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"Es soll weh tun!" - Grüne erstatten Anzeige, weil Prediger dazu auffordert, Kinder zu schlagen

Die Landtagsfraktion der Grünen in Niedersachsen hat Anzeige wegen Aufforderung zu einer Straftat in der Öffentlichkeit (§111 StGB) erstattet. Es geht dabei um den evangelikalen Prediger Wielfried Plock, der die "Konferenz für Gemeindegründungen", eine evangelikale Dachorganisation, leitet.

Plock hat mehrmals Eltern aufgefordert, ihre Kinder zu schlagen. Auf einem Vortragsvideo sei er zu sehen, wie er unter anderem sagt, dass es "einen extra von Gott gepolsterten Platz mit vier Buchstaben" gebe. Dort könne man "Kinder unter Umständen hinschlagen", "auch mit einer Rute".

Er sagte auch explizit, dass die Kinder dabei Schmerzen haben sollten: "Das soll weh tun!". Mittlerweile wurde das Video aus dem Internet entfernt. Immer wieder rufen Evangelikale in der Öffentlichkeit dazu auf, ihre Kinder zu prügeln, unter anderem auf dem TV-Sender "Bibel TV".


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WebReporter: rgh23
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Kind, Die Grünen, Anzeige, Prediger, Evangelikalismus
Quelle: www.heise.de

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45 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.12.2011 17:22 Uhr von thugballer
 
+21 | -8
 
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Deine Ausdrucksweise ist verfälschend: "Immer wieder rufen Evangelikale in der Öffentlichkeit dazu auf, ihre Kinder zu prügeln"
Diese Darstellung klingt so, als wenn Kinder zu schlagen eine der Freizeitbeschäftigungen dieser Leute sei.
Es geht jedoch darum, dies als mögliche Sanktion machen zu dürfen.

Diese Frage kann ich mir jedoch ehrlich gesagt selber nicht ganz beantworten.
Generell finde ich Gewalt falsch.
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30.12.2011 17:27 Uhr von sNK
 
+31 | -39
 
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@thugballer: "wenn ein Kind zu seiner Mutter "kleine Fotze" sagt,"

dann ist das Kind von der Mutter falsch erzogen worden.
Und für den Fehler der Mutter soll das Kind dann Schläge bekommen?
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30.12.2011 17:27 Uhr von artefaktum
 
+35 | -51
 
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30.12.2011 17:38 Uhr von svhelden
 
+11 | -11
 
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Schlagen Ich habe von Fällen gehört, in denen Eltern ihre Kinder nicht geschlagen hatten, bis sie Zeugen Jehovas wurden. Dort wurde bis in die 1970er Jahre wiederholt gesagt, wer sein Kind nicht schlage, sei kein Christ (so sinngemäß). Manche Eltern hatten dann angefangen, unter Tränen ihre Kinder zu schlagen ("Ich will das nicht, aber Gott verlangt es von mir").
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30.12.2011 17:41 Uhr von thugballer
 
+38 | -8
 
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sNK: Nein, das ist Austesten von Grenzen.
Denn dieses Verhalten entsteht nicht aufgrund von Nichtwissen um die verletzende Wirkung solcher Worte.
Es entsteht aufgrund der fehlenden Angst von Sanktionen.
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30.12.2011 17:44 Uhr von artefaktum
 
+32 | -29
 
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@thugballer: "Es entsteht aufgrund der fehlenden Angst von Sanktionen."

Angst hat in einer guten Erziehung nichts, aber auch gar nichts, zu suchen.
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30.12.2011 18:01 Uhr von artefaktum
 
+21 | -29
 
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@Terrorstorm: "Eine völlig gewaltfreie Erziehung ist bei vielen Kindern gar nicht möglich."

Ist dir aber schon klar, dass das Kind das Produkt eben dieser "Erziehung" ist? Wie soll ein Kind Respekt vor anderen Menschen lernen, wenn man es selbst respektlos behandelt? Sprich: Gewalt gegen Wehrlose ausübt.
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30.12.2011 18:02 Uhr von thugballer
 
+35 | -7
 
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@artefaktum: Fährst du in vielen 30er Zonen nicht zu schnell,
weil du damit ein Vorbild für die Gesellschaft sein willst,
oder vielleicht doch wegen dem möglichen Strafzettel?

