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Justizministerin Beate Merk (CSU) für längere Verjährungsfristen bei Missbrauch

Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU) denkt, dass es zwingend nötig ist, die strafrechtlichen Verjährungsfristen bei sexuellem Missbrauch zu verlängern. Sie denkt hierbei an eine Verjährungsfrist von mindestens 30 Jahre.

Viele Opfer würden sehr lange leiden, ehe sie sich dazu durchringen können, einen Täter anzuzeigen und erfahren dann oftmals, dass die Taten längst verjährt sind. Der Schutz der Opfer dürfe aber nicht an irgendwelchen Verjährungsfristen scheitern, so die Ministerin.

"Scheitert die Strafverfolgung an dem Ablauf von Fristen, verhöhnen wir die Gerechtigkeit", so Ministerin Merk am Mittwoch. Derzeit setzt die Verjährungsfrist am 18. Geburtstag des Opfers ein, auch dies will Merk ändern und das Datum auf den 21. Geburtstag des Opfers hochsetzen.


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WebReporter: Sijamboi
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Politik, CSU, Missbrauch, Verjährung
Quelle: www.augsburger-allgemeine.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.12.2011 15:54 Uhr von culturebeat
 
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Missbrauch ist relativ: und bei der Entscheidung für oder wider eine Strafverfolgung müssen auch immer die regionalen Bräuche herangezogen werden.

Wenn beispielsweise eine 3-jährige Inderin mit einem Krokodil oder ihrem 18-jährigen Cousin verheiratet wird, sollte das in Deutschland nicht verfolgt werden, wenn das in ihrem früheren Heimatland üblich war.
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28.12.2011 16:04 Uhr von End-Of-West
 
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Wäre vielleicht humaner wenn man Verjährungen grundsätzlich aufhebt...
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28.12.2011 16:26 Uhr von blabla.
 
+1 | -0
 
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@culture: ja ja... alles klar... fail!
Hier in Deutschland gelten Gesetze die auch befolgt werden müssen. Wie die Inder das in Indien handhaben ist hier irrelevant. Aber ich denke ich weiß was du eigentlich damit sagen möchtest. Vergiss es einfach. Deutschland => Deutsche Gesetze.

@End
Bin eigentlich auch dafür. Körperlicher schwerer Schaden sollte auf ewig Strafbar sein. Besonders bei Kindern! Da dürfte es überhaupt keine Toleranz geben. Funktioniert ja bei Mord auch.

@News
Verstehe ich das jetzt richtig, dass, wenn ein Mensch vor dem 18. Lebensjahr missbraucht worden ist, hat es nur die Möglichkeit den Täter bis zu seiner Volljährigkeit anzuzeigen? Das ist ja mal LOL! Gesetz müsste dringendst geändert werden.
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29.12.2011 08:31 Uhr von Hawkeye1976
 
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@blabla. Nein, das verstehst du falsch. Die Verjährungsfrist beginnt erst mit der Volljährigkeit. Das bedeutet, auch wenn der Missbrauch im frühen Kindesalter stattgefunden hat, beginnt der Ablauf der Verjährungsfrist erst, wenn das Opfer 18 ist.

Die Forderung, das auf 30 Jahre zu verlängern ist populistische heisse Luft. Je mehr Zeit zwischen dem Missbrauch und der Strafverfolgung liegen, desto schwerer wird es auch, diesen zu beweisen. Und verurteilt werden darf in einem Rechtsstaat nur der der, dessen Schuld auch bewiesen wurde. Nach 30 Jahren + X dürfte es bei den meisten Prozessen dann wohl auf Freisprüche mangels Beweisen hinauslaufen.
Zudem darf man nicht vergessen, dass es nach so langer Zeit oftmals wirklich nur an den Aussagen von Opfer und Täter hängt und ich muss niemandem sagen, dass Erinnerungen - besonders solche aus der Kindheit - mit den Jahren immer subjektiver und verzerrter werden können.

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