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20.000 Firmen womöglich vor dem Aus, weil sich kein Nachfolge-Chef findet

In den nächsten 24 Monaten müssen rund 110.000 mittelständische Firmen einen neuen Chef finden. 300.000 der 1,4 Millionen Mitarbeiter in diesen Firmen müssen um ihren Job zittern.

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) warnt vor der drohenden Entwicklung. Denn es ist denkbar, dass rund 20.000 Firmen bei der Nachfolgesuche kein Glück haben und die Firma schließt.

Grund sei der Demografie-Wandel und die Tatsache, dass der Unternehmer-Nachwuchs oft keine Lust hat, den Betrieb der Eltern weiterzuführen. Hinzu kommen Bürokratie und die Steuerlast. Nicht immer gelingt dann ein Verkauf an Wettbewerber.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Chef, Nachfolge, Mittelstand, Demografie, Steuerbelastung
Quelle: www.spiegel.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.12.2011 07:11 Uhr von no_trespassing
 
+21 | -6
 
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Das ist doch dann genauso hausgemacht wie Fachkräftemangel. Jeder Unternehmer ist selbst dafür verantwortlich, auch die Kinder in den Betrieb einzuführen.

Wenn das jeder so macht wie die Quelle-Gründer es gemacht haben, dann kann das natürlich nix werden. Madeleine Schickedanz hatte trotz BWL-Studiums keine Ahnung und brachte einen Milliardenkonzern durch.

Die Alten können oft nicht loslassen und trauen den jungen nichts zu oder sie verhätscheln zu früh die Kinder.
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28.12.2011 07:53 Uhr von Marco Werner
 
+19 | -1
 
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Gerade Familienbetriebe gibts ein: grundlegendes Problem: denn oftmals wollen sich die "Alten" eigentlich nur aus dem praktischen Geschäft zurückziehen,ohne wirklich die Kontrolle abzugeben.Welcher Sohn/welche Tochter eines ehemaligen Firmenchefs will die Leitung eines Familienunternehmens übernehmen,wenn in Wirklichkeit noch immer Papa das Sagen hat,obwohl er sich offiziell schon längst zur Ruhe gesetzt hat ? Kurz gesagt: entweder übernimmt man eine Firma ganz oder gar nicht. Und wenn man eine Firma übernimmt,möchte man ihr doch schon den eigenen Stempel aufdrücken und nicht weiterhin das jahrzehntealte (und oftmals nicht zukunftsfähige) Geschäftsprinzip des Vorgängers übernehmen.
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28.12.2011 08:13 Uhr von John2k
 
+17 | -1
 
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Ich: melde mich freiwillig.

Hab allerdings noch nirgendwo die Anzeige lesen können, dass Betriebe einen Auszubildenden für eine Firmenübernahme suchen. So schlimm scheints ja dann doch nicht zu sein.
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28.12.2011 08:34 Uhr von BHuxol
 
+19 | -3
 
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@Autor: BWL?

Mein Ausbilder hat immer gesagt:
Es gibt drei Möglichkeiten einen gesunden Familienbetrieb in den Ruin zu führen.

1. Durch ein in die eigene Tasche wirtschaftendes Familienmitglied, das ist am langsamsten.
2. Durch schöne Frauen, das ist am schönsten.
3. In dem man die eigenen Kinder BWL studieren lässt, das ist am sichersten.

Punkt 3 kann ich voll bestätigen, da kenne ich einige Beispiele.
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28.12.2011 08:51 Uhr von DieterKuhn
 
+20 | -1
 
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EIn guter Chef: sorgt vom ersten Tag an, dass er schnellstmöglich ersetzbar wird. Das Ziel eines Chef muss darin liegen, die unwichtigste Person im Unternehmen zu werden. Warum?

Mit dieser Sichtweise arbeitet der Unternehmer AM Unternehmen und nicht IM Unternehmen. Er baut seine Firma auf PROZESSE anstatt auf PERSONEN auf. NUR dann schafft man Strukuren und ein Unternehmen, welches auch langfristig funktioniert.

