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Iran droht mit Sperrung der Straße von Hormus - jedoch kein Interesse an Krieg

Die iranische Regierung hat verkündet, es werde kein Tropfen Öl mehr durch die Straße von Hormus am Persischen Golf transportiert werden, sollte der Westen weitere Sanktionen gegen das Land aussprechen.

Gleichzeitig jedoch stellten sie unmissverständlich klar, dass sie keinerlei Interesse an einer Feindschaft zum Westen hätten. Lediglich fühlen sie sich durch die Intrigen bedroht, die dieser zu unterlassen habe.

Für die Iraner sei eine Blockade dieses wichtigen Seewegs so einfach, "wie ein Glas Wasser zu trinken". Obgleich immer wieder dementiert wurde, dass so eine Sperrung durchgeführt werden soll, führten jetzt iranische Streitkräfte eine Übung in diesem Bereich durch.


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WebReporter: FrankaFra
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Iran, Krieg, Interesse, Sperrung, Persischer Golf
Quelle: www.tagesschau.de

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28 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.12.2011 17:12 Uhr von |sAs|
 
+7 | -10
 
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@ruckzuckzackack: "...ja klar :D und der vietnamkrieg war auch nur eine polizeiaktion :D

und alle taliban sind verhaftet :D ...träum weiter. "

Der größte Maulheld ist und bleibt eben Belgarath selbst :D

Im Übrigen ist es äußerst unwarscheinlich, dass die Iraner diese ihnen zur Verfügung stehende, ja doch zahnbrechende Option, anwenden bevor sie konkret angegriffen wurden.
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28.12.2011 17:26 Uhr von architeutes
 
+11 | -1
 
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Vermutlich werden sie Seemienen verlegen . Ist rellativ billig , und die erst
mal wieder zu beseitigen ist auch recht schwer.
Wurde in der Geschichte des Krieges schon öfter gemacht ,
und ist für Tanker eine tötliche Gefahr.Steht ja auch kein Absender drauf.

[ nachträglich editiert von architeutes ]
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28.12.2011 17:28 Uhr von Kaan71
 
+7 | -6
 
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Yup. Wenn ein Angriff anfängt: oder kurz bevorsteht ist es legitim das Iran diese Option auch nutzt.

Ein funktionierender Staat wird bei einem Angriff alle Optionen nutzen die ihm zustehen.
Wobei eigentlich die Sanktionen an sich (die bestehenden) schon Kriegshandlungen sind.

Aber Iran seine rote Linie wohl erst bei einer konkreten Bedrohung seines Landes hat.
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28.12.2011 17:46 Uhr von ElChefo
 
+5 | -5
 
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....es sieht also so aus, als hätte man Sanktionsmaßnahmen gefunden, die einen wunden Nerv treffen könnten. Sonst würde der Iran wohl kaum so reagieren.

Zynischerweise ist genau das ein Szenario, was niemand je sehen wollte, weil ja alle dachten, das man den Iran "einfach so" ausbluten würde und heuchlerischerweise doch noch sein Öl kaufen würde, egal was komme.

Da aber Saudi-Arabien schon angeboten hat, die Fehlmengen an iranischem Öl auszugleichen, nur halb so wild. Auch wird der Iran es wohl kaum wagen, so ziemlich allen Staaten der Region, die sich auf diesen Seeweg verlassen, an den Karren zu fahren.

In diesem Fall wäre der amerikanische Trägerverband wohl nur eine Tribüne mit jeder Menge Zuschauern, während Saudi-Arabien, Irak und Kuwait sich den Weg selbst frei machen.

@Kaan

"Wobei eigentlich die Sanktionen an sich (die bestehenden) schon Kriegshandlungen sind."

Sind sie nicht. Lies das Völkerrecht.
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28.12.2011 17:54 Uhr von architeutes
 
+6 | -2
 
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Der Iran ist doch im Augenblick der einzige Staat in der Region der
innenpolitisch gefestigt ist , das wissen auch die USA . Da
wird es zu keinen offenen Waffengang kommen , das
ist ziemlich sicher . Ich nehme mal an (Vermutung) das der
Iran selber die Situation in der Region mit Sorge betrachtet.
Aber das ist Spekulation
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28.12.2011 18:24 Uhr von Ayouni
 
+2 | -1
 
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Rahimi steht im Moment wegen seiner: angeblichen Verwicklung in einen "Versicherungs-Skandal" unter Druck. Man sollte seine martialischen Sprüche, mit denen er Loyalität gegenüber den Hard-Linern demonstriert, nicht auf die Goldwaage legen :D ... Das ganze Getöse ist eine inneriranische Theater-Vorstellung. Dass der Ölpreis für einen kurzen Moment bei der Meldung gezappelt hat, zeigt nur, wie nervös der Markt ist ... da ist nichts dran! Und dass Saudi-Arabien den Ausfall iranischer Lieferungen im Fall von neuen Sanktionen gegen Ölexporte ausgleichen wird, ist von der saudischen Regierung nicht bestätigt. Sog. Experten aus dem Ölgeschäft plappern ununterbrochen dummes Zeug ... besonders dann, wenn man schon Lieferverträge abgeschlossen hat, die man dann nicht bedienen könnte :D Dazu gibt es auch ganz andere Meldungen.
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28.12.2011 18:40 Uhr von Floetistin
 
+8 | -4
 
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Belgarath: es ist sehr unwahrscheinlich, dass die USA den Iran einfach so wegfegen, egal ob aus der Luft, über Wasser oder Land.

Der Iran hat sich schon in sehr vielen Kriegen bewährt, interne genauso wie mit anderen Völkern.

Der Iran, der sogar von den USA ausgerüstet und ausbildet und unterstützt wurde und sogar Giftgas eingesetzt hat, hat sich ebenfalls die Zähne ausgebissen.

Das Land hat sehr viele Gebirge, die (siehe Afghanistan) nicht so einfach "geräumt" werden können.
Bestenfalls würden die USA es lediglich bis kurz hinter die Grenze schaffen bevor sie sich in einen Guerilla-Krieg verstricken, den sie nicht gewinnen können da ihnen die Mittel fehlen.

So oder so wäre es ein sinnloses Blutvergiessen.

Ich kann die Reaktion des Irans sogar verstehen. Da lässt das Land freiwillig Insepktoren ins Land um zu überprüfen und festzustellen, dass das Atomprogram nur die friedliche Nutzung vorsieht und trotzdem wird Agression und Lügnerei unterstellt.

Obwohl keinerlei Verstösse des Iran gegen internationale Vereinbarungen oder Verträge vorliegen, werden Blockaden und Sanktionen verhängt.

