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Spanien: 350.000 Zwangsvollstreckungen - Nun formiert sich Widerstand

Die Auswirkungen der europäischen Wirtschafts- und Finanzkrise werden in Spanien derzeit durch die Folgen der hausgemachten Immobilienkrise zusätzlich verschärft. Seit Beginn des Endes der so genannten "Immobilienblase" (Ende 2007) wurden 350.000 Immobilien zwangsvollstreckt.

Weil dadurch rund 125.000 Familien ihr Zuhause verloren, formiert sich nun Widerstand. Doch das ist nur der Anfang, wie José María Ruiz, Sprecher einer "Plattform für Betroffene des Hypothekengeschäfts", oder kurz PAH, weiß. Derzeit liegen rund zwei Millionen Fälle noch bei Gericht, so Ruiz weiter.

Die Schicksale ähneln sich und treffen Spanier wie Zugewanderte. Häufig erwarben die Betroffenen die Immobilien zu hohen Preisen und gegen Kredit. Weil viele Kreditnehmer durch die Krise arbeitslos wurden, können sie nun die Darlehen nicht mehr bedienen. Die Folge ist dann eine Zwangsräumung.


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WebReporter: Rheinnachrichten
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Spanien, Kredit, Widerstand, Zwangsräumung, Immobilienblase
Quelle: www.welt.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.12.2011 06:57 Uhr von Rheinnachrichten
 
+7 | -0
 
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Ja, es war ruhig geworden um Spanien. Doch diese Ruhe ist trügerisch. Sollte der Regierung nicht bald ein Aktionsprogramm einfallen, drohen Unruhen auch in diesem Land.

Ein lesenswertes Fundstück ist auch das Original,weil hier Beispiele beschrieben werden, die ich in der Nachricht nicht mehr unterbringen konnte (halt short news). Ich hoffe, die Gemeinde hat für die notwendige "Eindampfung" Verständnis.
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28.12.2011 07:15 Uhr von no_trespassing
 
+13 | -0
 
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Die Blase ist noch nicht vorüber: Es muss ja auch die Frage gestellt werden, was mit diesen Immobilien passiert. Sollen die leerstehen?
Mittlerweile hat man den Eindruck, dass Wohnraum zwar geschaffen, der aber nur noch gegen Mietzahlung nutzbar ist. Es läuft was schief in der Wirtschaft, wenn Leute sich von ihrem Einkommen langfristig kein Wohneigentum zulegen können.

Früher konnte man sich mit einem Alleinverdiener-Einkommen eine ETW oder sogar ein kleines Häuschen leisten, heute wird es mit einem Doppelverdiener-Einkommen schon schwierig.

Natürlich, die Lebenshaltung hat sich auch geändert.
Mobilität und Reisen haben zugenommen.

Aber trotzdem: In Hamburg gibt es auch mittlerweile viel Leerstand und auf der anderen Seite suchen Leute bezahlbaren Wohnraum.
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28.12.2011 08:40 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+8 | -0
 
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Die riesige Immobilienblase ist die eigentliche Crux der Schuldenkrise in Spanien. Indem der Privatsektor sehr stark verschuldet ist und die Wirtschaft stagniert (weder investierte Spanien das billige Geld in Direktinvestitionen - noch ging es die Probleme am Arbeitsmarkt an), drohen hier Hunderttausdene aus ihren nachlässig gewährten Subprime-Kreditverträgen zu kippen und somit die spanischen Cajas nach unten zu reißen (in der Überhitzungsphase förderte Madrid den Häuslebau für jedermann noch zusätzlich mit enormen Zulagen - rund 800.000 Objekte entstanden so pro Jahr - die Bücher sind voll mit tickenden Subprime-Zeitbomben).

Dies alleine schon ist ein Grund der EZB den iberischen Banken und Häuslebesitzern mit sinkenden Leitzinsen für den Euro und weiteren verzweifelten Liquiditätsmaßnahmen wie der jüngsten LTRO mit Dreijahrestender beizuspringen.

Am Ende wird Kerneuropa hier über in Kauf genommene Inflation kräftig mitbezahlen - Häuser in Südeuropa (trotz ohnehin weit über 80% Eigentumsquote) mitfinanzieren, während die eigene Altersvorsorge - in Deutschland meist in Lebensversicherungen und Sparmodellen angelegt - verbrennt.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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28.12.2011 09:43 Uhr von dumm78
 
+12 | -0
 
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super: immer wieder lustig, ein paar wenige stopfen sich die taschen voll der rest hat kein dach mehr überm kopf, und das nennt sich dann europäische demokratie.
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28.12.2011 10:54 Uhr von daaark9
 
+6 | -0
 
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@dumm78: das nennt sich kapitalismus, in kapitalismus kann mathematischgesehen keine demokratie existieren ;)
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29.12.2011 01:59 Uhr von amidam
 
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@bleissy: Wer nun seit paar Jahren nicht kapiert wo das Problem bei der Subprimekrise ist, hat sich damit entweder gar nicht beschäftigt oder ist ein asoziales Schwein.

Tut mir leid für die Härte, aber es kotzt mich einfach an...

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