02.01.12 18:07 Uhr
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Bedrohen Twitter und SMS die deutsche Sprache ?

Der Vorsitzende des Rates für deutsche Rechtschreibung Hans Zehetmair sieht in SMS und dem Internetdienst Twitter eine Bedrohung der deutschen Sprache. Vor allem die junge Generation würde das Schreiben ganzer Sätze verlernen.

Die "Fetzenliteratur" von Twitter und SMS würde die Sprachkompetenz der jungen Leute bedrohen, so Zehetmair. Selbst höhere Bildungsebenen seien betroffen. Das Niveau von Diplom- und Masterarbeiten ist spürbar gesunken. Heute sei jeder fünfte 15-Jährige nach linguistischen Standards Analphabet.

Auch die Überflutung der deutschen Sprache mit Anglizismen sieht der frühere bayerische Wissenschaftsminister kritisch. Eine Gefahr für die Gesellschaft bestehe darin, Wörter nicht mehr zu hinterfragen und ihre Hintergründe zu beleuchten. Damit wären die Menschen anfällig für Manipulation.


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WebReporter: sicness66
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Twitter, SMS, Sprache, Analphabetismus
Quelle: winfuture.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.01.2012 18:07 Uhr von sicness66
 
+16 | -1
 
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Ich denke, die Gefahr der deutschen Sprache liegt nicht an Twitter oder SMS sondern an unserer heutigen Zeit. Immer mehr Informationen müssen immer schneller verarbeitet und weiter gegeben werden. In Zeiten, in denen große Bevölkerungsschichten mehrere Jobs und kaum noch Zeit ihre Kinder haben, kommt es einem so vor, als wäre das Vor- und Selbstlesen interessanter Bücher mit schweren Texten ein Relikt aus früheren Tagen.
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02.01.2012 18:11 Uhr von Borgir
 
+20 | -3
 
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Das Niveau: ist schon sehr lange so schlecht. Man braucht sich nur mal umhören. Das hat weniger mit schnell zu verarbeitenden Informationen zu tun als mit dem Desinteresse die deutsche Sprache vernünftig zu lernen und sie auch zu benutzen. Es ist in alles in Englisch, oder noch schlimmer in Denglisch, zu regeln. Mich kotzt das maximal an.
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02.01.2012 18:19 Uhr von Sir_Waynealot
 
+9 | -7
 
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Die ganzen Anglizismen und die 24 Stunden im Radio/TV Beschallung mit englischsprachiger Musik und kaum deutscher zerstören unsere Sprache davon bin ich überzeugt.
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02.01.2012 18:22 Uhr von Borey
 
+10 | -3
 
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Schwachsinn. Jeder der die Sprache gescheit gelernt hat (gibt zwar immernoch Unterschiede zwischen der Zeit, die jemand dafür braucht), der kann sie auch.

Jeder, der sich dann und wann mal was durchliest (im Grunde egal was: Irgendwelche News im Internet, irgendwas in der Zeitung - vllt. sogar ein Buch :-O ) der verlernt das so schnell auch nicht.

Twitter kenn ich mich nicht mit aus, von der SMS kann ich in meinem Bekanntenkreis aber sagen: Die werden immer länger - natürlich nur wenn nötig - weil wir alle eine Flatrate besitzen, bei der man dann nicht mehr auf die Länge achten muss.

Wochenenden oder andere Dinge werden über Facebook geplant, wo auch ausformulierte Texte benutzt werden.

Vllt. fällt einfach nur mehr auf wie viele Leute rumlaufen, die die deutsche Sprache nicht richtig beherrschen, weil alles in Schriftform festgehalten wird.

Gibt einige, die sich so ganz normal Ausdrücken, von Rechtschreibung und Grammatik aber nie was gehört haben - was dann gerade bei Facebook lustig aussieht.
Aber da ist für mich eher die Schule (oder das Lernverhalten des Schülers) Schuld, als SMS oder Twitter.

Naja. Unnötiger Text eigentlich. Wollte nur dem Sprachverlust durch Twitter und SMS vorbeugen und mal wieder einen - ansatzweise - gescheiten Text schreiben. :)

[ nachträglich editiert von Borey ]
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02.01.2012 18:56 Uhr von tuerkentuerke
 
+4 | -11
 
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hey alder: isch vick deine mudder

...
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02.01.2012 19:15 Uhr von netzantichrist
 
+17 | -0
 
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twitterposting dazu: arno11:"LOL ANALphabet"
sihan11:"isso"
heliman"wayne??"
bratz69:"NÖHÖ"
tekknohure:"sheiss schraiben!!!!!!!!"
killerFC:"SMS is goil"
wagwip:"gefollowt"
dasF:"M O W L!!!"
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02.01.2012 19:21 Uhr von FrankaFra
 
+6 | -8
 
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Nein: Obwohl Sprache seit Beginn immer flüssig war und sein wird, ist es doch ein Unterschied, wo sie benutzt wird.

Ansonsten würde man auch Fluglotsen kritisieren, weil sie vermeintlich die Sprache verlieren, da sie nur in Halbsätzen und Fachvokabeln funken.

Ob ich mich im Internet bewege oder mit einem Professor spreche, mit den Eltern oder den Freunden, ist ein Unterschied. Den gab es immer, den wird es immer geben.