Der Westen provoziert bewusst einen Krieg, allen voran die US-Amerikaner.
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28.12.2011 18:52 Uhr von Floetistin
 
+7 | -0
 
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@ich selbst: "Der Iran, der sogar von den USA ausgerüstet und ausbildet und unterstützt wurde und sogar Giftgas eingesetzt hat, hat sich ebenfalls die Zähne ausgebissen."

Das soll "Irak" heissen, du dumme Nuss ;)
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28.12.2011 19:27 Uhr von Perisecor
 
+3 | -5
 
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@ Minipet

"So ein Tanker ist nicht zu verfehlen."

Eine iranische Werft, Raffinerie oder Kaserne aber auch nicht. Und während man die Schlauboote problemlos aus dem Wasser oder der Luft abräumen kann, fehlen dem Iran jegliche effektive Maßnahmen, dies zu verhindern.


@ architeutes

"Der Iran ist doch im Augenblick der einzige Staat in der Region der innenpolitisch gefestigt ist"

Nö. Auch im Iran gab und gibt es massiv Proteste, u.a. gegen die letzte Wahl. Wurde halt massiv militärisch unterdrückt.


@ Floetistin

"Der Irak, der sogar von den USA ausgerüstet und ausbildet und unterstützt wurde"

Der Irak wurde von den USA weder ausgerüstet noch großartig ausgebildet - das haben die Sowjets und Franzosen übernommen. Geliefert wurden von den USA lediglich wenige Geheimdienstdokumente, z.B. Satellitenaufnahmen.

Der Iran hingegen war zu der Zeit durch US Technik relativ hochgerüstet und hätte ohne US F-14 zu keiner Zeit die Lufthoheit behaupten können.


"Obwohl keinerlei Verstösse des Iran gegen internationale Vereinbarungen oder Verträge vorliegen"

Der Iran hält sich u.a. nicht an den Atomwaffensperrvertrag, in dem er ständige und überall stattfindende Kontrollen nicht zulässt.


Letztlich will niemand in den Iran einmarschieren. Muss man aber auch garnicht, wenn man aus der Luft alles, was irgendwie wichtig ist, plätten kann.
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28.12.2011 20:52 Uhr von Floetistin
 
+2 | -1
 
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Belgarath: Okay, lassen wir mal die Wasserstreitkräfte des Irans ausser Acht.

Zu Lande hingegen ist der Iran um einiges besser gerüstet und gesichert.

Der Vergleich mit dem Irak hinkt gewaltig. Der Irak war zur Zeit der letzten Krise bereits gebrochen. Saddam hat keineswegs mehr irgendwelche Kriege geführt, sondern die verschiedenen Gruppierungen im Irak im Zaum gehalten.
Durch die Zerschlagung seiner Macht und seiner Ermordung ist der Irak zu einem 2. Afghanistan geworden.

Der Iran aber ist ein militärisch starkes Land mit einer durchaus verteidigungswilligen Bevölkerung und einem Terrain, dass nicht durch einfache Fläckenbombardements zu "verbrennen" ist.


@Perisecor:
Auf dich hab ich gewartet.

Die USA haben den Irak aufgestachelt und durch Waffen und Know-How dazu gebracht den Iran anzugreifen.
Als "Belohnung" sollte der Irak damals einige Ölquellen erhalten.
Selbstverständlich waren das nicht die USA alleine. Auch unser ach so tolles Deutschland und diverse andere westliche Staaten hatten da ihre Finger mit drin.

Das der Iran gegen den Atomwaffensperrvertrag verstösst ist allerdings eine falsche Behauptung.

Der Iran hatte mehrmals die Kontrollen gestattet und auch durchführen lassen.
Die Kooperation wurde erst dann eingeschränkt als Amiri "verschwand" und die USA dafür beschuldigt wurden.
Ausserdem hat sich der Iran zurückgezogen als man ihm das ihm nach dem Atomwaffensperrvertrag zustehende Recht der Anreicherung von Uran zu friedlichen Zwecken entsagen wollte.

Der vorgeschlagene Kompromiss des Westens sah vor den Iran vom Westen abhängig zu machen indem dieser sein Uran und andere wichtige Bestandteile nicht selbst herstellen durfte.

Auch lässt der Iran keine einseitig westlichen Inspekteure ins Land, was den Westen natürlich stark verärgert.

Im Endeffekt wird der Iran ohne tatsächlichen Grund boykottiert und benachteiligt. Auf Dauer kann das leider nur zu einem bewaffneten Konflikt führen.

Im Gegensatz zu Nordkorea und anderen Staaten hat der Iran keinerlei Ambitionen den Westen anzugreifen (Israel mal ausgenommen). Er hat auch nie damit direkt gedroht, immer allerhöchstens mit dem Säbel gerasselt als Reaktion auf eine neue Sanktion des Westens.

Und soweit ich mich nicht irre, hat bisher niemand dem Iran nachweisen können Atomwaffen herzustellen oder an deren Herstellung zu forschen.

Nicht mal der Geheimdienst der USA ist sich da sicher, obwohl denen das Lügen bereits beim Irak sehr leicht viel.

Und inwiefern verstösst der Iran nun gegen den Atomwaffensperrvertrag in einem Maße, dass man ihn boykottieren oder gar mit Krieg drohen müsste?

Wenn ich mich nicht irre, sind es gerade die USA, die selbst die im Vertrag festgelegten Kriterien nicht einhalten.
Kontrollen finden in den USA nicht statt (ausser interne) und die Anzahl der durch die USA kontrollierten Atomwaffen weltweit ist ebenfalls nicht bekannt oder gar nachvollziehbar.
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28.12.2011 21:42 Uhr von Floetistin
 
+2 | -1
 
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globi123: Ja, du hast Recht. Da war ich wohl daneben.

Allerdings fehlen auch weiterhin die Beweise. Mich würde mal interessieren, wie die IAEO denn zu diesen Berichten kommt, wenn sie doch angeblich gar nicht kontrollieren dürfen.

Anstatt Staaten zu drangsalieren und provozieren, die gar nicht nachweislich an Atomwaffen forschen oder bauen, sollte man sich um die kümmern, die dies wirklich und offen tun.

Nordkorea, Pakistan, Indien um nur einige zu nennen.

Auch für China würde ich nicht die Hand ins Feuer legen, dass die in ihrem Höhenflug diese Karte nicht aus dem Ärmel schütteln.

Dass die USA rücksichtslos genug sind um die A-Bombe einzusetzen haben sie auch schon bewiesen. Gerade denen würde ich in ihrem Fanatismus so etwas auch in der "modernen Zeit" zutrauen.

Israel ebenfalls.

