D-Mark-Designer Reinhold Gerstetter erklärte Hintergründe zur Motivwahl
Die Kunstwerke Reinhold Gerstetters kennt fast jeder. Schließlich waren sie bis vor zehn Jahren in den deutschen Portemonnaies zu finden. Gerstetter, Chefdesigner der Bundesdruckerei plauderte aus dem Nähkästchen über die Motive von Euro und D-Mark.
Beim Euro wollte man "alles ganz neutral" halten, damit sich kein Land ausgegrenzt fühlt. Die D-Mark-Scheine werden jedoch von vielen als die deutlich schöneren wahrgenommen. Gerstetter arbeitete die zweite DM-Notenserie aus, die notwendig war, weil die alte zu leicht zu fälschen war.
Ein Historiker-Gremium entschied über die Motive. Größen wie Goethe oder Dürer, aber auch politische Provokationen wie Marx oder Luther wollte man lieber nicht nehmen. Auch die Frauenquote war wichtig. Weil Maria Sibylla Merian an Basedow litt kam Ihr Bild deshalb auf den wenig verwendeten 500-Mark-Schein.