Völlig verrückt, daraus ein "Verlernen der Sprache" zu konstruieren. Egal wie "Cocktailparty-Effekt"-isch die subjektiven Erfahrungen sein mögen.


"Das Niveau von Diplom- und Masterarbeiten ist spürbar gesunken."
Das denke ich eher nicht.

[ nachträglich editiert von FrankaFra ]
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02.01.2012 19:22 Uhr von GaiusBaltar
 
+2 | -12
 
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02.01.2012 20:00 Uhr von sicness66
 
+6 | -1
 
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@FrankaFra: ""Das Niveau von Diplom- und Masterarbeiten ist spürbar gesunken."
Das denke ich eher nicht. "

Da muss ich dem Herrn Zehetmair leider voll und ganz zustimmen. Nicht unbedingt die Rechtschreibung, mangelt es doch vielen Studenten einfach am Vermögen Sätze in einem klaren grammatikalischen Niveau zu formulieren. Oder um es banal auszudrücken: "Das liest sich wie Grundschule"
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02.01.2012 20:51 Uhr von Erni09
 
+8 | -0
 
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Quatsch. Wer die deutsche Rechtschreibung und Grammatik ohnehin nicht beherrscht, wird sie durch Twitter, Facebook, SMS & co. kaum verschlechtern können. Wenn jemand die deutsche Rechtschreibung gelernt hat und ab und an auch anwendet, egal in welcher Form, wird diese auch trotz eben genannter Medien anwenden können.
Ganz unwichtig ist hier nicht, dass auch der Bildungsstand eine Rolle spielt. Es ist (aus meiner Erfahrung) leider ein Fakt, dass Leute mit geringer Schulbildung manche Dinger raushauen, die dem Auge einfach nicht mehr zuzumuten sind. Dabei meine ich die Ablehnung von Punkt- und Kommasetzung, Rechtschreibung und Grammatik. Das geht besonders in Internetforen so weit, dass man erst fünf mal lesen muss, bis man wirklich den Sinn des Textes halbwebs verstanden hat.

Kinder, auch wenn ihr es euren Eltern nicht glauben mögt: Rechtschreibung ist WICHTIG und ohne ordentliche Schriftsprache gibt es auch keinen Job.
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02.01.2012 20:57 Uhr von ThomasHambrecht
 
+5 | -0
 
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Ich stelle dabei nur fest dass man 1960 seinen Kindern eine Geschichte vorgelesen hat - heute lädt man ein Märchen in gesprochener Form herunter und legt dem Kind das iPad ins Kinderbett.
... mein Kumpel und ich haben 1972 - 1980 noch Romane an der Schreibmaschine geschrieben. Heute: Jugendliche in unserem damaligen Alter schreiben nur noch verstümmelte Sätze am Handy.
Alleine das umständliche Schreiben an der Schreibmaschine führte dazu, dass man sich mit der Sprache beschäftigen musste.
... aber auch eine mir bekannte Personalchefin stellt fest, dass das gesamte Bildungsniveau der Jugendlichen schwer nachlässt, was man schon in der Bewerbung feststellt.

Früher musste man sich einfach mehr konzentrieren. Der Brief oder die Bewerbung musste an der Schreibmaschine getippt werden. Bei jedem Fehler musste man von vorne neu beginnen. Der PC und der Drucker führten dazu, dass man "schlampen" konnte.

[ nachträglich editiert von ThomasHambrecht ]
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02.01.2012 22:26 Uhr von aquilax
 
+3 | -0
 
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hat auch was gutes: das ganze hat auch etwas gutes.
man kann sofort den bildungsstand einer person erkennen.

sowohl bei "sms-steno",
sowie bei beiträgen wie z.b. hier bei sn.

man erkennt sofort, welch geistes kind dahinter steckt.

wenn ich mir so manche bewerbungen durchlese, könnte man meinen, dass manche im kindesalter sich schon jetzt für eine anstellung bewerben.

aber es belustigt auch. muss man schon sagen.

[ nachträglich editiert von aquilax ]
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02.01.2012 23:29 Uhr von S8472
 
+0 | -2
 
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Bah: Bevor du sowas einlieferst, sorge lieber dafür, dass du kein Leerzeichen vor Satzzeichen setzt.

http://de.wikipedia.org/...
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03.01.2012 01:05 Uhr von Soulfly555
 
+1 | -0
 
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@Sir_Waynealot: Und das sagt jemand mit nem englischsprachigen Nickname.
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03.01.2012 19:27 Uhr von Erni09
 
+0 | -1
 
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@auqilax: Schön, dass du die Groß- und Kleinschreibung einfach mal völlig außer Acht gelassen hast.

Also wenn man sich über so ein Thema auslässt, sollte man es meiner Meinung nach selbst erst einmal richtig machen. Nur so als kleine Anmerkung.
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04.01.2012 10:04 Uhr von aquilax
 
+0 | -0
 
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liebe erni: liebe erni, extra wegen dir schreibe ich gerne klein.

es geht um die sprache.
nicht um die recht- oder linkschreibung.

es gibt z.b. auch viele ausländer, die nicht schreiben können, aber trotzdem sehr gut schreiben.

die stärke der sprachkompetenz liegt nicht nur am verfasser, sondern auch am leser.

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