Ach, generell gehört der ganze Schrott eingestampft.

Wer Krieg will, soll diesen selber führen. Bush vs. Saddam in einem Käfig-match auf Leben und Tod.

Das wäre etwas gewesen, dafür hätt ich sogar bezahlt um das zu sehen.
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28.12.2011 22:06 Uhr von Perisecor
 
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@ Floetistin: "Die USA haben den Irak aufgestachelt und durch Waffen und Know-How dazu gebracht den Iran anzugreifen."

Welche Waffen und welches Know-How denn im Detail?


"Das der Iran gegen den Atomwaffensperrvertrag verstösst ist allerdings eine falsche Behauptung."

Er lässt keine ständigen und ortsungebundenen Kontrollen zu - schon seit vielen Jahren nicht. => Verstoß


"Nicht mal der Geheimdienst der USA ist sich da sicher, obwohl denen das Lügen bereits beim Irak sehr leicht viel."

Es gibt nicht DEN Geheimdienst der USA.


"Kontrollen finden in den USA nicht statt (ausser interne) und die Anzahl der durch die USA kontrollierten Atomwaffen weltweit ist ebenfalls nicht bekannt oder gar nachvollziehbar."

Die USA und Russland bzw. vormalig die UdSSR kontrollieren sich gegenseitig, u.a. aufgrund der START-Verträge.

Dazu kommen Inspektionen der IAEO.


"Auf dich hab ich gewartet."

Die Zeit seit der letzten Diskussion hast du ja leider nicht zur Fortbildung genutzt. Schade.


"Dass die USA rücksichtslos genug sind um die A-Bombe einzusetzen haben sie auch schon bewiesen. "

Immer diese ollen Kamellen unter jeglicher Missachtung der damaligen Weltkriegssituation. Solche Argumentation ist einfach nur bäh.

[ nachträglich editiert von Perisecor ]
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29.12.2011 00:12 Uhr von ElChefo
 
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Floetistin: "Die USA haben den Irak aufgestachelt und durch Waffen und Know-How dazu gebracht den Iran anzugreifen."

Dir ist aber schon bekannt, das der Konflikt um die Gegend, um die sich der Iran-Irak-Krieg drehte, schon einige hundert Jahre älter ist als die USA?

"Als "Belohnung" sollte der Irak damals einige Ölquellen erhalten."

Quelle?

"Im Gegensatz zu Nordkorea und anderen Staaten hat der Iran keinerlei Ambitionen den Westen anzugreifen (Israel mal ausgenommen). "

A) Quark. Iran und NK vertreten offiziell exakt dieselben Standpunkte: Bei Angriff droht Vergeltung. Mit dem Unterschied, das NK keinen Hehl aus ihrer nuklearen Bewaffnung macht.

B) Was soll denn das bedeuten "Israel ausgenommen"? Israel ist Verbündeter "des Westens". Also ist jede Aggression gegen Israel auch eine Aggression gegen jeden Bündnispartner.

"Nicht mal der Geheimdienst der USA ist sich da sicher, obwohl denen das Lügen bereits beim Irak sehr leicht viel."

Quark. Es war lange bekannt, welche Waffen der Irak gegen die Kurden im Norden einsetzte, also war der Rückschluss nur logisch, das sich solche Waffen noch im Arsenal befinden.

"Und inwiefern verstösst der Iran nun gegen den Atomwaffensperrvertrag in einem Maße, dass man ihn boykottieren oder gar mit Krieg drohen müsste?"

Lies doch einfach mal den Bericht der Agentur. Das dürfte reichen.

"Kontrollen finden in den USA nicht statt (ausser interne) und die Anzahl der durch die USA kontrollierten Atomwaffen weltweit ist ebenfalls nicht bekannt oder gar nachvollziehbar."

Blödsinn. Siehe Start-Vertrag. "Dir nicht bekannt" ist nicht gleich "nicht bekannt oder nachvollziehbar". Die, die es wissen müssen, wissen es.

[ nachträglich editiert von ElChefo ]
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29.12.2011 01:42 Uhr von ElChefo
 
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globi: "Heute wurde z.B. der deutsche Luftraum für den Drohneneinsatz freigegeben ... ein Armutszeugnis, von dem keine Sau Notiz genommen hat! "

So sehr du auch mit dem Rest Recht habe bzw. im Ansatz richtig liegen magst...
...aber...
...damit verhält es sich ein wenig anders.
Es handelt sich lediglich um einen legislativen Vorgang innerhalb des Luftrechts, um eine Praxis, die schon lange vorhanden ist aus dem bürokratischen Dschungel von Sonderverordnungen und -erlaubnissen herauszuholen. Wie jedes Gesetz beinhaltet auch diese Novelle sowohl Möglichkeiten als auch Einschränkungen.

...wo ist da jetzt das Armutszeugnis?
Abgesehen davon wurde in der Presse berichtet. Jeder erwachsene Mensch hat die Möglichkeit sich zu informieren - auch diese Novelle unterlag zu keinem Zeitpunkt der Geheimhaltung... also?

Abgesehen davon ist dies nicht "heute" geschehen, sonder ist ein fortlaufender Prozess.

[ nachträglich editiert von ElChefo ]
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29.12.2011 03:59 Uhr von ElChefo
 
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globi: Okay, dann hoffe ich, das dich der Gesetzestext nicht auf die Palme treibt, denn dort ist auch nicht von "Drohnen", sondern von "unbemannten Luftfahrzeugen" oberhalb der zulassungspflichtigen Schwelle von 20kg bzw. 150kg die Rede.

Bis jetzt waren da immer Sondergenehmigungen und Zulassungen für LFz mit MTOW <2t nötig, mitsamt der notwendigen "Aufbereitung" des Luftraums im beflogenen Gebiet. Mit oder ohne dieses Gesetz sind Drohnen in Deutschland geflogen, mit dem Unterschied, das jetzt auch ohne Einzelfallentscheidung allgemeingültiges Recht existiert, was im Zweifelsfall auch allgemeingültig etwa bei Unfällen zu Regressansprüchen genutzt werden kann.

Zum Thema:

"Aktuell verhält es sich so, dass die 5. US-Flotte eine schriftliche Stellungnahme abgegeben haben soll!"

Die sie wie jeder Teil jeder Streitkräfte jeder Armee der ganzen Welt in Absprache bzw. im Diktat der Regierung veröffentlicht, der sie dient.

"Weiss der Geier warum das schriftlich von einem Flottenverband vorliegt und nicht in Form eines Video-Statements!"

Unterschied?

