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Arjo Klamer: In den Niederlanden wächst die Wut auf den Euro

Neuesten Umfragen zufolge, lehnt mittlerweile jeder Zweite in den Niederlanden den Euro ab. Es sei zu beobachten, dass die Holländer "richtig wütend über den Euro werden", und dass die Gemeinschaftswährung nicht im Interesse des Volkes sei, so Wirtschaftsprofessor Arjo Klamer von der Erasmus-Universität in Rotterdam.

Der Euro werde mangels gemeinsamer Voraussetzungen und politischer Legitimation scheitern, prophezeit Klamer. Ökonomisch sei sein schnelles Ende günstiger als ein jahrelanges Dahindarben. Doch halte das Establishment an einer falschen Ideologie fest und schüre mit "evangelikalen" Ausdrücken Angst.

Die Niederlande und Deutschland hätten nicht von der gemeinsamen Währung der Eurozone profitiert, resümiert der Niederländer. Im Gegenteil: Die schwache Währung mache den Export träge, Innovationen unterbleiben. Zudem habe der Euro die Solidarität der europäischen Völker zerstört.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Euro, Niederlande, Währung, Wut
Quelle: www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.12.2011 09:01 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+9 | -7
 
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News und Komma-Setzung: Der Autor übernimmt keine Haftung für nachträglich eingesetzte Kommata.

Denke aber, dass braucht man anderen Newsern hier kaum mehr erklären.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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28.12.2011 09:02 Uhr von BeatDaddy
 
+10 | -8
 
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D war das auch so geplant von den 4 Siegermächten! Dank Helmut, der uns ums Verrecken wiedervereinigen wollte...
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28.12.2011 09:08 Uhr von ROBKAYE
 
+7 | -1
 
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Die Holländer können beruhigt sein Der bekannte ehemalige Remote Viewer der CIA, Major Edward Dames, hat bei seinen Vorhersagen bis jetzt immer Recht behalten und die Rückkehr Deutschlands zur D-Mark innerhalb eines Jahres angekündigt... aber im Endeffekt muss man kein Hellseher sein um das unvermeidliche vorhersehen zu können...
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28.12.2011 09:11 Uhr von Katerle
 
+19 | -3
 
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endlich ein wirtschaftsprofessor der seiner bezeichnung gerecht wird

seiner aussage stimme ich 100 pro zu
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28.12.2011 09:42 Uhr von architeutes
 
+8 | -1
 
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Da wollten sich damals ein paar Politiker selbst ein "Denkmal"setzen
und haben uns nur geschadet . Es ist zum Kot........

[ nachträglich editiert von architeutes ]
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28.12.2011 13:04 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+5 | -1
 
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@Halma: Du schreibst ziemlichen Unfug - zur Freude der kleinen Minderheit der Euro-Profiteure aus dem Industriellen- und Bankensektor.

Unfug Nr. 1)
"Falls sie (die DM) kommen sollte wird sie erst so hart sein dass der Export abgewürgt wird."

Standardparole der Euro-Populisten - doch mittlerweile solltest auch Du gelesen haben, dass im Schnitt über 45% der Herstellungskosten deutscher Produkte von Zulieferungen aus dem Ausland abhängen - sprich sich diese bei einer stärkern Währung sich verbilligen würden.

Und überhaupt wäre eine stärkere DM die LÖSUNG des Problemes - und nicht eine Verschärfung.

Indem etwa mit Einführung des Euros die Bundesbürger - zugunsten von wenigen Export-Industriellen und ihren Finanziers - automatisch vom volkswirtschaftlichen Erfolg des Exportlandes Deutschland abgekoppelt wurden ("Volksaktie DM"), brach neben den Investitionen im Inland auch die Import-Nachfrage nach Deutschland - und mit ihr die Exporte unserer euroäischen Handelspartner nach Deutschland - ein. In der Folge begann zunächst ein riesiger Kapital-Transfer (2/3 aller Ersparnisse) aus Deutschland heraus in vermeintlich zinsträchtigere Subprime-Märke - sprich die Zeit der billigen Kredite und Verschuldungsorgie, sowie Zockereien in diesen Ländern begann. Das Endergebnis dieser Entwicklung liegt auf dem Tisch: Auf Europa bezogen riesige Handelsbilanz- und Zahlungsbilanzdefizite. Dieses Video hilft Dir die Zusammenhänge zu verstehen: http://youtu.be/...

