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03.01.12 07:55 Uhr
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Ungarn: Menschen demonstrieren gegen neue Verfassung

In Ungarn haben etwa 30.000 Menschen gegen die neue Verfassung des Landes protestiert. Die Demonstranten forderten Ministerpräsident Viktor Orban zum Rücktritt auf. Die neue Verfassung des Landes trat am Neujahrstag in Kraft.

Das neue Grundgesetz, das die Verfassung aus dem Jahr 1989 ablöst, sorgt auch dafür, dass die Republik Ungarn nun nur noch Ungarn heißt. Außerdem wird die Unabhängigkeit der Justiz eingeschränkt und das Verfassungsgericht beschnitten.

Die Regierungspartei FIDESZ billigte die Verfassung mit einer Zweidrittelmehrheit. Außerdem sorgt die Verfassung dafür, dass von Orban besetzte Funktionsträger für mehrere Legislaturperioden in ihren Positionen "einbetoniert" bleiben.


WebReporter: Borgir
Rubrik:   Politik / Schlagzeilen
Schlagworte: Regierung, Demonstration, Verfassung, Ungarn, Menschen
Quelle: www.tagesschau.de
Meinung des Autors zum Thema:
 
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So kann es gehen. Da bestimmt die Regierung eine neue Verfassung und sorgt so dafür, dass das Volk in seinen Rechten beschnitten wird. So einfach kann das gehen. Hier hat man das auch getan, allerdings etwas ruhiger und versteckter , weniger auffällig.
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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen Ein Verfassungsstaat zeichnet ...   
 
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03.01.2012 09:06 Uhr von Abdul_Tequilla
... sich nicht dadurch aus, dass er eine Verfassung hat - das muss er noch nicht einmal - sondern dadurch, dass Gewaltenteilung vorherrscht. Die wichtigste Form der Gewaltenteilung ist, wie ich finde, die temporäre: Jemand hat ein Amt auf Zeit und sollte deshalb vermeiden, besonders lange und besonders weit von dem abzuweichen, was der Wähler will (Repräsentation). Beherzigt er diesen Rat nicht - und das tun die Wenigsten im ausreichenden Maße (Scheitern ist in der Politik wahrscheinlicher als bestehen) - wird die Zeit, die für die Amtsbesetzung vorgesehen ist, eben nicht verlängert. Diese bewährte Regel wurde in Ungarn zu einem wesentlichen Teil außer Kraft gesetzt.
Kommentar ansehen Strammer Weg   
 
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03.01.2012 09:10 Uhr von GroundHound
in den Faschismus.
Dabei galten die Ungarn lange als besonders liberal und weltoffen.
Aber unter dieser dünnen Kruste sind viel Rassismus gegen Juden und Zigeuner und die Enttäuschung über die im 1. und 2 Weltkrieg abgetretenen Gebiete zu finden.
Das nutzt Orbán geschickt um seinen Machtapparat zu etablieren.
Viele Ungarn glabuen auch, dass dieser Weg wirtschaftliche Besserung bringt. Aber ihre Probleme werden die Ungarn nicht lösen können, so lange sie andere dafür verantwortlich machen.
Orbán wird bei der Sanierung des Staates scheitern.
Kommentar ansehen Und wieder frage ich mich   
 
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03.01.2012 14:17 Uhr von sicness66
Wieso ist Ungarn noch in der EU ? Wir geißeln Griechenland ob seiner schlechten Wirtschaft und lassen am Balaton ungeschoren eine Dikatur entstehen ? Danke, so hab ich mir die "Friedensunion" vorgestellt...

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