"Jedenfalls "sinngemäß" wollen die Amerikaner eine erneute Blockade der Meerenge durch den Iran, wie zuletzt im Irak-Irankrieg 1980, nicht akzeptieren und behalten sich das Recht vor, militärisch gegen eine solche Aktion vorzugehen!"

Genauso, wie es jene Staaten wohl auch kaum hinnehmen werden, die durch diese Blockade direkt betroffen sein würden, nämlich jene Exporteure, deren Handel unmittelbar darauf aufbaut, das die Strasse von Hormus frei ist. Im Falle der Blockade würde die US Navy wohl eher zuschauen, wie Saudische und Kuwaitische Jagdbomber die Blockadeschiffe zerpflücken.

"Was mich allerdings wundert: Warum wurde die Ankündigung vom iran noch vor 24 Stunden als "Säbelrasseln" gewertet und wird seit Mittwoch abend als "Kriegshandlung" gewerrtet?"

Eine Grossübung, wie auch schon REFORGER ´85 in Europa, sorgt immer für Aufsehen und ist in den Augen der "Beübten" auch immer Säbelrasseln. Das liegt in der Natur der Sache.
Ich habe jetzt zwar noch nicht gelesen, das diese Drohung oder die Übung als Kriegshandlung gesehen wird, aber wonach sieht es denn aus? Man geht in eine Übung, um gewisse Fähigkeiten abzubilden und zu sehen, ob die eigenen Streitkräfte im Rahmen ihrer Ausbildung einen gewissen Leistungsstand erreicht haben. Das ist nun seit Samstag der Fall, wie du selber schreibst.
...und mitten in dieser Phase der Übung gibt es auf einmal ein offizielles Statement, das bestätigt, das die beübte Fähigkeit absolut vorhanden und jederzeit einsetzbar ist. Das mag jetzt vielleicht keine Kriegshandlung sein - aber es definitiv deutlich lauteres Säbelrasseln.

...während und nach den REFORGER-Übungen hat man es auch bei den beübten Fähigkeiten und der bestimmt vorhandenen "Feind-"Aufklärung belassen. Das Gezeigte sprach für sich. Siehe etwa "Central Guardian" (´85) und "Certain Challenger" (´88) führten in ihrer diplomatischen "Schlagkraft" dazu, das 1989 das Ganze abgeblasen wurde, weil man gerade zur Wendezeit nichts riskieren wollte.
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29.12.2011 19:19 Uhr von Floetistin
 
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Perisecor: Ja, deine Pro-Amerikanischen Argumente sind mir hinlänglich bekannt.
Es interessiert mich schlechtweg nicht was du denkst. Lediglich deine falschen Informationen, die du in die Welt hinausposaunst, versuche ich zu widerlegen.
Was allerdings manchmal der Mühe einfach nicht wert ist, da du vollkommen unselbstkritisch an die Sache rangehst und ein normal denkender Mensch dir so oder so ein Minus verpasst.

Welche Waffen und welches Know-How?
Such selbst. Hier nur eines der Suchergebnisse:

In den siebziger und achtziger Jahren ist der Irak von vielen westlichen Regierungen als Geschäftspartner umworben worden. Frankreich, Deutschland und andere europäische Staaten lieferten massenweise Rüstungsgüter an das Regime in Bagdad. Dabei fand ein gefährlicher Know-how-Transfer im Bereich der ABC-Waffen statt. Nach dem Sturz des Schahs in Iran 1979 unterstützten auch die USA Saddam Hussein.

http://krisen-und-konflikte.de/...


Ja, der Iran lässt keine Kontrollen zu. Das hatte ich bereits geschrieben.
Und warum nicht?
2004 bis 2009 mit einer Unterbrechung vor dem Oktober 2009 hatte der Iran seine Bereitwilligkeit diesen Teil des Vertrags einzuhalten gezeigt.
Als der Westen dem Iran aber, entgegen weiterer Vereinbarungen des Sperrvertrags, eine Zusatzklausel, die es dem Iran verboten hätte selbst Uran für friedliche Zwecke anzureichern, aufdrücken wollte hat der Iran sich verständlicher Weise quergestellt.

Auch die rein pro-westlichen Inspekteure, die ab 2009 entsendet wurden, wurden abgelehnt da diese als nicht objektiv betrachtet wurden.
Man könnte das natürlich als lächerlich abtun. Dann müsste man aber auch anerkennen, dass der Iran Kontrollen vor allem Iran-naher Staaten zugelassen hat.

Ja, du hast Recht. Es gibt nicht DEN Geheimdienst der USA, diese hat mehrere. Vollkommen richtig.


"Viele Kritiker werfen den offiziellen Atommächten vor, ihrer Verpflichtung zur Abrüstung nach Artikel VI nicht nachzukommen. Einige Atommächte modernisieren ihre Arsenale und entwickeln neue Waffen und Trägersysteme, statt abzurüsten. So forschten z. B. die USA unter George W. Bush an kleineren, zielgenaueren Kernwaffen, sogenannten Mini-Nukes und Bunkerbrechern, die tatsächlich eingesetzt hätten werden können und so die Grenze zwischen konventionellen und nuklearen Waffen hätten verschwimmen lassen."


Der letzte Punkt ist nicht "bäh", wie du dich so eloquent ausdrückst. Der Weltkrieg war beim Einsatz der Bomben auf Japan bereits entschieden.
Japan hatte das lediglich noch nicht begriffen. Der Krieg wäre eine kurze Zeit weiter gegangen und dann auch so zu Ende gewesen.
Ob die Opfer und Folgeschäden durch den Einsatz von Atomwaffen geringer ausfielen kann man nicht nachweisen. Aber es ist anzunehmen, dass die Bomben mehr Schaden anrichteten als ein konventionell geführer Krieg, der eigentlich so oder so bereits entschieden war.

Nach wie vor hat kein einziges Land Atombomben zu kriegerischen Zwecken eingesetzt. Ausser den USA. Und diese versuchen jede noch so kleine Vertragslücke zu finden um sich selbst einen Vorteil zu erhaschen, während andere Staaten gerade von den USA zur Einhaltung jeder noch so winzigen Fußnote genötigt werden.
Man stelle sich mal vor wie groß der Aufschrei wäre, würde der Iran offiziell bekannt geben Uranmunition und atomare Bunkerbrecher einzusetzen.

Hurra sag ich da nur. Perisecor/LoneZealot/sonstige Nicks von dir.

Würdest du auch mal Selbstkritik, bzw. Kritik an deinen ach so herrlichen Staaten üben, wäre deine Argumentationsweise gar nicht mal schlecht.
Leider scheinst du nicht in der Lage dazu zu sein auch mal in den Spiegel zu sehen.
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29.12.2011 19:52 Uhr von Perisecor
 
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@ Floetistin: "Such selbst. Hier nur eines der Suchergebnisse:"

Da die USA quasi keine Waffen an den Irak geliefert haben, kann man dafür auch keine Quellen finden oder gar spezielle Waffensysteme benennen.

