03.01.12 09:12 Uhr
 2.513
 

Studie: Sehr viele Jobs werden nur durch "Vitamin B" vergeben

Eine gute Qualifikation ist längst nicht allein ausschlaggebend, um Karriere zu machen. Eine Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) zeigt, dass 30 bis 40 Prozent aller Jobs von Firmen nur an von Beschäftigten Bekannte oder wieder deren Bekannte vergeben werden.

Das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung bestätigt die Erkenntnisse. 15.000 befragte Unternehmen gaben zu, dass bei jeder vierten Stellenbesetzung "Vitamin B" ausschlaggebend war. Selbst jeder dritte Job für Ungelernte wird mittlerweile von Bekannten vermittelt.

KPMG, Andersen Consulting oder Infineon bezahlten vor über zehn Jahren sogar Geld, wenn Mitarbeiter Freunde ins Unternehmen holten. Aktive Netzwerker weisen den Vorwurf der Klüngelei zurück. Kontakte knüpfen sei harte Arbeit. Wer neidisch ist, habe es oft bloß versäumt, sich ein Netzwerk aufzubauen.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Studie, Beruf, Prämie, Vitamin, Verwandter
Quelle: www.spiegel.de

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Iran: Landeswährung bald nicht mehr Rial, sondern Toman
Donald Trump stieß bereits im Juni alle seine Aktien ab
Südkorea: Rekordstrafe von 30 Millionen Euro gegen VW wegen Irreführung verhängt

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
03.01.2012 09:12 Uhr von no_trespassing
 
+13 | -2
 
ANZEIGEN
Vielleicht ist diese Klüngelei auch mit ein Grund, warum ständig über Fachkräftemangel gejammert wird?

Dann kennen die coolen Netzwerker-Bosse vielleicht zu wenig oder die falschen, wenn sie Stellen nicht besetzen können.

Gibt ja auch viele hochnäsige Trottel (m und w), die wollen nur die Top-Elite als Partner oder bleiben lieber allein.

Aber Hochmut kommt immer vor dem Fall. Die Firmen sollten vielleicht ihre Sucheinstellung ändern, wenn sie keine Fachkräfte finden.
Kommentar ansehen
03.01.2012 10:21 Uhr von SpEeDy235
 
+9 | -0
 
ANZEIGEN
das wird genauso gemacht und oft gibt´s dann ziemlich fragwürdige Ausreden, jemanden nicht einzustellen. Das wird aber leider schon seit Jahren so gemacht.
Kommentar ansehen
03.01.2012 10:44 Uhr von Bud_Bundyy
 
+9 | -6
 
ANZEIGEN
neu ist das nicht: Ich denke das ist verständlich und das normalste auf der Welt.
Wenn bei uns eine stelle frei wird, überlegt auch das Team ob wir "die Idealbesetzung" im beruflichen oder privaten Umfeld kennen. Das erhöht die Chance das die betreffende Person ins Team passt und reduziert das Risiko eines völligen Fehlgriffs.

Das heißt nicht das andere Bewerber nie eine Chance haben, denn meisten kennen wir niemanden und die Stelle wird normal ausgeschrieben.

Ich halte das so für das normalste auf der Welt.
Kommentar ansehen
03.01.2012 11:06 Uhr von KingPiKe
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
NUR an Bekannte? "dass 30 bis 40 Prozent aller Jobs von Firmen nur an von Beschäftigten Bekannte oder wieder deren Bekannte vergeben werden. "

Das kann ich mir nicht vorstellen. Wenn eine Stelle besetzt werden muss, wird sie es früher oder später. Menschen mit Vitamin B werden siherlich bevorzugt eingestellt. Aber eine Stelle bleibt nicht frei nur weil man keinen kennt, der diese übernehmen könnte.
Kommentar ansehen
03.01.2012 11:25 Uhr von JesusSchmidt
 
+0 | -2
 
ANZEIGEN
neueste neuigkeit überflüssige studie. bestimmt wieder über steuern finanziert. wir haben´s ja...
Kommentar ansehen
03.01.2012 11:54 Uhr von jpanse
 
+5 | -0
 
ANZEIGEN
Fehlgriffe: Wir hatten in den letzten Monaten 3 leute in der Dispo die sich überfordert gefühlt haben. Der letzte hat es keinen Monat ausgehalten.

Alles waren Fremde die auf normalen Weg über Bewerbung und Vorstellung in die Firma gefunden haben. Leider die falschen Leute. Die haben sie gute Verkauft und hinterher war es doch nur blauer Dunst und Zwiebackkrümel was da kam.

Die Kollegin die noch mit in der Dispo sitzt ist die Bekannte eines kollegen aus der Firma. Sie ist eine gute Kraft.

Vitamin B hat schon seine Berechtigung. Fremde ins Boot zu holen ist immer ein Risiko.
Kommentar ansehen
03.01.2012 12:12 Uhr von Marco Werner
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
@jpanse: Aber genau dieses Vitamin B kann durchaus auch in die Hose gehen. Gerade wenn man die Person nur aus dem privaten Umfeld kennt, bildet man sich schnell mal eine falsche Meinung über ihre beruflichen Fähigkeiten. Und wenn die Person dann im Job Mist baut, fällt das schnell auf einen selbst zurück.
Kommentar ansehen
03.01.2012 14:31 Uhr von jpanse
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@ Marco Werner: Du hast Recht, wenn du jmd. in die Bude holst der dann nichts leistet bist Du dran. Sicher muss man sich schon sein. Ich kenne nur eine einzige Person die ich weiterempfehlen würde um hier in diesem Job zu arbeiten. Den jenigen könnte ich weiterempfehlen. Sonst niemanden.

Refresh |<-- <-   1-8/8   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

München: Zu dickes Eichhörnchen ist in Gully stecken geblieben
Verfassungsgericht: Muslima muss an Schwimmunterricht teilnehmen
"Safe Shorts" sollen Frauen vor einer Vergewaltigung schützen


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?