Verfassungsschutz: Informationen über untergetauchte Neonazis waren bekannt
Bis 2001 wusste der Verfassungsschutz über Aktivitäten der untergetauchten Neonazis Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt Bescheid. Dies geht aus einem geheimen Bericht über Hinweise auf Verstecke sowie geplante bewaffnete Überfälle hervor.
Schon 1998 tauchte das Trio unter. Laut dem Bericht war das Bundesamt für Verfassungsschutz dem Neonazi-Trio zu dieser Zeit mehrfach auf der Spur, versäumte jedoch immer wieder zuzugreifen.
Vor allem belastet der Untersuchungsbericht den inhaftierten Rechtsextremist Ralf Wohlleben, da er zeitweise über die kriminelle Karriere im Untergrund informiert war. Des weiteren soll der NPD-Nachwuchsorganisator Carsten S. 1999 als Kontaktperson fungiert haben.