Und ich empfinde Strafen für gewisses Verhalten nicht als Respektlosigkeit, sondern als gerechtfertigte Konsequenz.

[ nachträglich editiert von thugballer ]
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30.12.2011 18:07 Uhr von artefaktum
 
+16 | -10
 
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@thugballer: "Fährst du in vielen 30er Zonen nicht zu schnell,
weil du damit ein Vorbild für die Gesellschaft sein willst,
oder vielleicht doch wegen dem möglichen Strafzettel?"

Gegen Sanktionen in der Erziehung ist überhaupt nichts einzuwenden. Kinder brauchen deutliche Grenzen, um sich normal zu entwickeln. Diese Grenzen können aber nie(!) Gewalt sein. (Oder um mal bei deinem Beispiel zu bleiben: Für zu schnelles Fahren erhältst du eine Geldstrafe oder Führerscheinentzug. Fändest du es okay, für zu schnelles Fahren von einem Haufen Polizisten zusammengeschlagen zu werden? Ein Kind ist und fühlt sich genau so wehrlos gegen Gewalt.)
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30.12.2011 18:10 Uhr von Trademark1
 
+23 | -9
 
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würden die Grünen auch bei einem islamischen Prediger, der das gleiche predigt Strafanzeige stellen? Kurze Antwort: Nein !
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30.12.2011 18:20 Uhr von Seravan
 
+17 | -25
 
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wer die Hand hebt: hat bei der Erziehung versagt.
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30.12.2011 18:46 Uhr von gamer9991
 
+22 | -6
 
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Naja ein Klaps hat noch keinem geschadet auch nicht mir, jedoch sollte man es beim Klaps belassen und ihn nur anwenden, wen alle anderen Möglichkeiten gescheitert sind....
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30.12.2011 19:52 Uhr von Götterspötter
 
+4 | -4
 
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gut zu wissen ..... :): also wenn mich nächstes Mal so ein "Evangelikaler-Roboter" wieder mal ungefragt anquatscht ..... beng - gibts eines auf die Nase .....

Die wollen das scheinbar so :D *zwinker
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30.12.2011 20:20 Uhr von meep
 
+1 | -3
 
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Man kann dich eher: in die Klapse befördern
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30.12.2011 20:23 Uhr von Dracultepes
 
+22 | -10
 
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Wer seine Kinder misshandelt ist einfach unfähig sie zu erziehen. Gewalt ist die letzte flucht der unfähigen.

Und es ist witzig wie manche immer meinen das antiauthoritäre Erziehung etwas damit zu tun hat das Kinder alles tun und lassen dürfen was sie wollen. Das ist aber garnicht so. Es bedeutet einfach nur das man dem Kind die Konsequenzen seines Handels beibringt und nicht einfach über Strafe agiert.

Wenn ein Kind im Restaurant faxen macht und der Vater sagt hör auf oder es schallert eine, dann ist das authoritäre erziehung. Das Kind muss spuren ohne das es weiss warum.

Das antiauthoritäre Gegenbeispiel ist ganz einfach das der Vater sagt:" Hör auf, hier sind viele Menschen die möchten in ruhe essen. Hörst du nicht auf musst du gehen weil du die Menschen störst".

Natürlich ist es viel einfach seinem Kind einfach eine zu donnern. Dann muss man selber nämlich nicht mit dem Kind rausgehen.

Und was ich noch geiler finde ist das solche Leute wie Zeus und Para_shut der Meinung sein das die Verbrecher von Heute ja nie eine feste hand gespürt hätten. Ja schaut euch dochmal die meisten UBahn Schläger an. Besonders die Südländischen kommen aus strikt authoritären Haushalten mit einer sehr lockeren Hand.

Wer lernt das man mit Gewalt konflikte löst, der wird selber so konflikte lösen.
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30.12.2011 20:49 Uhr von ThomasHambrecht
 
+14 | -2
 
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Man sollte eher die Eltern schlagen manche Kinder führen sich in Restaurants oder öffentlichen Plätzen schlimmst auf und die Eltern stehen lächelnd daneben. Da brüllen die Kinder im Restaurant herum und die Eltern telefonieren gleichzeitig ungestört mit dem Handy. Schlecht erzogene Kinder gehen doch oft einher mit schlecht erzogenen Eltern.
Wenn die Prügelstrafe schon nicht erlaubt ist fordere ich den öffentlichen Pranger (Kopf, Hände, Füsse, eingesperrt) am Marktplatz. Natürlich für die Eltern - die Kinder lernen vom Zusehen. Aber auch diesen schönen Pranger haben wir ans Internet weitergeschoben.
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31.12.2011 00:00 Uhr von BmT.
 
