Mittel für den Abgang von der Politikbühne.

Es geht in der Politik um die Meinung, die ein Politiker hat und wenn die nicht den großen Zielen entspricht ist halt Ende.

Da gibt es bestimmt über viele Politiker Material, das mehr oder weniger schlimm ist und dazu reicht Abweichlern von Amt und würden zu schubsen. Gezückt wird es eben erst, wenn es notwendig erscheint.

Über Wulff rege ich mich nicht auf - aber dieser Teil unserer Bevölkerung, der so oberflächlich ist.
In einer Art haben die Blödmenschen genau das verdient was sie bekommen - leider sitzen die Guten mit im Boot.

[ nachträglich editiert von lastfirst ]
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05.01.2012 08:01 Uhr von mort76
 
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lastfirst, das einzige, was zählt, ist, daß die Vorwürfe offensichtlich stimmen.
Soll man jetzt hingehen und sagen: "oh, die sind alle bestechlich, also lassen wir einfach alles so, wie es ist, wenn zufällig mal einer auffliegt"?

Die CDU ist sich auch für keine Medienkampagne zu schade. Hätte die CDU eine entsprechende Steilvorlage von der SPD erhalten, wäre das Resultat das selbe gewesen- man denke an Fischer. Da braucht jetzt niemand herumzuheulen, weils mal die eigene Partei trifft.
Wieder mal.
Und sicher nicht letztmalig.

Und die BILD ist ja nun nicht gerade eine SPD-Fanzeitung...Guttenberg wurde von dieser bis zuletzt verteidigt, und der war ja quasi ihr "Ziehsohn".
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05.01.2012 20:33 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
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Das trifft doch gar nicht den Kern der Sache: Es geht darum, daß die Medien gar nicht ihre Funktion wahrnehmen.

Sie reduzieren sich auf Kampagnenjournalismus.

Und dabei geht es nicht um die Verteidigung einzelner Politiker.

Richtig ist, daß die CDU über ein entsprechendes Faux Pas eines Funktionsinhabers der gegnerischen Seite hergefallen wäre. Aber auch das ist langweilig, weil: Wieder eine Medienkampagne und alle sind beschäftigt. Von den essentiellen Dingen wird abgelenkt.

Und darin liegt die Kritik.
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05.01.2012 23:13 Uhr von lastfirst
 
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@mort76: Das Problem ist, dass es hier um zwei paar Dinge geht. Natürlich brauchen wir über das Verhalten von Herrn Wulff nicht zu diskutieren. Und genau hier sind wir aber oberflächlich, denn es geht hier nur um Verhaltensweisen als Privatperson und das war von ihn nicht gerade klug.
Schauen wir aber auf die Politikbühne wird einiges klar, warum wie verabredet sich alle auf ihn stürzen.

Die Quelle ist recht interessant für jeden der nicht selbst drauf kam: http://www.mmnews.de/...

Ein Auszug daraus:

" "Wer heute die Folgen geplatzter Spekulationsblasen allein mit Geld und Garantien zu mildern versucht, verschiebt die Lasten zur jungen Generation und erschwert ihr die Zukunft. All diejenigen, die das propagieren, handeln nach dem Motto: Nach mir die Sintflut." Eine schallende Ohrfeige für Angela Merkel und die Riege der Befürworter von Rettungsschirmen und Transferunion. Mit schönem Gruß aus Schloss Bellevue."

und weiter:
"Drohte Wulff also möglicherweise, die ESM-Gesetze durchfallen zu lassen?"

"Gut drei Monate von Ende August bis Anfang Dezember: Das ist in etwa die Zeit, die man benötigt, um die Fakten für eine mediale Kampagne zu recherchieren und gemeinsam mit ausgewählten Medien vorzubereiten."

Wulff wird sich darüber im Klaren sein und wird genau deshalb zum jetzigen Zeitpunkt nicht zurück treten. Das ist kein Klammern an die Macht, sondern absolute Stärke. Im vollen Bewusstsein, das er weiterhin als Person fertig gemacht wird. Hoffen wir das er den Druck standhält und die ESM-Gesetze durchfallen lässt.

Ihr solltet mal auf die wichtigen Dinge achten und nicht ob jemand in der Nase bohrt!

[ nachträglich editiert von lastfirst ]
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06.01.2012 15:59 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
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Guter Punkt: "Drohte Wulff also möglicherweise, die ESM-Gesetze durchfallen zu lassen?"

Deswegen ist ja Köhler zurückgetreten - nur mit dem Unterschied, daß er den Spieß umdrehte: Nach Verfassungslage hätte er das damalige Gesetz gar nicht unterschreiben dürfen, weil es die Verfassungswidrigkeit des Gesetzes förderte.

Was hat er gemacht: Er unterschrieb und trat dann zurück. In der Öffentlichkeit wurden die Hintergründe nie diskutiert, obwohl das Verfassungsgericht eine Blankovollmacht in einem vorherigen Urteil verboten hatte.

Aber Köhler war ja IWF-Banker und hat auch die Währungsunion mit der DDR mit zu verantworten.

[ nachträglich editiert von Sag_mir_Quando_sag ]

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