Weiterhin tauchen in Deiner Milchmädchenrechnung zum Euro/DM-Vergleich all die Rechnungen, die uns im Zuge der endlosen Rettungsschirme, Targetkredite, Staatsfinanzierungen über IWF, EZB-Anleiheaufkäufe, LTROs, EMS und Inflation demnächst ganz real um die Ohren fliegen werden, nicht auf.

Unfug Nr. 2)
Volkswirtschaftklicher Unkenntnis erkenne ich auch in Deiner rethorischen Frage: "Der Euro hat uns nichts gebracht? Gestatten dass ich lache. Die Inflation liegt bei der Hälfte der Werte die die Mark hatte. 1,2-1,5% beim Euro zu 2,5-3% bei der Mark, er ist also wertstabiler".

Du hast hier offenbar zu 100% zum Pseudo-Argument der Profi-Lügner und Euro-Täter gegriffen. Tatsächlich interessiert hier aber eine ganz andre Größe:

Gab es früher zu DM-Zeiten gelegentlich 4% oder mehr Inflation, vergisst Du offenbar, dass dies einer noch höheren Lohnentwicklung geschuldet war. Denn Inflation und Lohnerhöhung waren VOR Euro-Zeiten ein eng verwandtes Paar. Am Ende kam für die Deutschen immer höhere Reallöhne herum. Und das ist es, wovon die Masse der Menschen primär profitiert.

Mit dem Euro hat sich das leider radikal geändert: Heute gibt es Inflation trotz Stagnation bei den Löhnen. Wir haben in Deutschland ein höhere Inflation als Nominal-Lohnzuwächse, sprich kräfitge Reallohnverluste (alleine in den letzten 5 Jahren laut FAZ 7,0 Prozent, siehe: http://www.faz.net/...). Denn der Euro macht Lohndumping erst in diesem Ausmaß möglich: Die hiesige Industrie muss Abwertungen der anderen Euro-Ländern nicht mehr befürchten. Der "Handelskrieg", geführt über Agenda 2010, lohnt sich - aus Unternehmersicht. Der Rest der Gesellschaft sozialisiert die Kollateralschäden.

Nicht nur das - wir haben in der Eurozone mittlerweile Inflation bei Stagnation bzw. Rezession - dies nennt man Stagflation und ist eine ganz andere Hausnummer als die "Inflation", die Du hier ansprichst. Stagflation ist das schlimmste Szenarium, dass eine Volkswirtschaft treffen kann. Dies kannte die alte Bundesrepublik nicht.

Und sollte die Wirtschaft in Europa endlich wieder anfahren, erwartet und uns eine jahrelange kräftige Inflation infolge der produzierten Geldschwemme, indem das frisch gedruckte Geld aus der Druckerpresse fleißig nach Kaufkraft sucht. Nur so werden die Schuldenberge, die diese Währung hinterlässt, abgetragen werden können – das System hat Kalkül.

Unfug Nr. 3)
.Du schreibst ebenfalls fälschlicherweise:
"Die Exporte stiegen seit der Einführung des Euro massiv an, ist wohl dem geschuldet dass wir 70% in die Eurostaaten exportieren":

Unfug – der Anteil der Exporte in die Eurozone liegt mit rund 40% sogar leicht unter dem Wert vor Einführung des Euros.

Kurzum – mit einem Wort siehe: http://splicd.com/...

Zuguterletzt empfehle ich Dir diesen Vortrag: Der Unsinn des Euros, ein teures Abenteuer für Europas Kernbevölkerungen (ich trenne bewusst die oberen 5% von den unteren 95 %)

http://www.youtube.com/...

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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28.12.2011 15:16 Uhr von irykinguri
 
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es heisst niederländer: wenn man von den niederlanden spricht sollte man die einwohner nicht holländer nennen.

genauso wie wenn man von deutschland allgemein spricht, sagt man auch nicht die teutonen, angeln,hessen etc... sondern deutsche

und die eu kann nicht funktionieren.

wenn "a" mehr verkauft macht "b" schulden. wenn man dann in einer union ist muss "a" das geld eh wieder an "b" zurückgeben was man verdient hat oder "b" geht pleite nach dem es immer mehr schulden gemacht hat. wozu der ganze schwachsinn?? ergo ist der kapitalsismus nicht durchführbar

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