Ich wollte nur, dass du selbst darauf kommst. Aber selbst das ist dir misslungen.

Selbst die von dir gepostete Quelle sagt, dass die USA lediglich Geheimdienstinformationen geliefert haben.


"Als der Westen dem Iran aber"

Inkl. dem ach so westlichen Russland und der westlichen VR China.


"Auch die rein pro-westlichen Inspekteure"

Schon unter El-Baradei hat der Iran keine vollständigen Kontrollen zugelassen. Die IAEO entsendet übrigens immer multinationale Teams. So etwas wie pro oder anti westlich gibt es nicht.


"Ja, du hast Recht."

Natürlich habe ich recht. Wenn ich etwas nicht weiß, dann enthalte ich mich dem Thema oder erkundige mich. Deshalb antworte ich manchmal auch nicht auf jeden einzelnen Punkt.

Dieses ´erst informieren, dann darüber nachdenken, dann eventuell posten´ ist leider noch nicht zum allgemeinen Standard geworden.


"Einige Atommächte modernisieren ihre Arsenale und entwickeln neue Waffen und Trägersysteme, statt abzurüsten."

Fortschritt findet immer statt. Ob das nun die Entwicklung neuer Technologien ist oder die Umstellung auf neue Trägersysteme. Die absolute Abrüstung findet aber sehr wohl statt, siehe hierzu einfach mal START/SALT etc. und tatsächliche Auswirkungen, z.B. die vollständige Abrüstung der deutlich moderneren Peacekeeper ICBM oder die massive Verringerung der B-52 Flotte.


"Der Weltkrieg war beim Einsatz der Bomben auf Japan bereits entschieden."

Das Ergebnis war entschieden. Wie viele Tote ein konventionelles Ende gefordert hätte und wie lange es tatsächlich noch gedauert hätte, ist jedoch offen.


"Der Krieg wäre eine kurze Zeit weiter gegangen und dann auch so zu Ende gewesen."

Das sah nach der Einnahme von Okinawa völlig anders aus. Obwohl die Insel hoffnungslos verloren war, hat Japan immer neue Truppen in den Kampf geschickt - und von diesen Truppen haben sich nur wenige Prozent ergeben. Selbst viele Zivilisten kämpften oder wählten Suizid anstatt sich zu ergeben, vgl. hierzu auch Saipan und Tinian.

Der japanische Volkssturm hätte viele Millionen Menschen aufbieten können, teilweise nur mit Mistgabeln u.ä. bewaffnet - dafür mit dem bekannten japanischen Fanatismus, vgl. hierzu auch Midway, Philippinen etc.


"Aber es ist anzunehmen, dass die Bomben mehr Schaden anrichteten als ein konventionell geführer Krieg"

Atomwaffen waren damals genauso konventionell wie Brandbomben oder Luftminen. Die eigene Kategorisierung kam erst später, als die tatsächliche Zerstörungswirkung (auch längerfristig) bekannt wurde - vor allem auch durch die Wirkungssteierungen von Wasserstoffbomben.


"Ausser den USA. "

Ja. 1945. In einem Weltkrieg. Kurz nach der Entwicklung der Waffe und nach einem einzigen halbherzigen Test.

Daraus lassen sich absolut keine Schlüsse ziehen.
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29.12.2011 20:00 Uhr von ElChefo
 
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globi: "Du brauchst nicht jedes Wort auf die Goldwaage zu legen oder jeden Satz auseinanderdividieren!"

Tut mir leid - ehrlich. Das ist leidergottes die Gewöhnung, wenn man in einem Feld arbeitet, das extrem viel wert auf Wort und Geist von Rechtstexten legt.

"Warum haben die Amerikaner nach der Veröffentlichung der iranischen Drohung, diese als Säbelrasseln abgetan und sobald der Iran diese revidierte, sie quasi über Nacht als eine Kriegserklärung aufgewertet?"

Wie gesagt, die Interpretation als "Kriegserklärung" fehlt mir noch eine Quelle, die das so darlegt, auch chronologisch. Die logischste Erklärung jedoch ist, das man die Übung genau verfolgt hat und die daraus zu ziehenden Schlüsse halt gezogen hat. Der Iran scheint also zumindest zu einer kurzen Blockade befähigt und in seiner Kommunikation nach Aussen auch gewillt, diese Fähigkeit einzusetzen.

Wie wir wohl beide wissen, reicht es Reedereien schon, wenn man mit militärischer Gewalt droht, um Tanker im Hafen zu lassen. Es ist einfach ein zu hohes Risiko für einen viel zu grossen finanziellen Asset, als das man da etwas wie Beschlagnahme ovgl. riskieren will. Der unmittelbare Einfluss einer solchen Drohung hat ja nun auch schon seine Wirkung gezeigt.

"Ich bin bisher davon ausgegangen, dass jegliche Statements militärischer Natur, vom Pentagon veröffentlicht werden"

Nicht so ganz. Jeder Großverband führt sein eigenes Team an Sprechern und Rechtsberatern mit. Diese Teams werden auch Statements veröffentlichen, natürlich in enger Abstimmung mit ihrer vorgesetzten Behörde, eben dem Pentagon bei den Amerikanern oder halt das BMVg bei den Deutschen.

"zwar als "Statement" der Regierung und nicht als Statement einer militärischen Gruppierung (5. Flotte).2

Das Statement an sich kommt von dem Großverband, sobald es zur Veröffentlichung freigegeben wird. In dem Augenblick gilt es allerdings auch als "im Namen der Regierung" gesprochen.

"Und glaubst du wirklich, dass die Saudis gegen ihre Nachbarn zu Felde ziehen, um eine Wasserstraße zu öffnen?"

Gute Frage. Möglicherweise schon.

"Wäre doch weitaus klüger, die Drecksarbeit von der 5. Flotte erledigen zu lassen!"

Natürlich wäre das klüger. Allerdings sollte man dabei nicht ausser Betracht lassen, das die Saudis die direkt Betroffenen wären, während die Amerikaner (...und alle anderen Kunden) nur indirekt eine Wirkung auf ihre Ölbestände zu spüren bekämen. Da jene Kunden dieses Lieferweges ihr Öl auch von anderen Quellen beziehen und selbst auch strategische Ölreserven einlagern, dürfte wohl ausser Frage stehen, das eine solche Blockade allerhöchstens bei den Exporteuren einen Einfluss zeitigen würde. Mag sein, das die Saudis in diesem Fall das Pentagon um Unterstützung durch die 5. Flotte bitten würden, aber für eine direkte Aufhebung der Blockade ohne lange Wartezeiten müssten sie schon selbst ihre Flieger und Diplomaten losschicken.
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29.12.2011 20:38 Uhr von Floetistin
 
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Ach Perisecor: Wieso tust du das? Du bringst keine neuen Argumente, sondern immer nur deine alten ausgetragenen. Und anstelle etwas mal anzunehmen und drüber nachzudenken, zerlegst du lediglich die Formulierung.