+1 | -0
 
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Selber
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31.12.2011 00:52 Uhr von Gorli
 
+10 | -1
 
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Die meisten von euch hier haben wohl entweder keine Kinder oder sind Rabeneltern. Kein Elternteil würde sich dermaßen rechtfertigen von wegen "eine Ohrfeige hat noch niemand geschadet", sondern es tut ihnen von Herzen Leid dass sie soweit gehen mussten.

Gewalt ist garkeine Lösung, nur eine Notlösung wenn Gefahr im Verzug ist (das Kind beispielsweise immer wieder auf die Straße hinausläuft) und eben keine Zeit für Diskussion ist.
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31.12.2011 10:50 Uhr von Akaste
 
+10 | -0
 
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ohmann: bei so manchen Kommentatoren kann man nur den Kopf schütteln, betreffende haben wahrscheinlich nie erfahren wies is wenn man mit ner Kiesschaufel eine drangewammst bekommt, nicht so prikelnd, das kann ich sagen.

Durch Prügel lernt man nur eins, zu hassen.
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31.12.2011 10:58 Uhr von Coryn
 
+3 | -3
 
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Vielen scheint hier der unterschied zwischen "ein klaps auf den Po" und "ich verprügel mein kind mit dem gürtel bis es sich nicht mehr bewegt" nicht bekannt zu sein.

ich hab wenn ich nicht gespurt habe auch eine auf den arsch bekommen und mir hats nicht geschadet. Ja vielleicht sind meine eltern in euren augen rabeneltern. Ist mir aber egal. Ich kann sagen, dass die erziehung bei mir gefruchtet hat... auch mit "klaps auf den po"
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31.12.2011 11:27 Uhr von ziczac007
 
+4 | -1
 
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die Gewalt gegen mich habe ich als Kind gegenüber anderen Kindern wieder abgelassen. Daraus folgerten nur noch mehr "Züchtigungen", was wiederum zu oben genannter Gewalt führte.
Es hat lange gedauert, bis ich gelernt habe, das andere nichts für meinen Schmerz konnten.

Meine Tochter bekommt keine Schläge und ist höflich "naja ab und an ^^" und nett gegenüber anderen.
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31.12.2011 11:30 Uhr von Floppy77
 
+5 | -2
 
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Man sollte die Popen ihre: eigene Medizin schmecken lassen, aber das hilft jetzt auch nichts mehr.

@Zeus35
"Und wenn es nicht anders geht hilft der Klaps auf die Finger oder "den Hintern versohlen" mit Sicherheit weiter. Ganz besonders zum Nutzen der Kinder."

Machst das auch noch wenn die Kinder älter sind? Bekommst dann vielleicht eine Schelle zurück, hättest es auf jeden Fall verdient, mit Zins und Zinseszins könntest dann leicht im Krankenhaus landen.

Und dann wundern sich die Leute, wenn sie im Alter ins Heim abgeschoben werden oder die Kinder derbe mit ihnen umspringen. Alte Leute sind wie Kinder und dann gibts halt mal auf die Finger oder auf den Arsch!

Wer wehrlose züchtigt, insbesondere Kinder, ist ein ehrloses Subjekt.
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01.01.2012 09:18 Uhr von H-Star
 
+6 | -2
 
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wtf: wieso bin ich als zivi in einem kindergarten und jetzt mit 2 kindern zuhause bisher ganz ohne schläge ausgekommen? was mach ich anders? verfüge ich über magie?

an alten und falschen traditionen festzuhalten ist leider typisch menschlich...
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01.01.2012 10:17 Uhr von Campl3r
 
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kinder zu schlagen ist: grundlegend falsch...wer sowas als richtiges mittel zur Erziehung ansieht lebt in der falschen Zeit.
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01.01.2012 11:18 Uhr von gipsyne
 
+8 | -2
 
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01.01.2012 10:32 Uhr von trulla1980: Hast du dich hier selbst wirklich gelesen???

Du glaubst du seist okay?

Mein Gott- Du Arsch hast so etwas erschaffen?????
(Ich schrieb von Gott)

Schönes neues Jahr noch!!

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