Leider nehmen sich viele Chefs zu wichtig, so dass der Betrieb schlichtweg nicht funktionieren würde, wenn diese Person weg wäre. Wie soll das ein Nachfolger übernehmen können? Man übernimmt nicht einfach so einen Personenkult, der seit 30 Jahren existiert. Das Wissen des Chefs muss in Prozesse rein und gehört aus dem Kopf des Chefs, so dass andere jederzeit übernehmen können.

Ich selber bin ebenfalls Unternehmer, und sich sorge jetzt bereits dafür, dass mein Nachfolger in 20 Jahren ein Unternehmen hat, welches eben nicht auf meine Person angewiesen ist. Genau genommen darf eine Firme niemals auf irgendeine Person angewiesen sein, denn jeder kann krank werden, kündigen oder sonstwie ausfallen.

@no_trespassing:
Warum die Kinder? Die wollen das vielleicht gar nicht. Die Kinder sollen doch selber entscheiden können, was sie wollen. Hier auf Teufel komm raus einen Nachfolger zu züchten ist doch denkbar egoistisch, oder?
Ich habe lieber einen Nachfolger, der das gerne macht anstatt von mir dazu "gezwungen" wird.

[ nachträglich editiert von DieterKuhn ]
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28.12.2011 10:10 Uhr von no_trespassing
 
+6 | -1
 
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@DieterKuhn: Die Kinder wollen oft irgendwas anderes machen und hoffen, dass sie auf Kosten der Firma dann ausgehalten werden.

Viele Reichen-Kinder bringen oft nichts zustande, weil sie wissen, dass sie neben dem Betrieb noch Aktiendepots, Mietwohnungen, etc. erben und sich dann erlauben können, "Musikstars" oder "Autoren" zu werden, deren CDs und Bücher aber kaum einer kauft und die dann im Eigenverlag produziert werden müssen.

Etliche Kinder von Vermögenden haben Schwierigkeiten, das Erbe zu erhalten oder gar zu mehren.

Die Eltern müssen ihre Kinder früh arbeiten lassen und an den Betrieb emotional heranführen, dann ergibt sich die Bereitwilligkeit von allein.
Und das passiert oft nicht, sondern die Sprößlinge werden verhätschelt, auf Gymnasien und Privatschulen geschickt, wo das Niveau grottenschlecht ist, usw.

Wenn ich sehe, was für Hirnpüpse sich junge Leute von Industriellen in den Kopf setzen, dann kann man nur mit dem Kopf schütteln.

Eine Judith Kamps würde im Leben es nicht hinkriegen einen Betrieb zu führen. Die macht sich auf Papis Kosten ein schönes Leben, die Enkel auch noch. Das reicht.

Manchmal kann es aber auch anders laufen, wie bei der Schickedanz. Milliardenkonzern bis auf die Grundmauern ruiniert.
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28.12.2011 10:28 Uhr von aminosaeure
 
+11 | -0
 
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Der erste baut die Firma auf

Der zweite macht sie Groß

Der dritte machts sie kaputt.
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28.12.2011 10:40 Uhr von CoffeMaker
 
+4 | -1
 
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"Etliche Kinder von Vermögenden haben Schwierigkeiten, das Erbe zu erhalten oder gar zu mehren."

Das ist auch teilweise gut so weil es einem Reset gleich kommt.
Ein amerikanischer Millionär sagte mal: "Es ist keine Schande in Luxus zu leben, aber eine Schande in Luxus zu sterben." Dieser Mensch hat vor seinem Tod fast das gesamte Vermögen aufgeteilt, nicht unter seine Kinder weil den Kindern hatte er einen guten Start ins Leben gegeben und diese waren auch alle geschäftlich erfolgreich.
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28.12.2011 10:41 Uhr von phal0r
 
+1 | -10
 
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@BHuxol: Du hast scheinbar nicht ganz verstanden, dass das ein Witz ist. Buchhaltung, Marketing, Steuerlehre und Controlling sind natürlich nur alles doofe Wörter, die in Wirklichkeit niemand braucht. Aber lebe ruhig weiter in deiner Fantasiewelt.
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28.12.2011 10:43 Uhr von E10-Gegner.de
 
+3 | -2
 
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Firma va. Unternehmen: Und bei all dem Durcheinander denk niemand daran, dass "Firma" nur der Name ist!

