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Freiberufler und Selbständige sollen zur Altersvorsorge verpflichtet werden

Kaum neigt sich das alte Jahr dem Ende, wirft das neue Jahr und seine traditionellen Klausursitzungen der großen Parteien seine Schatten voraus. Die CSU fordert nun in einer Initiative eine Verpflichtung von Selbständigen und Freiberuflern zur Altersvorsorge.

Der Vorstoß steht im Zusammenhang mit dem Treffen der Parteistrategen in Wildbad Kreuth. Hintergrund ist das Anliegen, das bei dieser Gruppe besonders hohe Risiko von Altersarmut zu minimieren. Nicht allen sei das bewusst, begründeten die Initiatoren ihr Anliegen.

2013, so der Zeitplan, soll die neue Pflicht in Kraft treten. Die dann Zwangsversicherten sollen aber wählen können, ob sie in die gesetzliche oder die private Rentenversicherung einzahlen. Der Antrag hat Brisanz. Die FDP lehnte bisher weitere gesetzliche Regelungen für Selbständige kategorisch ab.


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WebReporter: Rheinnachrichten
Rubrik:   Politik
Schlagworte: FDP, CSU, Altersvorsorge, Selbständige, Freiberufler, Klausurtagung
Quelle: www.sueddeutsche.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.12.2011 06:21 Uhr von Rheinnachrichten
 
+2 | -3
 
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Die Begründung klingt nach ehrlicher Fürsorge und fürsorglicher Begrenzung, aber halt. Da gibt es die zahlenmäßig nicht geringer werdende Gruppe derjenigen, die gerade mal so überleben.

http://www.shortnews.de/...

Ob jene Initiative diesen Trend abfangen kann, wird man sehen, ist aber eher unwahrscheinlich. Möglicherweise beschleunigt sich der Fall vieler Selbständige in die Armut. Sozialfall vor der Rente, eine Lösung?
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30.12.2011 09:11 Uhr von ThomasHambrecht
 
+5 | -0
 
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Nicht schlecht dabei sollte jedoch beachtet werden, dass alle Selbständigen und Freiberufler die Altersvorsorge gerne hätten, aber mehr als die Hälfte finanziell dazu gar nicht in der Lage ist die Beiträge aufzubringen.
Die Riesterrente gilt für Freiberufler erst gar nicht und die private Renteneinzahlung ist schlechter, als das Geld unter das Kopfkissen zu legen.
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30.12.2011 09:50 Uhr von Horndreher
 
+4 | -0
 
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@ThomasHambrecht: Hihi ja Riester-Rente, da bezahlst du dann ein und bekommst nicht mehr weils dir von der Sozialrente abgezogen wird, dafür gibst du das dann ner Bank die Jahrzehnte damit arbeitet... hihi. Ansonsten natürlich full ack. Als Freiberufler und Selbstständiger wird man eh schon an allen Ecken und Enden mit Pflichzahlungen bedacht.
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30.12.2011 10:13 Uhr von John2k
 
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@ThomasHambrecht: Jedem Selbstständigen steht es frei ein Lohnsklave zu werden und dann die Altersvorsorge usw... zu genießen. Wenn sie finanziell sowieso nicht in der Lage dazu sind, was gibts dann noch zu überlegen? Ach ja, dann würden sich ja alle Vorteile der Selbstständigkeit in Luft auflösen.

[ nachträglich editiert von John2k ]
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30.12.2011 10:14 Uhr von jschling
 
+2 | -1
 
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schon der richtige Weg: mir ist bewusst, dass in vielen Bereichen in welchen freiberuflich gearbeitet wird, der Lohn mehr als gering ist. Deswegen darf man die Altersversorung torotzdem nicht vergessen, auch wenn viele das gerne tun. Besteht eine Verpflichtung zur Altersvorsorge für alle, dann werden auch "alle" die Preise für ihre Arbeit zwangsläufig erhöhen müssen.
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30.12.2011 10:38 Uhr von Horndreher
 
+0 | -3
 
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@jschling: Falsch nicht für alle, frag mal die Beamten ;)

@John2k: Welche der riesigen Vorteile denn? Du meinst die Villa am Meer die jeder Freiberufler perse erst mal bekommt? Oder der durch die Freiberuflerlobby bereitgestellte Bundestagsabgeordnete?
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30.12.2011 10:55 Uhr von Delios
 
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Erstmal grundsätzlich! Selbstständige müssen auch in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Man kann sich lediglich für 3 Jahre nach der Existenzgründung von der Einzahlung befreien und danach nur unter sehr bestimmten Bedingungen weiter befreien lassen.
Demnach hab ich entweder die Quelle nicht verstanden oder die Politiker haben von ihrer eigenen Gesetzgebung keine Ahnung.