Siehe
"Atomwaffen waren damals genauso konventionell wie Brandbomben oder Luftminen. "

Wir könnten hier Tagelang diskutieren und ich könnte dir zig Zitate und QUellen schicken. Und du würdest jedes einzelne davon in Frage stellen und für nichtig erklären.
Während deine eigene Argumentation natürlich stichhaltig und wahrheitsgemäß ist.

Es ist immer wieder das Selbe mit dir. Ein Glück, dass du hauptsächlich MInus bekommst. Das zeigt, dass die meisten sich einfach nur nicht die Mühe machen dir zu widersprechen.

Sollte ich auch so tun, bin ich nur leider zu stur dafür.

Da wird international die Entwicklung neuer atomarer Systeme, die im Sperrvertrag evtl in eine Lücke fallen, durch die USA kritisiert.
Und anstelle, dass du zugibst dass es rein einem egoistischen Zweck diene oder darauf eingehst wie es gesehen werden würde, würde der Iran diese Technologie erforschen, verteidigst du es als "ganz normalen Fortschritt":

Mein, zugegebener weise falsch formulierte Aussage mit "dem amerikanischen Geheimdienst" nimmst du zum Anlass nicht meine eigentliche Aussage zu akzeptieren und, falls möglich, dagegen zu argumentieren. Nein! Du hängst dich an dem Wort "dem" auf.

Den Einsatz einer Atombombe auf ein bereits besiegtes Land, das lediglich noch nicht kapituliert hatte, rechtfertigst du mit der Bedrohung durch fanatische Bauern mit Mistgabeln.
Findest du das nicht auch etwas merkwürdig?

Die Angriffe forderten mehr als 220.000 Tote. Willst du ehrlich behaupten, Japan hätte man nicht durch das Zerstören der Marine und durch "aushungern" (Blockaden, Handelsembargos, etc.) auch zum Aufgeben zwingen können? Mit weniger Opfern, ziviler wie militärischer.
Wenn die Japaner so fanatisch waren, hätte der Angriff sie nicht erst recht aufstacheln müssen?

Ach was red ich hier eigentlich. Natürlich bist du dieser Ansicht. Die Entscheidungen des Militärs der Vereinigten Staaten von Amerika sind unanfechtbar und zweifellos immer zum Wohle aller, vor allem aber den USA.

Natürlich ist auch die Forschung an neuen Atomwaffen vollkommen in Ordnung, obwohl vereinbart war diese eher abzurüsten und eben nicht neue zu bauen.

Du tust mir leid. Ich hoffe deine Welt bricht bald zusammen und du erkennst, dass auch die USA und Israel (fühle dich jetzt bitte in deiner Eigenschaft als LoneZealot angesprochen) nicht unfehlbar sind.

Wenn du jetzt wieder meine Formulierungen anstatt meiner Argumente auseinandernehmen willst, tu dir bitte keinen Zwang an. Ausser über deine eingeschränkte Sichtweise zu lachen wirst du hier in dieser News keine Antwort mehr von mir erhalten.

Per PM hab ich dir auch geantwortet. Mehr gibts nicht. Wir schreiben uns bei der nächsten News, vermutlich mit dem Titel "USA sehen Angriff auf Iran als unausweichlich an".
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29.12.2011 21:49 Uhr von ElChefo
 
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Floetistin: "Hurra sag ich da nur. Perisecor/LoneZealot/sonstige Nicks von dir."

"(fühle dich jetzt bitte in deiner Eigenschaft als LoneZealot angesprochen)"

http://3.bp.blogspot.com/...
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30.12.2011 06:06 Uhr von Perisecor
 
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@ Floetistin: "Du bringst keine neuen Argumente, sondern immer nur deine alten ausgetragenen."

Ich kann mir zu historischen Gegebenheiten nunmal keine neuen Argumente aus dem Finger saugen, nur um dich zu befriedigen. Zum Thema Japan/2. Weltkrieg/Operation Downfall sind nunmal alle Akten veröffentlicht und zugänglich und das der Irak keine Waffen aus den USA erhalten hat, ergibt sich schon alleine daraus, dass er keine eingesetzt hat - oder meinst du vielleicht, Hussein hatte riesige unterirdische Lager mit F-15 und M1A1, hat aber ´91 und ´03 lieber MiG-21 und T-54 verwendet, weil er Museumswaffen einfach viel cooler fand?


"Wir könnten hier Tagelang diskutieren und ich könnte dir zig Zitate und QUellen schicken."

Nur zu. Aber bitte Quellen mit Bezugspunkt 1945. Sich im Jahre 2011 (oder 1990 oder 1960) neunmalklug hinzustellen, und zu sagen, man hätte das ja damals alles viel klüger machen können, zieht nicht. Dieser Argumentation nach hätte das Deutsche Reich nämlich auch den 2. Weltkrieg gewinnen müssen, die technische und vor allem organisatorische Überlegenheit war lange genug vorhanden.


"Das zeigt, dass die meisten sich einfach nur nicht die Mühe machen dir zu widersprechen."

Natürlich. Es liegt nicht etwa schlicht daran, dass die meisten - u.a. ja auch du - nur einfach keine Ahnung von diesen Themen haben. Ist halt nicht so Mainstream wie die aktuelle Farbe von Paris Hilton´s Unterwäsche oder wer es bei Bauer sucht Frau gerade mit wem macht.


"Und anstelle, dass du zugibst dass es rein einem egoistischen Zweck diene"

Ähm. Das ist doch völlig selbstverständlich? Was gäbe es da zuzugeben? Natürlich ist US amerikanische Atomwaffen-Forschung in erster Linie "egoistisch" (dass dann späer auch GB, Deutschland etc. in Form von Technologietransfer (Trident) oder nuklearer Teilhabe partizipieren mal außen vor). Genauso egoistisch ist aber auch der Bau von Straßen im südlichen Utah, das anpflanzen von Bäumen in Washington oder der Bau von Häusern in South Dakota.


"würde der Iran diese Technologie erforschen"

Der Iran hat aber nicht die selben Voraussetzungen wie sie die USA, Russland oder andere tatsächliche Atommächte haben. Das war ihm aber auch bekannt, als er den Atomwaffensperrvertrag ratifiziert hat.


