Erfurt: Thüringer Maler und Zeichner arbeiten am Existenzminimum
Immer noch leben die 600 hauptberuflich bildenden Künstler in Thüringen am Existenzminimum. Nicht einmal 10.000 Euro im Jahr gehen auf das Konto jedes Einzelnen nach Abzug der Kosten für Arbeitsmaterialien.
"Die soziale Situation unserer Mitglieder ist dramatisch", so der Sprecher des Verbandes Bildender Künstler Thüringens, Professor Klaus Nerlich. Bei Ausstellungen in öffentlichen Behörden und dem Landtag bekommen die Künstler fast nie eine Vergütung.
"Nicht einmal die Kosten für Rahmungen, Transport oder Anfahrt des Künstlers werden in der Regel ersetzt", so Nerlich. Es wird im Allgemeinen davon ausgegangen, dass diese Kosten durch die Verkäufe wieder reinkommen. Die Linksfraktion im Thüringer Landtag schlug nun eine Ausstellungsförderung vor.