Spanien: 350.000 Zwangsvollstreckungen - Nun formiert sich Widerstand
Die Auswirkungen der europäischen Wirtschafts- und Finanzkrise werden in Spanien derzeit durch die Folgen der hausgemachten Immobilienkrise zusätzlich verschärft. Seit Beginn des Endes der so genannten "Immobilienblase" (Ende 2007) wurden 350.000 Immobilien zwangsvollstreckt.
Weil dadurch rund 125.000 Familien ihr Zuhause verloren, formiert sich nun Widerstand. Doch das ist nur der Anfang, wie José María Ruiz, Sprecher einer "Plattform für Betroffene des Hypothekengeschäfts", oder kurz PAH, weiß. Derzeit liegen rund zwei Millionen Fälle noch bei Gericht, so Ruiz weiter.
Die Schicksale ähneln sich und treffen Spanier wie Zugewanderte. Häufig erwarben die Betroffenen die Immobilien zu hohen Preisen und gegen Kredit. Weil viele Kreditnehmer durch die Krise arbeitslos wurden, können sie nun die Darlehen nicht mehr bedienen. Die Folge ist dann eine Zwangsräumung.