@ThomasHambrecht
Die Riesterrente kannst du für Selbstständige nicht grundsätzlich aussschließen. Unter bestimmten Vorraussetzungen kriegen sie es auch. Aber die Details kannste dir mal selber raussuchen, das dauert mir zu lange das hier zu erklären.
@Horndreher
Bitte mal Quelle lesen. Der Punkt mit dem einbeziehen einer privaten Rente bei Inanspruchnahme der Grundsicherung im Alter soll explizit verhindert werden bei dem Kram den die Politiker da grade anstreben.

Und ich wiederhole und betone es auch nochmal für alle die es nicht verstehen oder verstehen wollen. Riester, Rürup, Betriebliche Altersvorsorge und private Vorsorge sind grundsätzlich zusätzliche Säulen der Altersvorsorge. Sie sind und waren NIE ERSATZ für die gesetzliche Rente.
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30.12.2011 11:06 Uhr von Horndreher
 
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@Delios: Das hat nix mit nicht verstehen können oder wollen, der Fakt ist das die Versicherer die Riester und Rürup Sachen angeboten haben wie geschnitten Brot und das vor allem Leuten den es aus genannten Gründen absolut nichts bringt.
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30.12.2011 11:51 Uhr von artefaktum
 
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@Delios: "Und ich wiederhole und betone es auch nochmal für alle die es nicht verstehen oder verstehen wollen. Riester, Rürup, Betriebliche Altersvorsorge und private Vorsorge sind grundsätzlich zusätzliche Säulen der Altersvorsorge. Sie sind und waren NIE ERSATZ für die gesetzliche Rente."

Das behauptet ja auch niemand. Dennoch müssen sie sich ja lohnen. Wenn ich Jahrzehnte in Riester einzahle und bekomme am Ende weniger, gleich viel oder auch nur weniger raus, als wenn ich das Geld anderweitig über Jahrzehnte angelegt habe, lohnt sich die Sache nicht. Egal ob sie eine "nur" zusätzliche Rente ist oder nicht.
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01.01.2012 23:00 Uhr von moddey
 
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@Delios: ->"Selbstständige müssen auch in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Man kann sich lediglich für 3 Jahre nach der Existenzgründung von der Einzahlung befreien und danach nur unter sehr bestimmten Bedingungen weiter befreien lassen."

Quatsch. Das trifft nur für ein paar Berufsgruppen zu. Ich kann dir versichern das ich nur 3 Jahre nach Existenzgründung in die gesetzliche Rente Einzahlen musste. Seit 2007 muss ich das nicht mehr.

Und wie soll das denn auch jetzt praktisch funkionieren. Wir nehmen einen 45 jährigen der seit 15 jahren selbständig ist und somit auch schon seit 15 Jahren nicht mehr in die gesetzliche Rente eingeazhlt hat. Wird der jetzt wieder gezwungen in die gestzliche Rente einzuzuahlen, wird er Aufgrund fehlender Beitragsjahre nur eine Rente auf Sozialhilfeniveau bekommen. Also wäre das ein praktische Enteignung.
Zumal man ja mal die Höhe der Zahlungen der Selbständigen berücksichtigen muss. Da ist es nicht so wie bei Angestellten das der Arbeitgeber die Hälfte der Rentenbeiträge zahlt, das muss der Selbständige dann komplett selbst übernehmen. Wie übrigens bei den KV Beiträgen auch.


Und einen Zwang der Allianz Versicherung und Konsorten die Kassen voll zu machen kann wohl nicht euer Ernst sein.


Das von der CSU angesprochene Porblem ist natürlich trotzdem da und nicht weg zu diskutieren.

Aber die Lösung kann nur eine Versicherung z.B. nach dem folgenden Modell sein.
JEDER zahlt einen Prozentsatz seines Einkommens, das heißt aus ALLEN Einkommesarten ohne Beitragsbesmessungsgrenze (zwischen 7-10% etwa) in eine gesetzliche Rente. Diese Rente zahlt dann gedeckelt eine Menschenwürdige Rente ab dem 65 Lebensjahr aus. Obergrenze etwas 2000Euro. Wer mehr braucht muss privat was machen.
Die Umstellung auf dieses System muss sofort und ohne Übergangszeit kommen und sofort für alle gelten. Das würde zwar am Anfang ein paar Milliarden zusaätzlicj Kosten, aber dafür ist diese Art Rente dann zukunftsfest.

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