Horror-Zahlen aus Madrid: Spanien legte ernüchterndes Defizit hin
Mit einem gewaltigen Staatsdefizit von sechs bis acht Prozent scheiterte Spanien klar an den Sparvorgaben der Europäischen Union für 2011. EU-Währungskommissar Olli Rehn sprach sein Bedauern aus und hoffe nun auf die Einhaltung der Planvorgaben für 2013 durch die neue Regierung unter Mariano Rajoy.
Madrid stellte ein neues Sparpaket im Gesamtumfang von 15 Milliarden Euro in Aussicht. Angedacht sei ein Einfrieren der Gehälter sowie ein Einstellungsstopp bei Staatsbediensteten. Insgesamt sollen die Ministerien 8,9 Milliarden Euro einsparen, Steuererhöhungen für sechs Milliarden Euro Mehreinnahmen sorgen.
Für Ausgabenerhöhung sorgt die weiterhin inflationsgebundene Rente. Experten zeigen sich entsetzt über das Ausmaß des Defizits, welches gleichzeitig die Rezession anfache. Um das Maastricht-Kriterium von drei Prozent Defizit einhalten zu können, halten Fachleute Einsparungen von 35 Milliarden Euro für notwendig.