"Du hängst dich an dem Wort "dem" auf."

Nein. Ich benutze das als Beispiel dafür, dass du schlicht keine Ahnung hast. Weder was das Thema Waffenlieferungen durch die USA während der 80er/90er Jahre angeht, noch was das Thema Pazifikkrieg betrifft.

Und beim Atomwaffensperrvertrag bzw. dem allgemeinen Umgang mit Atomwaffen disqualifizierst du dich gerade auch noch selbst (siehe z.B. "würde der Iran diese Technologie erforschen").


"auf ein bereits besiegtes Land"

Japan war zu dem Zeitpunkt nicht besiegt. Es hatte gefestigte Stellungen auf dem asiatischen Festland (heutiges Korea, VR china) und auf den japanischen Hauptinseln.

"das lediglich noch nicht kapituliert hatte"

Und das, nach heutiger Aktenlage, vor dem Einsatz der Atomwaffen auch nicht so schnell vor hatte. Selbst nach dem Einsatz der Atomwaffen kam die Kapitulation nur auf massives Drängen von Kaiser Hirohito persönlich zustande - Tojo und seine Crew wollten nämlich auch dann noch weiterkämpfen.


"rechtfertigst du mit der Bedrohung durch fanatische Bauern mit Mistgabeln."

Ich rechtfertige das nicht. Ich zeige auf, welch Fanatismus zu erwarten gewesen wäre, hätte man Operation Downfall wie geplant durchgezogen. Der deutsche Volkssturm hatte wenigstens Feuerwaffen.

Ich habe dir Beispielhaft die Kämpfe um Okinawa, aber auch Midway/Saipan/etc. genannt. Dort haben sich jeweils weniger als 1% der japanischen Truppen ergeben. Japan hat auf Okinawa 70-100.000 Soldaten verloren, obwohl von Anfang an klar war, dass man Okinawa nicht halten kann.


"Findest du das nicht auch etwas merkwürdig?"

Nein, denn ich hab - im absoluten Gegensatz zu dir - Ahnung vom Krieg im Pazifik und kenne die Faktenlagen. DU hingegen glaubst ja tatsächlich, dass Japan eigentlich schon fast kapituliert hat, aber gerade als man unterschreiben wollte, haben die fiesen Amerikaner aus purem Japan-Hass einfach so Atombomben auf ausschließlich zivile Ziele abgeworfen. Und diese Denke, die du hier vermittelst, geht halt zu 100% an der Realität vorbei.
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30.12.2011 06:06 Uhr von Perisecor
 
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@ Floetistin #2: "Japan hätte man nicht durch das Zerstören der Marine "

Die japanische Marine war schon 1941 nicht konkurrenzfähig - das wusste auch Yamamoto. Nach Midway waren die Offensivfähigkeiten massiv eingeschränkt und spätestens nach der sinnfreien Opferung großer Zerstörerkapazitäten bei Okinawa war die japanische Marine endgültig vernichtet. Dennoch war an ein Aufgeben nicht zu denken - man hat dann eben einfach die Inseln anstatt Flugzeugträger genutzt und Truppen eben einfach nicht mehr mit Munition oder Nahrung versorgt (siehe erneut Schlacht um Okinawa).


"und durch "aushungern" (Blockaden, Handelsembargos, etc.)"

Japan war spätestens ab Mitte 1944 quasi von der Außenwelt abgeschnitten - etwa zu dieser Zeit haben US U-Boote die Kontrolle übernommen. Da Japan aber in vielen Bereichen autark war bzw. größere Vorräte angehäuft hatte (und später dann z.B. Flugzeuge aus Holz und nicht mehr aus Aluminium hergestellt wurden), hätte das wenig Sinn gehabt.


"auch zum Aufgeben zwingen können?"

Irgendwann hätte Japan vielleicht aufgegeben, vielleicht aber auch neue Kräfte gesammelt, um zurückzuschlagen. Während dieser Jahre hätte man aber ständig die komplette US Navy vor Ort haben müssen, inklusive mehrer hunderttausend Soldaten. Das ist absolute Utopie - die Versorgung war schon vorher mies, mit dem Wegfall wichtiger Nachschubrouten durch den chinesischen Bürgerkrieg etc. hätte sich die Situation nicht verbessert.
Von der amerikanischen Kriegsmüdigkeit und der sinkenden Moral von Soldaten, die mehrere Monate oder gar Jahre am Arsch der Welt stationiert sind ohne Aussicht auf Änderung, mal zu schweigen.


"Mit weniger Opfern, ziviler wie militärischer."

Japan hat durch konventionelle Bombardements weit mehr Tote zu beklagen gehabt. Alleine vom 9. auf den 10. März 1945 kamen in Tokyo mehr Menschen zu Tode, als in Hiroshima und Nagasaki zusammen - und das völlig ohne den Einsatz von Atomwaffen.

Die ~250.000 Toten auf Okinawa sowie viele hunderttausend Tote auf den anderen Inseln waren Japan doch auch völlig egal. Das Kaiserreich hat Truppen nach Guadalcanal in den Tod geschickt, obwohl klar war, dass die USA die Insel längst kontrollieren.

Der Einsatz von Kamikaze (wenn auch zahlenmäßig gering im Vergleich) und die Aufstellung von Volkssturm (also Frauen, Kinder, kampfuntaugliche Männer) ohne Feuerwaffen zeigt doch, wie die damalige Denkweise war.

Dass Tojo selbst NACH dem Einsatz der Atombomben nicht kapitulieren wollte, dürfte nun auch wirklich dir klar machen, dass Japan eben NICHT mal eben spontan aufgeben wollte.


"Wenn die Japaner so fanatisch waren, hätte der Angriff sie nicht erst recht aufstacheln müssen?"

Das war eine durchaus verbreitete Meinung im Planungsstab der USA. Truman hat sich letztlich durchgesetzt.
Dazu muss aber auch gesagt werden, dass die USA Flugblätter über Japan abgeworfen haben mit dem sinngemäßen Inhalt, dass man ab nun jeden Tag eine Atombombe abwerfen würde.
Dass die USA keine weiteren Atombomben hatten, wusste Japan ja nicht, Hirohito nahm diese Drohung aber zum Anlass, das Ende des Krieges anzuordnen.



