Immer mehr Neugeborene kommen als Zwillinge auf die Welt
Die Zahl der Zwillinge hat sich im Verhältnis zu allen Geburten im langfristigen Trend der vergangenen Jahrzehnte verdoppelt. 1977 gebaren neun von 1.000 Frauen mehr als einen Säugling, 2010 waren das statistisch gesehen doppelt so viele. Die Gründe dafür sind nicht zweifelsfrei geklärt.
So vermuten Experten eine stetige Zunahme künstlicher Befruchtung. Ob "in vitro" oder mithilfe der so genannten ICSI (Intracytoplasmatische Spermiuminjektion), dieser Trend kann die Verdopplung kaum alleine erklären. Längst ist auch die so genannte "Hellin-Regel" außer Kraft gesetzt.
So bleiben als weitere Gründe eine veränderte Ernährung, genetische Voraussetzung oder schlicht eine "Laune der Natur". Dafür spricht, dass die Zahl der eineiigen Zwillinge (4:1.000) in ihrem Verhältnis zur Gesamtzahl konstant bleibt. Ein Sechstel der Eltern mit Zwillingen haben künstlich befruchtet.