Worum es hier eigentlich geht sind die Unternehmen, welche keine Nachfolge finden.

Aber leider wird "Firma" immer wieder mit dem eigentlichen Unternehmen (welche die Belegschaft, etc. einschließt) gleichgestellt.

Und nun her mit euren Minussen, weil mir niemand glauben will.
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28.12.2011 11:16 Uhr von no_trespassing
 
+2 | -0
 
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@CoffeMaker: Sein eigenes erarbeitetes Vermögen aufzubrauchen, dagegen spricht nix.

Aber meist haben die Firmeninhaber selbst nur das Vermögen geerbt.

Wer 1950 geboren ist und einen Betrieb leitet, dessen Wurzeln in 1820 liegen oder ein Gründerzeithaus erbt, dass der Urgroßvater noch selbst aufgebaut hat, hat kein Recht, das seinen Kinder vorzuenthalten, nur weil er es mal geerbt hat und darüber verfügen kann.

Genauso wie die Kinder dann das Recht hätten, dieses zu verjubeln. Entscheidend ist, was die Gründer und Erschaffer des Vermögens damit vorgesehen hatten.

Und genau das wollen viele nicht wahrhaben. Die sagen sich: Wenn ich was erbe, kann ich damit machen, was ich will. Dem widerspreche ich ganz klar. Wenn man Kinder hat, hat man die Pflicht, das Ererbte weiterzugeben.

Ferdinand Piech hat das erkannt. Sein Großvater hat nicht VW gegründet, damit irgendwelche Sprößlinge das irgendwann an die Japaner oder britische Finanzinvestoren verkaufen. Und deshalb hat er auch den Porsche-Clan in die Schranken verwiesen. Nicht Porsche übernahm VW, sondern es lief dann umgekehrt. Und das ganze kommt in eine Stiftung mit Selbstzweck.

Das zeigt, dass er den Erben nicht 100% traut, das Lebenswerk zu erhalten, sei es aus Fähigkeit oder Willen.

Es gibt immer noch viel zu viele Fälle, wo Erben sich auf Kosten des Erblassers ein schönes Leben machen und sich einen scheiß darum scheren, was der Wille des Verstorbenen gewesen ist.
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28.12.2011 11:52 Uhr von weitwech
 
+3 | -0
 
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teils selbst Schuld: sind diese Unternehmer. Es würde einige geben, die einen Betrieb übernehmen würden.
Aber dann wollen sie nicht loslassen. Nicht vorher und nachher auch nicht. Rechtzeitig einen Nachfolger einarbeiten? Überflüssig!
Und wenn´s dann doch gar nicht mehr geht, den "Laden" verkaufen, zu Mondpreisen, was kein Mensch bezahlen wird, weil sie ganz nebenbei "vergessen" haben was für die Rente beiseite zu legen.
Habs selbst schon erlebt. Leid taten mir nur anschließend die Angestellten, die sich allesamt was neues suchen durften.
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28.12.2011 12:03 Uhr von flokiel1991
 
+0 | -0
 
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Also der Betrieb: meines Vaters wird auch nicht weiter laufen. Er hat allerdings nur einen freiberuflichen Mitarbeiter, der etwa im Alter meines Vaters ist. Wieso sollte man seine Kinder zwingen den Betrieb weiter zu führen? Sollen sie sich doch was eigenes aufbauen.
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28.12.2011 20:28 Uhr von kobold2001
 
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Betrieb verkaufen: Oft wollen die alten Unternehmer astronomische Summen für ein Betrieb der bedingt rentabel ist.

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