"Die Entscheidungen des Militärs der Vereinigten Staaten von Amerika sind unanfechtbar"

Nö. Aber ich bin nicht so arrogant und stelle mich im Jahre 2011 hin und zeige Fehler auf, die sich erst langfristig als solche erwiesen haben. Truman hat 1945 während des Zweiten Weltkrieges nach damaliger Faktenlage für den Einsatz der Atomwaffen entschieden. Das kann man im Jahre 2011 in Frage stellen, unter Würdigung der damaligen Situation muss man aber zwangsweise zu dem Schluss kommen, dass Truman durchaus begründet so gehandelt hat, wie er es nunmal tat. Ob dir (oder mir oder sonst wem) das passt oder nicht.


"Die Entscheidungen des Militärs der Vereinigten Staaten von Amerika sind unanfechtbar und zweifellos immer zum Wohle aller, vor allem aber den USA."

Ähm... welches Wohl welchen Staates sollte denn das Militär der USA (!) über das Wohl der USA stellen? Denk einfach mal in Ruhe darüber nach :D


"obwohl vereinbart war diese eher abzurüsten"

Die werden doch abgerüstet. Wenn ich drei Atombomben demontiere und eine neue Atombombe baue, dann habe ich zwei Atombomben abgerüstet.



"anstatt meiner Argumente auseinandernehmen"

Du hast doch keine Argumente. Du flüchtest dich in mangelndes Geschichtswissen und bastelst dir daraus was zusammen.
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30.12.2011 06:06 Uhr von Perisecor
 
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@ Floetistin #3: Fassen wir doch mal ein paar deiner Wissenslücken zusammen:
- Du denkst, Japan lag am Boden.
- Du denkst, Japan wollte sowieso kapitulieren.
- Du denkst, die Toten durch Hiroshima und Nagasaki (durch die Explosionen direkt übrigens unter 100.000) wären eine furchtbar große Zahl gewesen.
- Du denkst, man hätte Japans Marine zerstören können, obwohl diese schon nicht mehr existent war.
- Du denkst, man kann ein in vielen Bereichen autarkes und fanatisches Land aushungern.
- Du denkst, man könne eine Seeblockade 5000km vom nächsten Heimathafen aus problemlos über mehrere Monate oder gar Jahre/Jahrzehnte durchziehen - mit der Technik der 40er Jahre.
- Du denkst, dass fanatischer Volkssturm mit Mistgabeln ja garnicht schlimm sind.
- Du ignorierst völlig, was Okinawa und andere Inselsschlachten bzw. das komplette Inselspringen gelehrt hat.


- Du ignorierst, dass die USA (und auch Russland) seit Jahrzehnten massiv Atomwaffen abrüsten.
- Du wunderst dich, dass das US Militär sich vorrangig um US Interessen kümmert.
- Du zählst Russland und die VR China zum Westen
- Du ignorierst, dass El-Baradei nicht pro westlich eingestellt war
- Du ignorierst, dass die IAEO immer multinationale Teams entsendet
- Du dachtest, die USA hätten Waffen an den Irak geliefert
- Du hast von "dem" Geheimdienst der USA geredet, obwohl es wichtig ist, dort zu differenzieren, gerade dann, wenn man mit Fachwissen glänzen möchte
- Du ignorierst völlig, dass Menschen in der Gegenwart anders entscheiden als allwissende Zukunftsmenschen, denen viel mehr Wissen und viel mehr Fakten, auch von anderen Seiten, zur Verfügung stehen.


Das jetzt mal nur aus den letzten 2-3 Postings von dir. Und dann wunderst du dich, wenn man gemein zu dir ist und deine "Argumente" auseinandernimmt?

Sorry, dir fehlt absolutes Grundlagenwissen, von Fachwissen mal ganz zu schweigen. Du willst auf anständigem Niveau mitdiskutieren? Dann informier dich doch einfach mal! Ohne das jetzt böse zu meinen, aber die deutsche Wikipedia bietet ausreichend Grundlagenwissen, da würde ich an deiner Stelle mal ansetzen. Und wenn dich das Thema dann noch immer interessiert und du mitdiskutieren magst, dann kannst du dich ja langsam an Fachliteratur wagen - ich persönlich finde da auch Tagebücher/Autobiographien von beteiligten Personen interessant, sei es nun Guderian, v. Manstein, Zhukov oder Nimitz.
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30.12.2011 06:56 Uhr von Ayouni
 
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Bemerkenswert bei allen Diskussionen: zum Thema Iran ist, dass hier jede News in den Kontext einer möglichen militärischen Konfrontation "Der Westen gegen die Mullahs" gedrückt wird. Anschließend treten dann einige Stammtisch-Strategen in den Vordergrund, die das eigentlich politische Thema auf Sandkasten-Niveau herunterschwätzen, um mit dem Argument US-militärischer Überlegenheit jede tieferliegende politische Problematik zu verwischen. Warum Rahimi diesen sicherheitspolitisch sinnlosen Satz von sich gegeben hat, kann man doch nur an seiner innenpolitischen Wirkung abschätzen. Selbsverständlich könnte der Iran die Strasse von Hormuz mit minimalem Aufwand blockieren, aber damit würde man die u.a. die eigenen Wege nach Bandar Abbas und Keshm-Island versperren. Das macht doch alles keinen Sinn! Niemand, weder die USA, Kuwait, Saudi-Arabien, Qatar oder der Iran selbst hätten daran selbst in einer kriegerischen Situation irgendein Interesse. So einen Schritt könnte man nur als letzte Verzweifelung in einer ausweglosen Situation verstehen. Sinn macht das nur als Propaganda nach Innnen ("Wir sitzen am längeren Hebel, wenn wir wollten, dann könnten wir alle in den Abgrund reissen ... ").
Und ... dass sich die Diskussion hier reflexartig an der "militärischen Sichtweise" festbeisst, zeigt doch nur, dass man hier genauso anfällig für Propagandasprüche ist wie im Iran. Die Iraner lenken gerne ab, wenn´s eng wird. Und für Rahimi wird´s im Moment eng, aber aus ganz anderen Gründen :D
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30.12.2011 13:46 Uhr von basusu
 
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Yankees: Was zum Henker haben diese Yankees zigtausend Meilen von ihrem Boden entfernt zu melden???

Ein beträchtlicher Teil der Straße von Hormus in souveränes iranisches Territorium. Den Iraner steht es frei Sanktionen gegen Verbrecherstaaten zu erlassen. Dies können Handelssanktionen und Entziehung von Durchfahrtsrechten beinhalten.

Dieses verhalten der Pleitegeier USA wäre so, wie wenn Pakistan morgen die Küste von Guantanamo "verteidigt".

Über die Chinesen, die hier zwanghaft mit ins Boot gezerrt werden, braucht man sich keine Sorgen machen. Die Iraner können das schon so arrangieren, dass zumindestens noch die Tanker nach China durchkommen.

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