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Sanierungsfall Gesundheitssystem: Krankenkassen verschwenden 13 Milliarden Euro

Die Unternehmensberatung A.T. Kearney hat nun Deutschlands Krankenkassen untersucht und ist dabei auf ein erschreckendes Ergebnis gekommen. Die gesetzlichen Krankenkassen hatten 2010 Verwaltungskosten in Höhe von 27,5 Milliarden Euro.

Das ist das Dreifache dessen, was offiziell bekannt gegeben wurde. Insgesamt betrugen die Verwaltungskosten im Gesundheitssystem rund 40,4 Milliarden Euro und somit vier mal mehr als bei Industrieunternehmen.

Jeder Beitragszahler hätte mithilfe konsequenter Kostendämpfung die Möglichkeit, im Schnitt 253,90 Euro pro Jahr zu sparen, was insgesamt rund 13 Milliarden Euro jährlich bei allen Beitragszahlern entspreche. Der Beitragssatz könnte damit im Optimalfall von 15,5 auf 14,2 Prozent gesenkt werden.


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WebReporter: Crushial
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Wirtschaft, Geld, Krankenkasse, Milliarden, Gesundheitssystem
Quelle: www.bild.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.01.2012 12:27 Uhr von Allmightyrandom
 
+13 | -3
 
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Und: dafür steigen dann die Ausgaben im Sozialhilfebereich, weil die ganzen Angestellten der Kassen rausgeschmissen werden ^^
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02.01.2012 12:37 Uhr von artefaktum
 
+15 | -2
 
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Oh Wunder! Und um wieviel wollen wir wetten, dass die Unternehmensberatung A.T. Kearney auch gleich als Leistung im Angebot hat, den Mangel – den sie selbst festgestellt hat – zu beheben?
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02.01.2012 13:05 Uhr von BK
 
+4 | -1
 
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Zitat:

"A.T. Kearney, Inc. ist eine weltweit tätige Unternehmensberatung. Schwerpunkt ist die Unterstützung des Senior Managements großer Unternehmen. In 38 Ländern existieren insgesamt 54 Büros[1]."

Pharmaunternehmen brauchen wieder mehr Geld ?
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02.01.2012 20:05 Uhr von georgyy
 
+4 | -2
 
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Ach, die 13 Milliarden: Die raucht Merkel und Co. iner Woche durch die Pfeife :D
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03.01.2012 09:12 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+2 | -0
 
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Die "Welt" schlüsselt das ein wenig anders auf: Einer Studie der Firma A. T. Kearney zufolge versickerten 2010 rund 40 der insgesamt 176 Milliarden Euro im Verwaltungsapparat der Gesetzlichen Krankenversicherungen. Das ist weit mehr als bislang vermutet. Rund 13 Milliarden Euro bzw. 1,3 Prozentpunkte bei den Beitragssätzen könnten eingespart werden.

Neben der offiziellen Zahl von 9,5 Milliarden Euro für Bürokratieaufwand fallen für Verwaltungsarbeiten niedergelassenener Ärzte und Praxisgebühr rund 13 Milliarden Euro an, bei Krankenhausärzte, die hierfür rund 37 Prozent ihrer Arbeitszeit investieren, beträgt diese Kostenposition gar 18 Milliarden Euro.

Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) kritisiert die Studie. Es sei im Sinne von Patienten, wenn Therapie und Medikamente dokumentiert werden müssten oder etwa Apotheker dazu verpflichtet seien, das jeweils günstigste Medikament für die Versicherten herauszusuchen.
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03.01.2012 09:34 Uhr von djrush
 
+0 | -0
 
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Ein offenes Geheimnis: und trotzdem lehnt sich Barmer-Chef Christoph Straub noch großkotzig aus´m Fenster.
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03.01.2012 10:12 Uhr von culturebeat
 
+0 | -2
 
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"Verwaltungskosten in Höhe von 27,5 Milliarden €": Die Kosten entsprechen umgerechnet etwa 500.000 Mitarbeitern. Davon könnte eigentlich die Hälfte sofort entlassen oder die Arbeitsplätze nach China verlagert werden.
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03.01.2012 10:50 Uhr von JesusSchmidt
 
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woher wollen die das wissen? woher will eine beraterfirma inoffizielle zahlen haben?
industriespionage?
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07.01.2012 19:29 Uhr von montvache
 
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Das habe ich mir: schon immer gedacht. Schon alleine deren Werbung am Fernsehen und die Hochglanzdrucke müssten verboten werden. Das ist schlicht weggeschmissenes Geld. Mich wundert, dass niemand dagegen auf die Barikaden geht.
Die Kassen müssten auch von einer Delegation Versicherten geprüft werden. Die Kassen stecken mit den Arzten usw. wahrscheinlich unter einer Decke.
Wenn es um das Rentenalter geht, werden wir immer gesünder und sollen bis 67 arbeiten, da kann es doch nicht sein dass die Kosten für Krank immer noch steigen. Wer zockt wohl hier ab????

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